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Juli 2009

Kein Rasen in kleinen Gärten!

Zunächst mal möchte ich hier ein paar Gründe nennen, die mich dazu bewogen haben, den Rasen aus unserem kleinen Reihenhausgarten zu entfernen:

  • Damit ein Zierrasen wirklich eine Zierde ist, muss er während der Vegetationperiode von März bis November mindestens einmal wöchentlich gemäht werden (und die Entsorgung des anfallenden Rasenschnitts kann gerade auf kleinen Grundstücken schnell zum Problem werden).
  • Zeitgleich müssen die Kanten am Zaun und an den Beet- bzw. Terrassenrändern geschnitten werden.
  • Ein- bis zweimal jährlich muss der Rasen außerdem vertikutiert werden.
  • Dreimal im Jahr muss er gedüngt werden und zwar – sofern man kein Düngemittelexperte ist, der den (hohen) Nährstoffbedarf von Rasen genau kennt und Dünger selbst herstellen kann – mit im Handel erhältlichen Rasendüngern.
  • In sommerlichen Trockenperioden muss man ihn regelmäßig und reichlich beregnen, was nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld kostet.
  • Ständig muss man mühsam das Unkraut zwischen des Rasengräsern jäten, das nicht nur durch Flugpollen, sondern auch durch kriechende Wurzelausläufer aus den Nachbargärten unvermeidlich einwandert.
  • In den Herbst- und Wintermonaten muss die Rasenfläche immer wieder von Laub befreit werden, damit die Gräser darunter nicht vergammeln.

Zusammengefasst lässt sich also feststellen: Rasen ist nicht pflegeleicht! Im Gegenteil, er gehört nach meinen Erfahrungen zu den pflegeintensivsten Gartenanlagen überhaupt. Und dieser ganze Aufwand für ein paar kümmerliche Quadratmeter eintöniges Rasengrün (mehr ist in einem kleinen Garten ja nicht drin), das keinerlei Nahrung für Hummeln, Bienen oder Schmetterlinge bietet und auf dem man nicht mal Ball spielen kann, weil es nur eine Frage der Zeit ist, bis dieser in den Blumenrabatten der Nachbarn landet? Meine Antwort auf diese mir selbst gestellte Frage lautete: Nein, soviel Zeit, Geld und Mühe ist mir eine unnütze Rasenfläche nicht wert. Und es ist mir mittlerweile unverständlich, was die Besitzer kleiner Gärten in Deutschland mehrheitlich dazu motiviert, sich weiterhin einen Rasen zu halten.

Alternativen zur 0815-Rasenanlage?

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Iris | 20.07.2009 | 19:04 Uhr | Gewusst wie | 10 Kommentare

Mein Sommergarten 2009

Foto: Reihenhausgarten mit Staudenbeeten, Bank und Rosenschirm

Zwischen diesen aktuellen Aufnahmen von unserem Garten und dem Foto, was mein Lieblingsgärtnergehilfe kurz nach der Umgestaltung aufgenommen hat, liegen noch nicht einmal 4 Monate. Kaum zu glauben, oder?

Foto: Reihenhausgarten mit Sommerblumenrondell, blühenden Staudenbeeten und Rindenmulchwegen

Auch in den vergangenen Jahren hab ich während des Frühsommers oft darüber gestaunt, wie aus winzigen Setzlingen und eingezogenen Stauden, binnen weniger Wochen, unübersehbare Blütenberge werden; doch dieses Jahr erschien mir die Verwandlung unseres Gartens sogar noch spektakulärer. Seitdem wir keinen Rasen mehr haben, ist mehr Platz für blühende Verwandlungskünstler.

Foto: Reihenhausgarten mit clematisberankten Obelisken, zentralem Blumenrondell, umrahmt von Rindenmulchwegen

Und jeden Morgen, wenn ich in den Garten gehe, bestätigt mir der überwältigende Anblick dieser bunten Pracht und das Summen und Flattern der vielen Gartenbewohner, dass uns die Neugestaltung vollauf gelungen ist. Denn es ist genau so noch schöner geworden, wie als ich es mir erträumt hatte.

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Iris | 17.07.2009 | 19:22 Uhr | Garteneindrücke | 11 Kommentare
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