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Juli 2010

Im Blumenmeer von Schloss Ippenburg

Foto: Rückansicht von Schloss Ippenburg mit Blumenbeeten im Vordergrund

Anfang letzter Woche unternahmen mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich einen Ausflug zum Schloss Ippenburg in Bad Essen/Lockhausen, dessen Parkanlagen in diesem Jahr einen Großteil der niedersächsischen Landesgartenschau beherbergen. Die Grünanlagen dieses märchenhaften neugotischen Schlosses sind m.E. als Kulisse für eine derartige Veranstaltung perfekt geeignet, da die gegenwärtige Schlossherrin, Viktoria Freifrau von dem Bussche, eine begeisterte Hobbygärtnerin ist; seit Jahren verwandelt sie den Schlosspark mit selbst gezogenen Stauden in ein Blumenmeer und veranstaltet bereits seit 1998 dort regelmäßig Gartenfestivals.

Foto: Pavillon im 'FLORA-Garten'

Ausgerechnet an dem Tag hatten wir jedoch kein sehr gutes Fotowetter (der blaue Himmel fehlte). Daher können meine mitgebrachten Erinnerungsbilder leider nicht annähernd die Schönheit der Ippenburg und die üppige Blumenpracht wiedergeben, die wir dort bewundern durften. Ich hoffe aber, dass ich Euch damit trotzdem ein wenig neugierig machen kann, auf eine der gelungensten Gartenausstellungen, die wir bis dato gesehen haben.

Foto: Ausschnitt aus dem Küchengarten

Auf dem weitläufigen Gelände fanden 60 Schaugärten ganz unterschiedlicher Gartenstile Platz. Zunächst besichtigten wir die bereits gut eingewachsenen Küchen-, Rosen- und Staudengärten der Schlossherrin. Anschließend erkundeten wir die von einem Wassergraben umgrenzten Heckenkabinette, mit den phantasievollen Gestaltungsideen der diversen Gartenschau-Aussteller.

Foto: Mischpflanzung aus Zierlauch, Einjährigen und Stauden in Lila, Pupur und Zinnoberrot

Besonders beeindruckend fand ich die z.T. ausgefallenen, aber dennoch harmonischen Pflanzenarrangements in den Stauden- und Gemüsebeeten, bei denen insbesondere auch das Zusammenwirken verschiedener Laubfarben und -strukturen berücksichtigt wurde. Nachahmenswert!

Foto: Ausschnitt aus dem Garten 'Den lille Havrue - Die kleine Meerjungfrau'

Außerdem positiv aufgefallen: Den Hitzestress der vergangenen Wochen sieht man den Pflanzungen kaum an – selbst den besonders durstigen Exponaten nicht. Das Gesamtbild zeugt von sorgfältiger Planung und Pflege. Mich würde ja mal interessieren, wie viele aufmerksame Gärtnerblicke und fleißige -hände wohl nötig sind, um sämtliche Anlagen während der heißen Sommermonate frisch und vital zu halten.

Foto: Ausschnitt aus dem Garten 'Sounds of Chelsea'

Von einer Aussichtsplattform aus konnte ich mir diesen kleinen aber feinen Präriegarten von oben anschauen. Im Gegensatz zu meinem Lieblingsgärtnergehilfen fand ich diese Komposition von Stauden und Gräsern besonders ansprechend und gartentauglich. Jedoch hab ich ihm gegenüber auch den Vorteil, dass ich mir diese Beete eingewachsen vorstellen kann. Und ein gelungener Staudengarten braucht nun mal seine Zeit.

Foto: Blumenbeet aus dem Garten 'Bluetenbluehen'

Mit solchen kunstvoll arrangierten Blütenornamenten aus einjährigen Sommerblumen kann man meinen Lieblingsgärtnergehilfen schon eher beeindrucken. Doch obwohl ich so was natürlich ebenfalls reizvoll finde, hab ich eben auch die Kurzlebigkeit derartiger Pflanzungen im Hinterkopf und würde daher Staudenbeete im eigenen Garten vorziehen.

Foto: Ausschnitt aus 'Bluetenberts_Bluetenreich'

Dieses Arrangement aus alten Bauernwagen, inmitten verschwenderisch bepflanzter, kunterbunter Blumenbeete, stach uns schon von Weitem ins Auge. Landlust pur strahlt es aus.

Foto: Großer Blumenwagen aus 'Bluetenberts_Bluetenreich'

Einerseits schießt einem bei dem Anblick ja schon unwillkürlich der Gedanke durch den Kopf: „So ein Bauernwagen im eigenen Garten, das wär’s!“ Andererseits will ich mir gar nicht ausmalen, wie viel Wasser pro Woche ich bei den jetzigen Temperaturen allein für diesen Wagen bräuchte, um die Pracht zu erhalten. Und aus der Perspektive gefällt’s mir dann doch besser, so was in Gärten zu bewundern, die ich nicht pflegen muss ;o).

Foto: 'Himmelsgarten'

Direkt neben dem bäuerlich-ländlichen Idyll gab’s dann noch dieses imposante Natursteinbauwerk zu bestaunen, eine begehbare Kräuterspirale im XXL-Format.

Theoretisch könnte ich hier jetzt noch eine Weile weitermachen mit Beschreibungen sehenswerter Gartenideen auf Schloss Ippenburg. Doch erstens werden, wie gesagt, nicht alle meine Fotos den Originalschauplätzen gerecht; zweitens sollte dieses Blogposting hier ja nur ein Appetithäppchen werden. Sattsehen müsst Ihr Euch schon vor Ort ;o).

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Iris | 17.07.2010 | 23:36 Uhr | Öffentliche Gärten | 8 Kommentare

Meine schönsten Clematis

Foto: Blütenmakro 'Multi Blue'

Die Clematis-Hybride ‘Multi Blue’ ( ca. 150 – 350 cm hohe Mutation der Sorte ‘The President’) gehört zu den allerersten Clematis, die ich mir in den Garten geholt habe. Sie ist die robusteste und blühfreudigste von allen meinen Sorten. Das macht sie meiner Meinung nach zu einer idealen Anfängersorte, weil die Wahrscheinlichkeit, von ihr enttäuscht zu werden, ziemlich gering ist.

Foto: Blühende 'Multi Blue' am Obelisken

Bei mir bedeckt sie jedes Jahr binnen weniger Wochen einen der beiden Eisenobelisken vor unserer Terrasse komplett mit ihren unzähligen violettblauen Blüten und sattgrünem, relativ großblättrigem Laub (in der prallen Sonne übrigens, lediglich ihr Fuß ist durch Stauden beschattet). Besonderheit: Für Clematis ungewöhnlich, bringt sie zweimal pro Saison gefüllte Blüten hervor.

Foto: Makroaufnahme von dunkelroten Clematis-Blüten

Den zweiten Eisenobelisken daneben berankt diese dunkelrote, großblumige Schönheit. Leider weiß ich aber von ihr den Sortennamen nicht, weil mir das Etikett dereinst verlorenging. Erscheinungsbild, Größe und Blütezeit nach könnte es sich um die Clematis-Hybride ‘Niobe’ handeln (150-180 cm). Auch sie zeigte sich dem vollsonnigen Standort bislang gut gewachsen, steht der ‘Multi Blue’ in puncto Wüchsigkeit nicht nach und blüht wie sie zweimal pro Saison üppig und ausdauernd.

Foto: Blütenmakro 'Parisienne'

Erst letztes Jahr im Frühjahr gepflanzt, zeigt sich die mehrfachblühende Clematis-Hybride ‘Parisienne’ in ihrer zweiten Saison in unserem Garten bereits überraschend wuchs- und blühfreudig. Es handelt sich bei ihr um eine relativ neue Sorte des Züchters Raymond Evison, die sehr kompakt wächst, nur etwa 120 cm hoch wird und sich daher auch hervorragend als Kübelpflanze eignet.

Foto: Am Ständer einer Vogeltränke rankende 'Parisienne'

Vom Ständer der Vogeltränke, an dem ich sie emporranken ließ, ist mittlerweile nichts mehr zu sehen. Im Team mit der hinter ihr wachsenden Hortensie ‘Endless Summer’ hat sie diesen zuvor unscheinbaren Platz am Zaun in eine der Gartenecken verwandelt, die meinem Lieblingsgärtnergehilfen und mir nun ganz besonders gefallen.

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Iris | 08.07.2010 | 16:26 Uhr | Pflanzenportraits | 3 Kommentare

Rosenportrait ‘Aloha’

Foto1: Blühende 'Aloha'

Lasst Euch von ihren schönen Blüten nicht täuschen! Die Kletterrose ‘Aloha’ kann ich leider nicht empfehlen, denn im Hinblick auf meine Rosenpräferenzen war sie ein glatter Fehlkauf. Und das Ärgerlichste daran ist, dass ich sie (als einzige meiner Rosen) auch noch in zweifacher Ausführung gepflanzt habe – nämlich zu beiden Seiten an die Sichtschutzzäune unserer Terrasse. Zwar hat sie die Zäune schnell mit ihrem gesunden dunkelgrünen Laub berankt, aber eine Rose setzt man ja normalerweise nicht als Blattschmuckpflanze ein. Für eine Kletterrose blüht sie jedoch im Vergleich zu meinen anderen Kletterrosen eher spärlich, obwohl sie vom Züchter als reichblütig beschrieben wird, und ihre (zugegeben spektakulären) Blüten welken wie im Zeitraffer. Bei großer Hitze halten sie nicht mal einen Tag und lassen ihre Blütenblätter dann auch sofort fallen, sodass ich während der Blütezeit ständig die Terrasse unter ihr fegen muss.

Foto2: Blühende 'Aloha'

Abschließend auch hier wieder ein paar allgemeine Informationen:
Die ‘Aloha’ ist ein Klettermaxe der Rosenzüchtung Kordes. Sie wächst starktriebig und rasch auf eine Höhe von etwa 2,50 Meter, ist mit kräftigen Stacheln bewehrt und gilt als außerordentlich SRT- und mehltauresistent. Ihre stark gefüllten, zwischen Apricot, Orange und Rosarot changierenden Blüten erscheinen mehrfach und verströmen einen leicht fruchtigen Duft.

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Iris | 07.07.2010 | 14:18 Uhr | Pflanzenportraits | 2 Kommentare
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