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Gewusst wie

Spätwinter 2013

Foto: Heidegarten mit aus dem tauenden Schnee auftauchenden Heidepflanzen
Noch ist Winter hier. Aber ich glaube, der Frühling lässt nun nicht mehr allzu lange auf sich warten. Die Tage werden heller und die Temperaturen allmählich milder. Zwar hat es in den letzten zwei Wochen auch immer mal wieder geschneit, doch Tageshöchstwerte über Null sorgen immer öfter dafür, dass der Schnee zwischendurch wegschmilzt.
Foto: Blick aus dem Gehölzgarten Richtung Heidegarten
Obwohl der Spätwinter eigentlich die Jahreszeit ist, die mir am wenigsten gefällt, kann ich sogar ihm hier in unserem neuen Garten an manchen Tagen einiges abgewinnen. Ich mag es zum Beispiel, wenn die Heidepflanzen vor dem Wohnzimmerfenster immer mal wieder aus dem Schnee auftauchen und freue mich schon sehr darauf, wenn demnächst überall dazwischen die ersten Frühlingsblüher erscheinen.

Auch meine Lust aufs Gärtnern hat sich inzwischen zurückgemeldet. Die Samentütchen für die Gemüseanzucht sind bereits gekauft, und der grobe Pflanzplan für die Bauerngartenbeete steht. Da dies meine erste Saison als Nutzgärtnerin wird und ich die Planung der Fruchtfolge unter Berücksichtigung verträglicher Pflanzpartner ziemlich kompliziert finde, habe ich mir dabei etwas Hilfestellung von einem Online-Gemüseplaner geben lassen.

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Iris | 07.02.2013 | 09:37 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 7 Kommentare

Winteraspekt

So lautet der unter professionellen Gartengestaltern gebräuchliche Fachbegriff für das Erscheinungsbild eines Gartens in der kalten Jahreszeit. Obwohl Gärten natürlich während der Vegetationszeit der Pflanzen am üppigsten aussehen, müssen sie auch im Winter nicht unbedingt öde und reizlos sein.

Da mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich uns auch im Winter bei schönem Wetter gern draußen aufhalten und uns außerdem einen ganzjährig schönen Ausblick aus unserem Wohnzimmerfenster wünschten, hab ich bei der Planung unseres Traumgartens gleich von Anfang auf reizvolle Blickpunkte für jede Jahreszeit geachtet. Auch bei der Vorgartengestaltung hab ich besonders auf eine ganzjährig attraktive Bepflanzung sowie zusätzliche bauliche Maßnahmen zur Strukturierung Wert gelegt. Nun will ich hier für Euch mal stichpunktartig aufzählen, welche Mittel ich einsetzte, um unseren Garten zu unserem ganz persönlichen Winterwunderland zu machen:

  • Geländemodellierungen (Böschungen, Hügel, Plateaus, Plätze, Wege). Unebene Landschaften sehen m.E. schneebedeckt allemal interessanter aus als ebene.
  • Gartenhaus (gestrichen in einer Farbkombination, die uns sowohl im Grünen als auch im Winter gut gefällt), Gewächshaus.
  • Rankpavillon, Rosenbogen, Obelisken und Rosenschirm im Rosengarten.
  • Laternen (ein schneebedeckter Wintergarten sieht in warmes Licht getaucht gleich doppelt märchenhaft aus).
  • Aufgeschütteter Steingarten, eingefasst durch eine Trockenmauer aus Muschelkalksteinen.
  • Zwei Säulengabionen, gefüllt mit Muschelkalksteinen und mit Efeu oder Clematis berankt.
  • Zwei Bruchsteintreppen aus demselben Stein.
  • Muschelkalk-Trockenmauer zur Einfriedung des Vorgartens und eine weitere, kleinere zur Terrassierung desselben.
  • Steinpyramide aus Muschelkalksteinen im Vorgarten.
  • Großer Findling im Heidegarten.
  • Staketenzaun zur Einfassung des Gemüsegartens.
  • Zahlreiche Blütensträucher, u.a. eine gemischte Strauchhecke zur Grundstückseinfassung. Zwar sind die meisten unserer Sträucher im Winter unbelaubt, doch auch dichtes Geäst sieht schneebedeckt sehr malerisch aus. Außerdem tragen einige Sträucher langhaftende Beeren oder fallen durch farbige Rinde ins Auge (gelber und roter Hartriegel, Besenginster sowie Ranunkelstrauch). Manche tragen sogar bei günstigen Wetterbedingungen schon im Spätwinter oder Vorfrühling Blütenschmuck (Winterkirsche, Hasel, Winterschneeball, Zaubernuss, Winterjasmin, Kornelkirsche).
  • Etliche sommergrüne Bäume und Großsträucher. Große Bäume und Sträucher verleihen dem winterlichen Garten auch Struktur, wenn sie keine Blätter tragen. Manche – wie z.B. Trauerbirke oder Korkenzieherhasel – haben durch ihre Wuchsform ohne Laub sogar einen ganz besonderen Reiz.
  • Rotbuchenlaube und Hainbuchenhecke (zwar sind beide sommergrün, doch sie behalten einen Teil des trockenen Laubes bis zum Neuaustrieb).
  • Immergrüne Sträucher und Hecken sowie ein immergrüner Baum (Zuckerhutfichte, Eskimo-Schneeball, Strauchefeu, Buchs, Heckenmyrte, Kriechspindel, Eiben, Feuerdorn, Mahonien, Ilex, Rhododendron).
  • Wintergrüne Stauden, Gräser und Halbsträucher – vor allem im Steingarten (alpine Polsterstauden), im Gehölzgarten zur Unterpflanzung der Großsträucher und als Bodendecker unter der Strauchhecke (Balkan-Storchschabel, Bergenien, Heuchera, Golderdbeere, Lavendel, Goldnessel, Christrosen, Hängeposterglockenblume, Günsel, Japansegge, Ysander, Türkenmohn u.v.m.).
  • Heidegarten (ungefähr zur Hälfte bepflanzt mit frühblühender Winterheide) direkt vor der Terrasse.
  • Sommergrüne Stauden und Gräser mit attraktiver, standhafter Form und Fruchtständen auch im Winter (Lampenputzergräser, Reitgräser, Agastache rugosa, Sonnenhüte, hohe Fetthennen).
  • Eichhörnchen- und Vogelfutterhäuser, Wildbienenstand, Meisenknödelhalter, Sonnenuhr, Rankstäbe, Totholz (Deko-Äste im Heidegarten).

Wie Ihr seht, hab ich so ziemlich alle Register gezogen, um für unser Winterparadies vorzusorgen. Doch vielleicht liefert mein Maßnahmenkatalog für einen ansprechenden Winteraspekt hier ja auch dem einen oder anderen Blogleser noch ein paar Anregungen, um den eigenen Garten für die kommenden Winter ein bisschen “aufzumotzen”. Nicht vergessen: Auch ein schöner Wintergarten wird vornehmlich im Frühling gepflanzt. ;o) Und wenn wer noch weitere Ideen zum Thema hat – immer heraus damit.

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Iris | 14.01.2013 | 16:57 Uhr | Gewusst wie | 12 Kommentare

Vom Brachland zum Landhausgarten VII – Steingarten

Zwar sind wir immer noch ziemlich beschäftigt damit, uns nach unserem Einzug im neuen Haus wohnlich einzurichten, doch ich will hier nicht noch einen Monat verstreichen lassen, ohne Euch von den Fortschritten im Garten zu berichten. Viel ist in den letzten Wochen darin zwar nicht passiert, weil wir wie gesagt vorrangig mit den Feinarbeiten im Haus zu tun hatten, aber ein bisschen was Neues gibt’s doch zu sehen. In meinem heutigen Bericht soll es vor allem um unseren Steingarten gehen, dessen Anlage nun endlich vollendet ist.
Vorher will ich Euch aber noch eben unseren derzeit romantischsten Sitzplatz zeigen – die völlig eingewachsene Gartenschaukel im Bauernstaudenbeet.
Foto: Holzschaukel im Bauerngartenbeet
Jetzt aber gleich weiter zum Steingarten.
Foto: Bruchsteinmauer vor rotem Gartenhaus
Wie Ihr seht, hab ich es endlich geschafft, die untere Aufschüttung vollständig zu „besteinen“ und die eingebauten Pflanzlöcher mit meinen selbst gezogenen Steingartenpflanzen zu bestücken. Was lange währt, wird endlich gut. :o)
Foto: Steingarten vom Weg bergauf fotografiert
Auf dem Foto oben scheint es zwar, als wären die Steinterrassen durchgehend, aber auf dem folgenden kann man schon erkennen, dass von rechts noch ein Weg zum Teich führt.
Foto: Obere Aufschüttung im Steingarten mit Teich im Vordergrund
Und in umgekehrter Richtung führt er zum gegenüberliegenden, gerade erst frisch bepflanzten Präriestaudenbeet. Das wiederum konnte ich erst jetzt anlegen, weil wir dort zuvor die Steine zum Aufbau des Steingartens gelagert hatten. Ehe ich da die Ableger von meinen hohen Sonnenanbeterinnen einpflanzen konnte (u.a. Sonnenbräute, Sonnenhüte, Brennende Liebe, Taglilien, Hohe Fetthennen, Wiesenmargeriten, Türkenmohn, Duftnesseln und natürlich Gräser), mussten wir allerdings den verdichteten Boden erst mal gründlich fräsen und umgraben.
Foto: Blick vom Steingarten aufs Präriestaudenbeet mit Wildbienenhaus
Das kleine Häuschen auf Stelzen, das man auf einigen Fotos im Präriestaudenbeet sieht, soll übrigens ein Wildbienenstand werden. Das zeig ich Euch dann noch mal genauer, wenn es fertig eingerichtet ist. Vorerst war’s das an dieser Stelle aber erst mal wieder von mir. Auf den nächsten Bericht aus unserem Traumgarten lass ich Euch aber dieses Mal nicht so lange warten – versprochen!

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Iris | 29.08.2012 | 13:25 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 5 Kommentare
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