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Juni 2010

Staudenstars im Junigarten

Foto: Brennende Liebe in voller Blüte

Unter dieser Überschrift muss natürlich zuallererst meine Lieblings-Prachtstaude, die Brennende Liebe (Lychnis chalcedonica) genannt werden. Ursprünglich aus Russland stammend, gehört sie schon seit Langem zu den beliebtesten Bauerngartenstauden im mitteleuropäischen Raum. Diese zur Familie der Nelkengewächse zählende, bis 1 Meter hoch werdende, horstige Pflanze bildet ab Juni mit ihren feuerroten Blüten den unübersehbaren Mittelpunkt meiner Staudenbeete. Zu ihren Vorzügen zählen außer der Leuchtkraft ihre unkomplizierte Kultur, Standfestigkeit und eine lange Blütezeit. Außerdem ist sie kaum krankheitsanfällig und absolut winterhart.
Mich spricht ja gerade das leuchtende Rot der bekanntesten Sorte besonders an, und ihre Nachbarn in unserem Garten sind farblich auch durchaus imstande, neben ihr zu bestehen. Doch auch wer es nicht ganz so auffällig mag, muss auf diese äußerst robuste Zierpflanze nicht verzichten, denn es gibt sie auch weißblühend.

Foto: Mädchenauge 'Early Sunrise' in voller Blüte

Die zweite ausdauernde Sommerblüherin, die ich hier vorstellen will, ist eine diesjährige Neuerwerbung, das Mädchenauge ‘Early Sunrise’ (Coreopsis grandiflora). Auch diese mehrjährige Staude ist wie die Brennende Liebe horstbildend und standfest, wird aber nur etwa 50 cm hoch, was sie zu einer idealen Vordergrundpflanze im Staudenbeet macht. Sie besticht schon in ihrer ersten Saison in unserem Garten durch überreiche Blütenfülle und wächst, im Gegensatz zu meiner anderen Mädchenaugensorte (Coreopsis lanceolata ‘Sterntaler’), außerdem sehr kompakt.

Foto: Rittersporn in voller Blüte

Eine weitere schon von Weitem sichtbare Prachtstaude in meinem großen Staudenbeet ist der blaue Rittersporn (Delphinium), eine der bekanntesten Bauerngartenstauden aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Bei meiner Sorte handelt es sich um eine neue Züchtung namens ‘Magic Fountain’, die sich bislang als sehr gesund und standfest erwies. Weil ich blauen Rittersporn schon seit jeher besonders mag, nehme ich auch in Kauf, dass ich auf seinen Austrieb immer ein wachsames Auge haben muss, da die Pflanze zu den Leibspeisen der Nacktschnecken zählt. In der Anfangszeit unseres Gartens wuchs hier auch noch eine weitere Sorte, eine sehr hohe dunkelblaue Pacific-Hybride, die mir jedoch letztes Jahr ausgewintert ist.

Foto: Steppensalbei in voller Blüte

Im Vordergrund des großen Staudenbeetes begeistern mich derzeit außerdem zwei mittlerweile stattliche Steppensalbei (Salvia nemorosa). Die genaue Sorte ist mir leider nicht bekannt (irgendwann zu Beginn meiner Gärtnerinnenkarriere mal im Baumarkt mitgenommen und zu der Zeit noch nicht auf Sortennamen geachtet). Salbei zählt wie auch der Lavendel ursprünglich eigentlich zu den Gewürz- und Heilkräutern und begnügt sich auch wie er mit mäßig trockenem Boden in voller Sonne. Nicht nur ich habe mich im Laufe der Zeit immer mehr in diese dankbaren und pflegeleichten Pflanzen verliebt, auch die Bienen fliegen massenhaft auf ihn. Ich schätze an ihm besonders seine kompakte Wuchsform und die zuverlässige Nachblüte, welche der ersten an Üppigkeit kaum nachsteht. Besonders schön sieht er übrigens in direkter Nachbarschaft von gelbblühenden Stauden wie Mädchenauge oder Sonnenhut aus. Doch auch als Rosenkavalier wird er von Gärtnern geschätzt.

Foto: Glockenblume Blauranke in voller Blüte

Last but not least soll an dieser Stelle auch mein Lieblings-Bodendecker, die Hängepolster-Glockenblume ‘Blauranke’ (Campanula poscharskyana) nicht fehlen. Mittlerweile schlängeln sich ihre langen, blütenübersäten Ranken an etlichen Stellen durch unseren Garten und lassen dort Wildkräutersamen keinen Raum zum Keimen. Hier bei uns habe ich diese Staude als absolut unverwüstlichen Allrounder erlebt. Egal ob unter Sträuchern, zwischen anderen starkwüchsigen Bodendeckern oder inmitten hoher Prachtstauden – sie schlängelt sich überall durch oder kriecht malerisch an allem hoch, was etwas Halt bietet und erfreut uns bis zum Frosteinbruch mit ihren violettblauen Blütenmassen. Darüber hinaus lässt sie sich problemlos durch Teilung vermehren (meine mittlerweile ca. 20 Exemplare stammen alle von nur zwei Ursprungspflanzen ab) und ist daher ein nahezu perfekter und preiswerter Lückenfüller. Allerdings sollte man das Teilen am besten im Frühling machen, bevor sie ihre langen Ranken entwickelt hat, denn diese sind sehr bruchempfindlich. Zwar ist die sie nicht die einzige Glockenblumenart in unserem Garten (insgesamt sind’s sechs verschiedene), aber mir ist sie mit Abstand die liebste.

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Iris | 30.06.2010 | 16:14 Uhr | Pflanzenportraits | 7 Kommentare

Mein Junigarten 2010

Foto: Terrassenblick in Richtung rechte Gartengrenze

Bevor es heute morgen wieder so richtig hochsommerlich heiß wurde, hab ich mir meine Digicam geschnappt, um vor Monatsende noch schnell ein paar Eindrücke von unserem diesjährigen Junigarten einzufangen.

Foto: Gartenbank mit blühenden Rosen und Brennender Liebe im Vordergrund

Noch vor wenigen Monaten konnte ich mir kaum vorstellen, dass mein Bankplatz zwischen den Rosen je wieder so üppig aussehen könnte. Über diese Wunderkraft des Sommers staune ich immer noch jedes Jahr aufs Neue. Meine Rosen waren nach dem Winter übrigens fast alle bis zum Boden zurückgefroren. Bis auf eine Kletterrose (die allerdings auch längst gegen ein neues Exemplar ausgetauscht ist) haben jedoch alle überlebt und kräftig wieder ausgetrieben.

Foto: Frontansicht vom großen Staudenbeet

Zwar hat das große Staudenbeet seinen Höhepunkt noch nicht erreicht, doch schon jetzt geben die Pflanzen kaum mehr einen Blick auf den Boden frei, und einige ziehen auch bereits mit farbenprächtigen Blüten alle Blicke auf sich.

Blühender dreieckiger Glücksklee neben orangegelben Tagetes und Ringelblumenlaub

Auf meinem Weg zurück unter das schattenspendende Terrassendach fiel mein Blick auf das kleine Terrassenbeet mit dem Oleanderkübel, und ich dachte: “Was für eine außergewöhnlich schöne Farbkombination; die muss ich unbedingt auch noch im Bild festhalten.” Letzten Herbst konnte ich ein paar Knollen dieses dreieckigen Glücksklees (Oxalis triangularis) mit den dunkelpurpurnen Blättern von einer netten Nachbarin abstauben. Da der Klee nicht winterhart ist, setzte ich die Knollen in den Oleanderkübel. So kann ich beide zusammen im Haus überwintern und muss den Oleander nicht jedes Jahr neu unterpflanzen. Den Kübel platziere ich jedes Frühjahr in einem kleinen Beet links vor der Terrasse, wo während der Spätherbst- und Wintermonate immer unser Thermokomposter steht. Um den Kübel herum pflanze ich dann noch ein paar Einjährige. Dieses Jahr hab ich mich für Tagetes patula und Ringelblumen entschieden (die hier auf dem Foto das hellgrüne Laub beisteuern) und finde dieses Arrangement momentan sehr reizvoll.

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Iris | 29.06.2010 | 22:48 Uhr | Garteneindrücke | 4 Kommentare

Eine Wespe. Aber welche?

Foto: Wespenbienenmakro

Ich finde sie sehr hübsch. Doch ich kann sie keiner Wespenart eindeutig zuordnen. Ich finde, die diversen Faltenwespen sehen sich untereinander teilweise sehr ähnlich.

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Nachtrag:
Hmm, ich glaube gerade eine Erklärung dafür gefunden zu haben, dass ich mein Exemplar unter den Web-Wespen nicht ausmachen konnte. Könnte es vielleicht sein, dass es sich hier um eine Wespenbiene handelt?

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Iris | 21.06.2010 | 13:04 Uhr | Tiere im Garten | 4 Kommentare
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