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03. Jan Vom Brachland zum Landhausgarten II

So, endlich komme ich mal wieder dazu, Euch vom Fortgang unserer Gartenneuanlage zu berichten. Den ganzen November hindurch bis Mitte Dezember verbrachten wir nahezu jede freie Minute in unserem Neubaugarten, denn ich wollte unbedingt vorm Wintereinbruch noch die Blütenhecke zu Ende pflanzen sowie die Obstbäume, Sträucher und Hortensien im Gehölzgarten einsetzen. Doch damit das klappen konnte, mussten wir zunächst einige kräftezehrende Geländevorbereitungen bewältigen.
Foto: Steingarten im November 2011
Zuvor hatten wir bereits die Wege im Steingarten verfüllt und eingefasst, eine der beiden Aufschüttungen mit Felsbrocken bestückt sowie die Granitbank oberhalb des Teiches platziert. Somit ist der größte Teil der Arbeiten in diesem aufwändigsten aller Gartenräume abgeschlossen. Die untere Aufschüttung an der Natursteinmauer wird voraussichtlich erst im Frühjahr “besteint”. Anschließend werden noch Steingartenpflanzen in die Hänge eingesetzt, und dann wird sich dieser Gartenraum in der kommenden Saison hoffentlich in geplanter Pracht entfalten.
Foto: Bauerngarten im November 2011
Während unser künftiges Heim dick eingepackt wurde, legten mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich die Struktur für den großen Bauerngarten in der Mitte unseres Grundstücks an. Doch ehe das Wegekreuz im Gemüsegarten eingemessen und ausgehoben werden konnte, wurde zunächst das Gelände modelliert. Dazu mussten wir jede Menge Erde bewegen, da wir diesen Gartenbereich mit Mutterboden aus dem Bauaushub erhöhten, um das Gefälle abzumildern. Infolgedessen ergab sich am unteren Ende eine etwa 1 m hohe Böschung, die dann ebenfalls noch ordentlich modelliert, gefestigt und mit Bodendeckern bepflanzt werden musste. Mittlerweile hat mein Lieblingsgärtnergehilfe die Wegegräben, die auf dem Foto zu sehen sind, auch schon eingefasst und mit Schotter und Rindenmulch verfüllt. Jedoch habe ich von diesem Bauabschnitt noch keine Aufnahmen gemacht.
Während er unzählige Schubkarren mit Füllmaterial in die Wege karrte, war ich natürlich auch nicht untätig, sondern pflanzte entlang des Bauerngartens ein weiteres Stück meiner Blütenhecke. Außerdem setzte ich links und rechts vom Aufgang eine Eibenhecke und 5 Zwergobststämmchen auf die Böschung, welche diesen Gartenraum von den darunter liegenden Heide- und Geholzgärten abgrenzen. Die Anordnung derselben könnt Ihr Euch ja bei Bedarf noch mal auf meinem Gartenplan angucken.
Foto: Neubau im November 2011
Nachdem wir die Anlage des Bauerngartens abgeschlossen hatten (bis auf eine Treppe hinauf, die wird demnächst gebaut), bepflanzte ich den Gehölzgarten darunter. Alle Großsträucher, Hortensien, Begleitstauden und Zwiebelblüher sind nun drin und die Freiflächen dazwischen mit Rindenmulch abgedeckt. Da unser Haus zwischenzeitlich verputzt worden war und seinen Fassadenanstrich erhalten hatte (nur die weißen Faschen um die Fenster und an den Hausecken fehlen noch), hatte ich freie Bahn und war mit meinen Pflanzen auch keinem mehr im Weg.
Dank des milden Dezemberwetters schaffte ich es vor den Feiertagen sogar noch, die Blütenhecke zur Grundstückseinfriedung komplett fertig zu stellen. Allerdings war das Pflanzen in Teilen des Gehölzgartens und an den Grundstücksgrenzen in Hausnähe wirklich Schwerstarbeit, da ich dort zunächst den von Baufahrzeugen und zeitweise lagerndem Baumaterial völlig verdichteten Boden wieder auflockern musste.

Den Heidegarten bepflanze ich erst im Frühjahr, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Da nicht alle Heidesorten, die ich pflanzen will, unbegrenzt frosthart sind, sollen sie vor ihrem ersten Winter im Garten gut einwachsen. Lediglich die größeren Gehölze, welche die Heideteppiche später auflockern sollen, stehen bereits an Ort und Stelle (Sternmagnolie, Korkenzieherhasel, Zuckerhutfichte). Und auch einen großen Findling, den wir uns als Blickfang für diesen Gartenteil besorgten, haben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich schon an seinen endgültigen Standort transportiert.

So, das war’s für dieses Mal mit meinen Berichten aus unserem Neubaugarten. Fortsetzung folgt, sobald es wieder nennenswerte Fortschritte gibt.

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Iris | 03.01.2012 | 16:22 Uhr | Garteneindrücke | 5 Kommentare

26. Okt Die erste Libelle

Foto: Libelle bei der Eiablage
Zwar kann ich die genaue Art noch nicht bestimmen, denn mit Libellen kenn ich mich bislang überhaupt nicht aus. Dennoch waren mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich hocherfreut, dass dieses wunderschöne Exemplar unseren neuen Gartenteich so bald und gleich an mehreren Tagen hintereinander mit ihrem Besuch beehrte. Überhaupt waren wir erstaunt, wie schnell sich selbst an so einem kleinen Gewässer erstes tierisches Leben bemerkbar macht. Gesichtet haben wir bislang außer ihr zwei Wasserkäfer, die sich die meiste Zeit im Quellmoos verstecken und nur zum Luftholen auftauchen, mehrere Rückenschwimmer und natürlich Mückenlarven.

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Iris | 26.10.2011 | 09:15 Uhr | Tiere im Garten | 8 Kommentare

25. Okt Vom Brachland zum Landhausgarten

Ich hab’s Euch ja gesagt, dass das Blog hier aufgrund unseres Bauprojektes vorerst auf Sparflamme weiterläuft. Allerdings ist die letzte lange Funkstille nicht ausschließlich unserem Neubau und dem damit verbundenen chronischen Zeitmangel geschuldet, muss ich zugeben. Sie hat auch damit zu tun, dass ich so ungern Unfertiges vorzeige. Doch da es nach meinem Gefühl nun doch allmählich Zeit für ein Blog-Lebenszeichen wurde, hab ich mich dazu durchgerungen, hier zumindest mal wieder ein paar Eindrücke von unseren zwischenzeitlichen Fortschritten zu zeigen.
Foto: Frisch angelegter Waldgarten im Herbst
Also zunächst mal gibt es hier inzwischen einen vielfältig bepflanzten Naturgartenteil, der einmal ein Waldgärtchen werden soll, wenn er groß ist.
Foto: Blick vom Rosengarten über den Steingarten zum Neubau
Wie man sieht, waren mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich außerdem sehr beschäftigt mit der Anlage des Steingartens, dessen Einfassung in Form einer Trockenmauer wir nun endlich vollendet haben.
Foto: Teich im Steingarten
Ferner wurde dieser Gartenraum mit einem kleinen Folienteich ausgestattet, in den ich auch schon einige Schwertlilien gepflanzt habe – passend zum Bartirisbeet darunter.
Foto: Blick in den Steingarten von unten auf das Irisbeet
Den größten Teil der ca. 30 Bartiris (14 Sorten) hab ich mir übrigens, durch Teilung der Rhizome im Frühjahr, selbst herangezogen. Im Hintergrund sieht man den Rankpavillon im Rosengarten, welcher ebenfalls bereits voll eingerichtet ist. 26 Rosen aller Arten haben dort ihren Platz gefunden, und die meisten davon sind sogar schon erkennbar angewachsen. Begleitet werden sie von 5 großblumigen Clematis-Hybriden, einem Rotdorn-Stämmchen sowie zahlreichen selbstgezogenen Stauden.
Foto: Gewächshaus
Im Bauerngartenteil steht bislang nicht nur das Gewächshaus, auch das Blumenbeet dahinter ist schon vollständig mit typischen Bauerngartenpflanzen bestellt. Allerdings macht das bis dato noch keinen großen Eindruck – wie das halt bei Stauden-Neuanlagen so ist. Frühestens im nächsten Jahr kann ich Euch zeigen, wie ich mir das vorgestellt hab.
Foto: Gartenhaus mit fast vollständig zugewachsener Böschung davor
Apropos Anlaufzeit von Staudenpflanzungen: Die Böschung vor dem Gartenhaus hat sich in den letzten Monaten seit der Erstbepflanzung schon erstaunlich üppig entwickelt, findet Ihr nicht? Ich freu mich jetzt schon drauf, wenn die Polsterstauden im nächsten Frühjahr zu ihrer ersten Hauptblüte auftrumpfen. Um meine Vorfreude auf den Frühling noch etwas zu steigern, hab ich in die fertigen Gartenbereiche auch schon mehrere Hundert Blumenzwiebeln eingebuddelt.
Foto: Rohbau
Fast hätt ich’s vergessen: Nicht ganz unwichtig ist natürlich auch der Baufortschritt an unserem Wohnhaus ;o). In aller Kürze (immerhin ist das hier ein Garten- und kein Baublog): Unser Rohbau steht und ist regendicht. Somit haben wir unser primäres Etappenziel für dieses Jahr erreicht.

Fortsetzung folgt…

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Iris | 25.10.2011 | 23:25 Uhr | Garteneindrücke | 4 Kommentare

05. Aug Bau eines Natursteinweges für den Rosengarten

Und weiter geht’s mit den Berichten aus unserem Neubaugarten:
Während der letzten zwei Wochen war ich die meiste Zeit mit dem Bau eines Natursteinweges für unseren künftigen Rosengarten beschäftigt. Gemacht hatte ich so was zwar vorher noch nie, aber einmal ist schließlich für alles das erste Mal ;o).

Ich begann meine neue Aufgabe mit der Anlage eines ordentlichen Wegebetts. Dazu markierte ich mir zunächst mittels Tonkinstäben und Gartenschnur die geplante Wegführung. Anschließend hob ich spatentief die Erde aus meinem Weg aus und stampfte den Grund darunter ordentlich fest. Um ein späteres Auflaufen unerwünschter Wurzelunkräuter zu verhindern, legte ich die Gräben noch mit Unkrautvlies aus. Aufgefüllt wurde das Ganze dann mit etwa 20 cm Schotter, der ebenfalls wieder verdichtet wurde. Obendrauf kam noch eine ca. 5 cm hohe Sandschicht, die ich mit einem Holzbrett zu einer planen Oberfläche glattstrich. Und fertig war meine Puzzlefläche.
Fotos: Die ersten Natursteine im Sandbett
In den folgenden Tagen erfuhr ich zwei Dinge über mich: Erstens, dass Puzzeln wohl niemals zu meinen bevorzugten Hobbys zählen wird; zweitens machten mir allabendlich quälende Hand- und Kreuzschmerzen bewusst, dass ich so was niemals beruflich machen könnte. Das Einklopfen der Steine in das Wegebett ist echt ein Knochenjob, der auf Dauer über meine Kräfte ginge.
Fotos: Einfegen der Fugen
Nachdem ich endlich alle Teile meines Steinpuzzles gefunden und verlegt hatte, ging es ans Verfugen. Dazu vermengte ich Pflanzerde und Sand zu gleichen Teilen und fegte und schwemmte das Gemisch mehrmals hintereinander in die Fugen ein, bis alle Lücken gefüllt waren.
Fotos: Sternmoos in Pflasterfugen
Falls sich jetzt jemand fragen sollte, wieso ich Pflanzerde unter den Fugensand mischte, hier die Erklärung: Da ich von vornherein keine Hoffnung darauf verschwendete, dass meine Pflasterfugen lange ‘jungfräulich’, sprich bewuchsfrei bleiben würden, wollte ich zumindest selbst beeinflussen, welche Pflanzen sich in den Fugen breitmachen. Meine Wahl fiel auf das heimische Pfriemen-Mastkraut (Sagina subulata), auch als Sternmoos gehandelt – was irreführend ist, da es sich erstens nicht um ein Moos handelt und es zweitens ein echtes Moos gleichen Namens gibt. Es bleibt sehr flach und gilt als trittfest. Außerdem ist es immergrün und soll auch recht frosthart und robust sein. Doch es entwickelt sich nicht besonders gut in purem Sand.
Fotos: Der fertige Natursteinweg
Und so sieht nun das vorläufige Ergebnis aus. Der linke Weg führt übrigens zu einem Rundbeet, in dessen Zentrum bei unserem Einzug ein Terracotta-Putto auf einer Terracotta-Säule Platz nehmen wird, der rechte geht in einen Rindenmulch-Weg über, der durch unseren kleinen Waldgarten führt, und der mittlere führt geradewegs zum Plateau, auf dem unser Rosenpavillon aufgebaut wird. Rechts und links entlang der Wege werden später die Rankgitter mit meinen Beetrosen platziert.

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Iris | 05.08.2011 | 22:12 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 14 Kommentare

03. Jul Hobbygärtner im Web wurden kürzlich analysiert

Heute regnet’s hier schon den ganzen Tag Bindfäden. An Gartenarbeit ist daher nicht zu denken. Also hatte ich endlich mal wieder ein bisschen Zeit, einfach mal so im Internet rumzusurfen. Dabei stieß ich u.a. auf eine von Bosch Lawn and Garden beauftragte Studie mit dem Titel „The Virtual Art of Gardening – Einblicke in das Europäische Gartenweb“. Deren Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Etwa 700 Websites (davon 80% Blogs) bilden das sogenannte europäische Gartenweb. Gartenblogger sind mehrheitlich weiblich und über 40, berichten gern ausführlich von ihrer Gartenarbeit, fotografieren am liebsten Blumen, tauschen sich aber nicht so gern online übers Gärtnern aus.

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Iris | 03.07.2011 | 14:54 Uhr | Verschiedenes | 13 Kommentare
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