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Oktoberimpressionen

Kalt und neblig ist es draußen zur Zeit. Seit etwa einer Woche bewegen sich die Temperaturen morgens bei uns nur noch im unteren einstelligen Bereich und man muss davon ausgehen, dass sich bald auch hier schon die ersten Nachtfröste einstellen – wie letztes Jahr eigentlich viel zu früh für unsere Gegend. Was ist aus der Klimaerwärmung geworden?

Foto: Herbstlich bepflanztes Körbchen mit Keramikeule auf dem Gartenschrank

An den Nachmittagen waren uns allerdings letztens noch etliche sonnige Stunden vergönnt. Und gestern verlockte mich die Herbsonne dazu, mit der Digicam noch mal ein paar Eindrücke aus unserem diesjährigen Oktobergarten einzufangen.

Foto: Mittelrondell mit gedrehtem Weißregenstämmchen und Tagetes vor tiefblauem Himmel

Weil ich auch dem diesjährigen Herbst nicht über den Weg traute, begann ich heuer schon ziemlich zeitig damit, in den Staudenbeeten ein letztes Mal aufzuräumen. Wenn die Kälte eisig wird, hab ich nämlich wenig Lust dazu, noch großartig in der Erde rumzubuddeln. Anfang letzter Woche schnitt ich die unansehnlich gewordenen, abgeblühten Stauden und Einjährigen herunter, harkte den Boden und breitete anschließend den gehäckselten Staudenschnitt als Wintermulch wieder darauf aus. Einen Teil der Tagetes lasse ich allerdings noch stehen, bis der Frost sie erschlaffen lässt, damit ihre leuchtenden Farben nicht allzu abrupt aus den Beeten verschwinden. Außerdem finde ich, ihre Rot-, Orange- und Gelbtöne harmonieren auch ganz gut mit der Herbstfärbung der Gehölze.

Foto: In der Sonne leuchtendes Lampenputzergras mit blühender rosaroter Fetthenne und Ziersalbei im Vordergrund

Mein Pampasgras hat mir leider in diesem Jahr die Blüte versagt. Es wird am letzten strengen Winter gelegen haben, in dem es doch einiges seiner ‘Haarpracht’ einbüßen musste. Wie zur Entschädigung zeigen sich meine Lampenputzergräser dieses Jahr jedoch erstaunlicherweise in Bestform und begeistern mich immer wieder aufs Neue mit ihren zahlreichen weichen Puschelähren. Wie sie in der Herbstsonne leuchten – einfach herrlich! Aus den Gärten meiner Kindheit kannte ich die Kombination gar nicht, doch mittlerweile würde mir im Staudengarten ohne die Gräser etwas Wesentliches fehlen.

Foto: Leuchtende Lampenputzerähren am Rindenmulchweg neben rostroten und organgenen Tagetes sowie panaschiertem Goldfelberich im Vordergrund

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Iris | 14.10.2010 | 12:08 Uhr | Garteneindrücke, Pflanzenportraits

11 Kommentare

  1. Hallo Iris!
    Deine Gräser-Kombis sehen wirklich super aus.
    Ich habe bisher nur Miscanthus im Topf versucht, aber die sind erfroren.
    Ich könnte höchstens noch ganz schmale Gräser in meinem Mikrogarten unterbringen – und selbst das wird schwierig, schade.
    Viele Grüße
    Elke

    Kommentar von Elke am 14.10.2010 um 13:07
  2. @Elke:
    Nun ja, auch wir haben, wie Du weißt, ja hier bisher nur einen ‘Mikrogarten’, aber wir haben keinen Rasen mehr. Du würdest staunen, wie viel Platz ich seither für abwechslungsreichere und pflegeleichtere Zierpflanzen dazugewonnen habe ;o).

    Kommentar von Iris am 14.10.2010 um 13:38
  3. Oh, deine Tagetes sehen schön aus!!

    Noch scheint bei uns die Sonne und es blüht auch noch ganz schön, so daß ich mich momentan noch weigere, den Garten winterfest zu machen. Das wird sich dann irgendwann rächen, wenn ich mit eisigen Fingern werkeln darf.

    Kommentar von Llewella am 14.10.2010 um 13:41
  4. @Llewella:
    Danke schön, sind alle selbst gezogen. Ja, hier schien in der letzten Woche auch noch oft die Sonne, doch sie wärmt kaum noch…

    Kommentar von Iris am 14.10.2010 um 13:53
  5. Hallo Iris,
    das sieht doch noch wunderbar aus bei dir. Lass doch einfach die Stauden stehen, die nicht wirklich unansehnlich werden. Das macht sich im Winter nochmal gut, wenn sie bereift sind.
    Lieben Gruß
    Elke (MainZauber)

    Kommentar von Elke am 14.10.2010 um 19:21
  6. @Elke:
    Na das hab ich doch gemacht. Was Du hier siehst, war auch nach dem Aufräumen noch da. Gestern war ich doch längst fertig damit.

    Kommentar von Iris am 14.10.2010 um 19:34
  7. Hallo Iris, Danke für den Goldenen Oktober.
    Auch bei uns ist es schon recht kalt geworden und der Nebel lässt sich fast nicht mehr vertreiben. Und am Wochenende soll es regnen…
    Liebe Grüße
    Rolf

    Kommentar von Rolf am 14.10.2010 um 20:00
  8. Hallo Iris,
    wir haben die Versuche mit Pampasgras aufgeben müssen. Bei uns ist der Boden zu schwer. Aber andere Gräser gedeihen recht ordentlich.Da wir den Garten am Haus haben lassen wir die noch blühenden Blumen immer stehen, bis der Frost alles dahingerafft hat. Erst dann wird alles “Winterfest gemacht. Wenn ich deine Bilder sehe, sehe ich zum Teil unseren Garten.
    Gruß
    Lutz

    Kommentar von Lutz am 16.10.2010 um 11:51
  9. Es wäre ja auch jammerschade gewesen, diese herrlichen Tagetes zu entfernen; sie blühen ja noch ganz prachtvoll. Überhaupt: die Natur scheint sich nicht verabschieden zu können. Bei mir blüht auch noch einiges und ich werde dann bitter dafür bezahlen müssen – wie du schriebst: im Kalten werkeln.

    Kommentar von Ingrid am 17.10.2010 um 17:28
  10. Schöne Bilder, ganz besonders die Gräser-Puschel!
    Übrigens: Klimaerwärmung heißt nicht, dass es einfach kontinuierlich wärmer wird. Erst mal gibt es eine Übergangsphase, in der das Wetter/Klima verrückt spielt. Und das scheint mir in den letzten Jahren auch so zu sein.
    Liebe Grüße, Margit

    Kommentar von Margit am 20.10.2010 um 13:38
  11. Hallo Iris,

    beim Stöbern im Netz habe ich auf Deinen schönen Blog gefunden. Die Oktoberimpressionen sind wirklich wunderschön, ich versuche noch etwas in den November mitzunehmen. :)

    Herzliche Grüße

    Kommentar von Andreas am 08.11.2010 um 00:22

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