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Herbstlaub – Segen oder Ärgernis?

Foto: Vorgartenbeet mit Mulchdecke aus Blutbuchenlaub

Derzeit kann man sich als Gartenbesitzer über die hemmungslose Entblätterung umliegender Bäume und -sträucher und das entsprechend massenhaft anfallende Herbstlaub ärgern, welches man in Sisyphos-Manier zusammenharkt, -fegt oder -bläst und anschließend säckeweise zum nächsten Kompostwerk kutschiert.

Wie gesagt, kann man. Muss man aber nicht. Ich z.B. hab mich heute morgen gefreut, dass ich diese schöne rote Blätterdecke aus dem Herbstlaub einer benachbarten Blutpflaume in unseren Vorgarten legen konnte, auf der das Restgrün und -gelb der Pflanzen noch mal so richtig schön zur Geltung kommt. Nicht nur, dass sie das Beet noch ein letztes Mal in diesem Jahr farblich hervorhebt, die darin überwiegend wachsenden Waldstauden und -gehölze wissen eine derartige Winterdecke sicher auch zu schätzen. Doch weil Herbstlaub nährstoffarm ist und daher normalerweise nur langsam verrottet, hab ich beim Verteilen einige Hände Hornspäne mit untergemischt.

Auch im hinteren Garten kann ich – seit wir keinen Rasen mehr haben – recht gelassen mit dem herbstlichen Falllaub umgehen: Das meiste lasse ich einfach da liegen, wo es hinfällt. Nur von den immergrünen Polsterstauden, die unter einer geschlossenen Laubdecke faulen könnten, sammle ich es von Zeit zu Zeit ab und verteile es zwischen Sträuchern und eingezogenen Stauden.

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Iris | 06.11.2009 | 18:50 Uhr | Garteneindrücke

6 Kommentare

  1. Dann haben wir auch das gemeinsam: rotes Blutpflaumenlaub. Bei mir ist es allerdings eigenes. Vorne an der Straße müssen wir es wegkehren und ich werfe es weg, denn da ist mir zu viel Dreck drin. Aber das, was sonst im Garten fällt, kommt in die Beete (wie ich ja auch geschrieben habe). und bildet eine hübsch anzusehende Decke. Es verrottet übrigens sehr schnell, aber trotzdem könnte ich natürlich auch Hornspäne untermischen.

    Wir haben auch viel Laub von den Nachbarn seitlich und sogar von gegenüber, je machdem wie der Wind steht. Aber ich meine immer: das ganze Jahr erfreut man sich an den Bäumen und Sträuchern, dann bezahlt man im Herbst mit Laub kehren (was auch eine gesunde körperliche Betätigung ist).

    Kommentar von Ingrid am 06.11.2009 um 20:17
  2. Nun ja Ingrid, ich hab derzeit eigentlich gar nicht das Gefühl, dass ich was bezahle. Das Herbstlaub stört oder belastet mich ja nicht. Ich finde es im Garten dekorativ und nützlich (für Pflanzen und Boden). Und das kriege ich ganz umsonst. Das bisschen Laub wegfegen von unseren Zugangswegen empfinde ich nicht als schwere Arbeit, weil ich das meiste einfach in direkt angrenzende Rabatten fegen kann.

    Kommentar von Iris am 06.11.2009 um 21:51
  3. Genau!
    Ich muss dringend mal wieder mit unseren Nachbarn sprechen, dass wir auch in diesem Jahr wieder sackweise ihr Buchenlaub zum Abdecken wollen und er deswegen keinen Container bestellen braucht…
    Ich liebe im Winter dieses aufgeräumte Bild ohne viel runterschneiden zu müssen. Wenn der Boden gleichmäßig rot-braun aussieht, die Pflanzen geschützt sind und im Frühjahr die frischen Triebe aus dem Laub hervorschauen. Spätestens dann wirkt unser Garten wieder wie ein Waldgarten mit raschelndem Laub!
    Früher hatte ich mir dafür diverse Säcke Mulch besorgt, aber mit Laub passt es besser zu unserem Garten, kostet nix und ich muss deswegen nicht zum Baumarkt fahren.
    Mit den Blutpflaumen-Blättern ist es ein richtiges ‘Herbstzauber’-Beet!
    LG Silke

    Kommentar von SchneiderHein am 07.11.2009 um 07:11
  4. @Silke:
    Stimmt, ich finde es auch reizvoll, wenn im Frühling die ersten Zwiebelblüher aus dem Laub hervorlugen.
    Meine Beete mit den kalkempfindlichen Pflanzen im Vorgarten und im hinteren Garten hab ich anfangs auch mit Rinde gemulcht. Aber jeden Herbst eine frische Laubschicht finde ich inzwischen praktischer: Erstens krieg ich es kostenlos frei Haus geliefert, und zweitens ist es im folgenden Frühjahr nicht so hinderlich beim Pflanzen von einjährigen Sommerblühern zwischen den Sträuchern und Stauden.

    Kommentar von Iris am 07.11.2009 um 19:53
  5. Ich finde das Laub im Garten auch praktisch, jedenfalls im Herbst. Da wird es auf die Beet geharkt und gibt den Pflanzen Winterschutz. Im Frühling allerdings harke ich es von den Beeten wieder runter. Es ist noch nicht verrottet und stört mich. Ich lasse auch manche abgeschnittene Pflanzen als Winterschutz liegen. Natürlich versuche ich es möglichst dekorativ aussehen zu lassen, was mir aber nicht immer gelingt.
    Dir ist es aber gelungen, wie man auf dem Foto sehen kann.
    Viele Grüße
    Margrit

    Kommentar von Margrit am 07.11.2009 um 23:10
  6. Das ist ein zauberhaftes Bild! Ich finde, man darf nicht meckern, wenn die Blätter fallen – es gehört einfach dazu. Die Farben sind herrlich und rotes Laub ist meine ganz große Liebe!

    Ein schönes Wochenende wünscht Sigrun

    Kommentar von Sigrun am 14.11.2009 um 09:26

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