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Bau eines Natursteinweges für den Rosengarten

Und weiter geht’s mit den Berichten aus unserem Neubaugarten:
Während der letzten zwei Wochen war ich die meiste Zeit mit dem Bau eines Natursteinweges für unseren künftigen Rosengarten beschäftigt. Gemacht hatte ich so was zwar vorher noch nie, aber einmal ist schließlich für alles das erste Mal ;o).

Ich begann meine neue Aufgabe mit der Anlage eines ordentlichen Wegebetts. Dazu markierte ich mir zunächst mittels Tonkinstäben und Gartenschnur die geplante Wegführung. Anschließend hob ich spatentief die Erde aus meinem Weg aus und stampfte den Grund darunter ordentlich fest. Um ein späteres Auflaufen unerwünschter Wurzelunkräuter zu verhindern, legte ich die Gräben noch mit Unkrautvlies aus. Aufgefüllt wurde das Ganze dann mit etwa 20 cm Schotter, der ebenfalls wieder verdichtet wurde. Obendrauf kam noch eine ca. 5 cm hohe Sandschicht, die ich mit einem Holzbrett zu einer planen Oberfläche glattstrich. Und fertig war meine Puzzlefläche.
Fotos: Die ersten Natursteine im Sandbett
In den folgenden Tagen erfuhr ich zwei Dinge über mich: Erstens, dass Puzzeln wohl niemals zu meinen bevorzugten Hobbys zählen wird; zweitens machten mir allabendlich quälende Hand- und Kreuzschmerzen bewusst, dass ich so was niemals beruflich machen könnte. Das Einklopfen der Steine in das Wegebett ist echt ein Knochenjob, der auf Dauer über meine Kräfte ginge.
Fotos: Einfegen der Fugen
Nachdem ich endlich alle Teile meines Steinpuzzles gefunden und verlegt hatte, ging es ans Verfugen. Dazu vermengte ich Pflanzerde und Sand zu gleichen Teilen und fegte und schwemmte das Gemisch mehrmals hintereinander in die Fugen ein, bis alle Lücken gefüllt waren.
Fotos: Sternmoos in Pflasterfugen
Falls sich jetzt jemand fragen sollte, wieso ich Pflanzerde unter den Fugensand mischte, hier die Erklärung: Da ich von vornherein keine Hoffnung darauf verschwendete, dass meine Pflasterfugen lange ‘jungfräulich’, sprich bewuchsfrei bleiben würden, wollte ich zumindest selbst beeinflussen, welche Pflanzen sich in den Fugen breitmachen. Meine Wahl fiel auf das heimische Pfriemen-Mastkraut (Sagina subulata), auch als Sternmoos gehandelt – was irreführend ist, da es sich erstens nicht um ein Moos handelt und es zweitens ein echtes Moos gleichen Namens gibt. Es bleibt sehr flach und gilt als trittfest. Außerdem ist es immergrün und soll auch recht frosthart und robust sein. Doch es entwickelt sich nicht besonders gut in purem Sand.
Fotos: Der fertige Natursteinweg
Und so sieht nun das vorläufige Ergebnis aus. Der linke Weg führt übrigens zu einem Rundbeet, in dessen Zentrum bei unserem Einzug ein Terracotta-Putto auf einer Terracotta-Säule Platz nehmen wird, der rechte geht in einen Rindenmulch-Weg über, der durch unseren kleinen Waldgarten führt, und der mittlere führt geradewegs zum Plateau, auf dem unser Rosenpavillon aufgebaut wird. Rechts und links entlang der Wege werden später die Rankgitter mit meinen Beetrosen platziert.

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Iris | 05.08.2011 | 22:12 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie

14 Kommentare

  1. Hallo Iris,

    nachdem ich ohnehin ein großer Freund natürlich angelegter Gärten bin, gefällt mir Dein aufwendig und liebevoll verlegter Natursteinweg ja mal so richtig gut! Ich glaube Dir sofort aufs Wort, wieviel Arbeit der Weg gewesen sein muss, aber es hat sich ja mal wirklich gelohnt, wenn ich die Bilder so ansehe! Wäre unser Garten ein wenig größer, so würde mir solch eine Beetgestaltung auch gleich vor die Tür kommen … .

    Auch auf diesem Weg noch ein herzliches Dankeschön für die Link-Empfehlung auf meine Seite … – habe mich riesig gefreut, als ich dies entdeckt habe und muss auch wirklich zugeben, dass Dein Blog eine tolle Bereicherung in der Gartenszene ist und mit viel Liebe gestaltet wurde.

    Vielen Dank und herzliche Grüße aus dem Allgäu – das leider dieses Jahr mit kräftigstem Hagel zugeschüttet wurde und dem Hobbygärtner so manche Freude im Garten genommen hat – aber wir pflegen das Grünzeug wieder gesund ;).

    Liebe Grüße
    Tamara

    Kommentar von Tamara am 05.08.2011 um 23:13
  2. Hallo und herzlich Willkommen Tamara,
    vielen Dank für Deinen netten Kommentar. Freut mich, dass Dir mein Natursteinweg und das Lebensglück-Garten-Blog gefallen.

    Zur Link-Empfehlung: Keine Ursache. Ich habe ja zu danken für Deine schönen und informativen Seiten (was ich in Form des Links zum Ausdruck brachte ;o).

    Kommentar von Iris am 06.08.2011 um 22:16
  3. Was für eine Arbeit! Aber die hat sich wirklich gelohnt. Schon jetzt kann man es mit etwas Phantasie wachsen, grünen und blühen sehen! Dein Weg sieht wirklich toll aus!

    Kommentar von Bille am 06.08.2011 um 23:31
  4. Wirklich schön, deine Wege. Und ein Haufen Arbeit. Aber man kann sich jetzt schon sehr gut vorstellen, was einmal wo stehen wird, danke für die ausführliche Schilderung!

    Kommentar von Llewella am 07.08.2011 um 14:13
  5. Iris, da geht es dir wie mir, Puzzeln ist wirklich nervend – ich mache es nicht gern, auch wenn die Trockenmauer nachher schön aussieht. Dein Gartenweg/Wege ist sehr gelungen, Natursteine sind immer schön – und fügen sich gut in den Garten ein! Du kannst dich sehr glücklich schätzen, etwas Neues anlegen zu können, das kann man nicht, wenn man einen fertigen Garten hat, da ist alles Neue immer Flickwerk!

    Viel Erfolg weiterhin.

    Sigrun

    Kommentar von Sigrun am 09.08.2011 um 07:59
  6. Hallo Iris,
    dass Dir abends die Hände und Knochen weh tun, ist klar, aber dafür wirst Du sicherlich auch lange Freude an Deinen Wegen haben. Und selbst gemacht ist doch schöner als selbst in Auftrag zu gegeben!
    Das stelle ich noch nach Jahren fest, auch wenn der Garten meiner Mutter, mein weißer Vorgarten und auch unser Garten in Hannover in die Jahre gekommen sind, und alle zumindest teilweise überarbeitet werden müssten. Aber auch wenn ich solche Arbeiten jetzt bestimmt nicht mehr so gut verkrafte wie noch vor 10 oder 15 Jahren, so ist sich ein Stück Garten erarbeiten doch etwas ganz Besonderes.
    Deine Fotos sehen jedenfalls sehr vielversprechend aus!
    Dann wünsche ich Dir jetzt mal einen starken Rücken für die Umsetzung Deiner Gartenpläne ;-)
    Liebe Grüße
    Silke

    Kommentar von SchneiderHein am 09.08.2011 um 16:54
  7. Schön, wenn die Fugen von Pflanzen eingenommen werden können.
    Das ist auch toll für Sandbienen und andere Wildbienen.
    VG
    Elke

    Kommentar von Elke am 11.08.2011 um 15:14
  8. Als erstes muss ich sagen: Wahnsinn! Wieviel Arbeit und wie planvoll alles – was mir besonders imponiert und mich auch für meinen Garten motiviert. Mr April interessiert sich kein bisschen für Blogs, aber er hat neulich schon nach ‘dir’ gefragt und jetzt kam er gleich gucken. ‘Fachmännisch gemacht’, sagte er. Und ich finde es einfach nur schön, die geschwungene Wegeführung, das Natürliche. Ich weiß jetzt schon, euer Garten wird ein Paradies werden.

    Kommentar von Ingrid am 11.08.2011 um 20:54
  9. @Ingrid:
    Ohne Plan wär ich auf dem Grundstück aufgeschmissen. Außerdem haben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich keine Zeit mehr für trial and error, wenn wir unseren Traumgarten noch erleben wollen ;o). ‘Fachmännisch’, so so. Ich muss zugeben, ich fühle mich geschmeichelt, so etwas vom Erbauer Deines Gartenhauses für die Ewigkeit zu lesen ;o).

    Kommentar von Iris am 11.08.2011 um 23:41
  10. Das ‘noch erleben wollen’, das steckt auch in meinem Hinterkopf. Wir haben ja noch viel weniger Zeit und einiges muss man einfach als unabänderlich hinnehmen. Aber gerade das betrachte ich als Herausforderung: hier und da was ändern und verschönern. Eine Neuanlage ist da was ganz anderes, eine Riesenaufgabe.

    Kommentar von Ingrid am 12.08.2011 um 16:42
  11. Wunderschön, Kompliment! Ich weiß, wie anstrengend das Verlegen von Platten im Garten ist. Unsere Wege habe auch alle ich angelegt…
    Dass du die Fugen besiedelst, finde ich toll!
    Liebe Grüße, Margit

    Kommentar von Margit am 12.09.2011 um 18:42
  12. Das is wirklich schön geworden. Gerade weil die Wege sich so teilen, sieht das offener und freundlicher aus;) Es wird auch bestimmt noch besser aussehen wenn alles wächst und blüt!

    Liebe grüße da lass =)

    Kommentar von Danny am 05.10.2011 um 16:01
  13. Der Natursteinweg ist ein Traum – so einen schönen Untergrund haben wir nicht gemacht, doch trotzdem ist er was geworden. Habe im vorderen Garten auch dieses Moos eingesetzt und im hinteren Garten war es plötzlich von selber da – allerdings auch alles was sich sonst so von selber dazugesellt – Löwenzahn und Co. (das wird allerdings immer regelmäßig ausgezupft, grins…)LG Christina

    Kommentar von Christina am 07.10.2011 um 20:45
  14. wow – bin beeindruckt! Toller Weg und super Idee!
    Bis bald mal wieder und viele Grüße von Renate

    Kommentar von Renate am 21.10.2011 um 17:18

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