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Zweijährige für die nächste Gartensaison

Wenn man wie ich einen sehr kleinen Garten hat, aber trotzdem das ganze Jahr über Beete mit geschlossener Pflanzendecke, obendrein noch möglichst üppig blühend haben möchte, ist vor allem eines unerlässlich: Vorausschauendes Gärtnern.

Foto: Meine Anzuchtecke im September 2009

Aus diesem Grund kümmere ich mich seit einigen Wochen um die Anzucht von zweijährigen Frühjahrs- und Frühsommerblühern fürs nächste Jahr. Im Juni hatte ich in meiner Anzuchtecke auf der Terrasse Hornveilchen, Fingerhüte und Vergissmeinnicht ausgesät. Anfang der Woche begann ich dann, die angezogenen Pflänzchen einzeln einzutopfen, damit sie vor dem Einpflanzen im Herbst noch möglichst viele Wurzeln bilden können und gut über den Winter kommen. Heute bin ich damit fertig geworden (16 Vergissmeinnicht, 12 Fingerhüte in zwei Farben und 40 Hornveilchen in 4 Farben). Wenn ich dann demnächst die einjährigen Sommerblumen aus den Beeten nehme, setze ich schon mal ein paar von den Zweijährigen an ihre Stelle. Einige von den Hornveilchen überwintern später in den Pflanzkübeln und die übrigen Pflanzen im Anzuchtgewächshaus auf der Terrasse. Die verteile ich dann im nächsten Frühjahr überall da, wo ich meine, dass noch ein Farbtupfer fehlt.

Lohnt sich der Aufwand? Meines Erachtens auf jeden Fall, denn die Zweijährigen überbrücken genau die ansonsten etwas blütenärmere Zeit zwischen dem Verwelken der Frühlingszwiebelblüher und dem Aufblühen der Rosen und Frühsommerstauden. Wenn sie dann verblüht sind, werden sie rausgenommen, und Einjährige (die bis dahin vorgezogen sind) nehmen wieder ihren Platz ein.

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Iris | 09.09.2009 | 13:20 Uhr | Garteneindrücke

4 Kommentare

  1. Ich bin sicher, dass es sich lohnt, vor allem, wenn es Spaß macht und du den Platz dafür hast. Wegen umfangreicher Grobarbeiten säe ich dieses Jahr bestimmt nichts, aber zum Glück übernimmt das die Natur für mich. Ich habe mal vor vielen Jahren von einer Nachbarin eine Schale voll Vergissmeinnicht bekommen und nun habe ich sie Jahr für Jahr im Garten. Man muss ihnen nur die Gelegenheit geben, sich auszusäen. Im Frühling ist das ein Blütenmeer.

    Kommentar von Ingrid am 09.09.2009 um 17:51
  2. Ja Ingrid, ich weiß, dass sich Vergissmeinnicht gerne und reichlich selbst aussäen (Hornveilchen übrigens genauso). Aber da während der Sommermonate alle Plätze in unserem kleinen Garten anderweitig vergeben sind, reiße ich die Stauden nach der Blüte heraus, nehme ein paar Samen ab und säe sie dann in Töpfe wieder aus.

    Kommentar von Iris am 09.09.2009 um 18:23
  3. Hallo Iris,
    ich verstehe ja nichts von der blühenden Zunft aber ich denke Du machst das schon richtig. Beim vorherigen Foto hat man ja die Blütenpracht gesehen. Und im Frühjahr wird’s dann ähnlich schön werden.
    Halt’ uns auf dem laufenden,
    Rolf

    Kommentar von Rolf am 09.09.2009 um 19:47
  4. Natürlich lohnt sich der Aufwand, da bin ich mir ganz sicher. Dennoch schaffe ich es nie, die Zweijährigen planmäßig zu säen, zu pikieren und zu hätscheln, bis sie zum Auspflanzen bereit sind. Ich bewundere deine Konsequenz, mit der du das machst! Ich kann nur auf Selbstaussaat hoffen, die aufgrund des Mulches nicht ganz so klappt, wie ich es gerne hätte.
    Liebe Grüße, Margit

    Kommentar von Margit am 12.09.2009 um 14:08

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