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Mai 2010

Einjährige in den Staudenbeeten

So, jetzt ist’s geschafft: Gestern hab ich die letzten vorgezogenen einjährigen Sommerblumen in den Garten ausgepflanzt. Zwar waren es heuer erheblich weniger Pflanzen als im letzten Jahr (weil meine Stauden zwischenzeitlich größer geworden sind und mehr Platz einnehmen), aber ca. 100 waren’s doch, die aufgrund des kalten Frühlings ungewöhnlich lange im Anzuchtgewächshaus ausharren mussten. Namentlich: Tagetes in diversen Farben und Wuchshöhen, weiße Schmuckkörbchen, Feuersalbei und Löwenmäulchen. Zusätzlich hatte ich vor ein paar Wochen an einigen Stellen Korn- und Ringelblumen direkt ausgesät und nach und nach pikiert.

Tagetes, Schmuckkörbchen und Feuersalbei sind verhältnismäßig leicht in großen Stückzahlen aus Samen vorzuziehen. Die Löwenmäulchen dagegen stellen sich zickiger an. Die Sämlinge wachsen sehr langsam und sind extrem empfindlich, sodass ich bislang jedes Jahr große Ausfälle bei ihrer Anzucht hinnehmen musste. In dieser Phase nehme ich mir regelmäßig vor, sie künftig von meiner Liste der vorzuziehenden Einjährigen zu streichen. Doch bislang konnte ich im Frühling dann doch nie die Finger von den Samentütchen lassen. Ich finde blühende Löwenmäulchen einfach zu schön und liebe es, im Sommer die Hummeln beim ‘Besteigen’ derselben zu beobachten. Das sieht einfach unbeschreiblich drollig aus.
Kürzlich bin ich allerdings auf eine Lösung für mein Löwenmäulchen-Anzuchtproblem gestoßen: An einer Stelle im Garten, wo letzten Sommer Löwenmäulchen standen, hatten sie sich versamt. Und weil dort im Frühling Tulpen wuchsen, hatte ich da in den ersten Wochen nicht so gründlich geharkt. Diese Sämlinge sehen allesamt kräftig und gesund aus, und es sind so viele, dass ich sogar ein paar von ihnen an eine andere Stelle umsetzen kann. Mein Fazit: Künftig werde ich mir merken, wo ich Löwenmäulchen gepflanzt habe und um diese Stellen im Vorfrühling erst mal großzügig drumherum harken. So ziehen sie sich hoffentlich demnächst selber vor und ich erspare mir den Anzuchtfrust.

Muss das sein? Reichen Stauden denn nicht aus, um den Garten bunt zu machen? Nein, nicht wenn man sich so üppig blühende Blumenbeete wünscht wie ich. Stauden können aufgrund ihrer mehrjährigen Lebensspanne nicht den ganzen Sommer durchblühen. Sie teilen sich ihre Energie für verschiedene Zwecke ein – einen Teil zur generativen Vermehrung, einen anderen zur Ausbreitung durch Wachstum und einen weiteren zur Überwinterung. Einjährige Sommerblumen hingegen investieren ihre ganze Kraft in die Produktion möglichst vieler Nachkommen. Daher blühen sie, was das Zeug hält – umso mehr, je öfter man sie durch Ausputzen verwelkter Blütenstände an der Samenbildung hindert. Und diese einjährigen Dauerblüher eignen sich perfekt, um sowohl die Lücken zu füllen, welche die einziehenden Frühblüher im Sommer in den Staudenbeeten hinterlassen, als auch die Blühpausen der Stauden zu überbrücken.

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Iris | 28.05.2010 | 10:08 Uhr | Gewusst wie | 5 Kommentare

Und was blüht sonst so im Mai?

Hier eine Auswahl von Stauden, die neben Rhododendren, Azaleen, Strauchpfingstrose und Polsterstauden derzeit in meinem Maigarten blühen:

Fotocollage: Tränende Herzen, Storchschnabel, Flockenblume, Moossteinbrech, Akeleien

Mein absoluter Liebling im hinteren Garten war während der ersten Maiwochen mein weißes Tränendes Herz. Nicht nur, dass es so viele Blüten trug wie noch nie, die ganze Staude zeigte sich auch in einer perfekten, gleichmäßig kompakten Wuchsform. Doch vor kurzem haben ihm die vielen wundervollen Storchschnabelblüten den ersten Rang abgenommen.

Und meine diesjährige Maifavoritin im Vorgarten ist ebenfalls eine Schönheit in weiß – nämlich diese vor einigen Jahren selbst gezogene Etagenprimel.

Foto: Horst weißer Etagenprimeln

Aufgrund der kühlen Witterung der letzten Zeit sind auch die meisten Hornveilchen in den Töpfen und Beeten immer noch gut in Form – wie beispielsweise diese hier in der Pflanzschale auf dem Gartentisch.

Foto: Bunte Hornveilchenpflanzung mit einem Keramik-Blumenstecker in Schneckenform

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Iris | 25.05.2010 | 14:22 Uhr | Garteneindrücke, Pflanzenportraits | 3 Kommentare

Pfingstrosenherz

Foto: Das Innere einer Pfingstrosenblüte

Mit sechs riesigen Blüten schmückt sich meine Strauchpfingstrose in ihrem dritten Frühling in unserem Garten. Und ich hab mich schon Wochen vor ihrem Aufblühen darauf gefreut, ihnen ins Herz zu schauen.

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Iris | 24.05.2010 | 10:19 Uhr | Pflanzenportraits | 7 Kommentare
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