Gewusst wie
Anleitungen zum Pflanzenschnitt
Vor einigen Tagen hat mich eine Bloggerin, die erst seit kurzem einen eigenen Garten hat, angemailt und gefragt, ob ich ihr nicht eine Web-Adresse nennen könne, auf der beschrieben wird, wie man Gartenpflanzen richtig schneidet. Eine URL für alle Fälle Schnitte? Nein, die konnte ich ihr spontan nicht nennen – zumal sie nicht geschrieben hat, um was für Pflanzen genau es geht. Doch ich hab’ dann ad hoc eine kleine Linkliste zu diesem Thema zusammengestellt. Und weil das ja vielleicht auch andere interessiert, veröffentliche ich die jetzt auch hier im Blog:
- Gehölzschnitt (+ Hecken, Rosen, Kletterpflanzen, Stauden) auf gartendatenbank.de
- Schnitt- und Pflegeanleitungen für viele Gartenpflanzen auf gartenbaumschulen.com
- Bäume beschneiden – Warum? Wann? Wie? auf hauptsachegarten.de
- Der richtige Schnitt (bei Bäumen und Sträuchern) auf hausbautipps24.de
- Ziergehölze richtig schneiden auf gartenfreunde.de
- Ziergehölze richtig schneiden im ARD Ratgeber Garten
- Rosen richtig schneiden – Bildanleitung im Gärtner-Blog
- Rosen schneiden im Frühjahr, Herbst und Sommer auf gartenpflege-tipps.de
- Stauden richtig pflanzen und pflegen – ein Service der Staudengärtnerei Gaissmayer
- Staudenschnitt im Spätsommer auf hausbautipps24.de
- Mein schöner Garten rät: Nicht alle Stauden zurückschneiden
Iris | 05.08.2009 | 22:35 Uhr | Gewusst wie, Surftipps | 3 Kommentare
Kein Rasen in kleinen Gärten!
Zunächst mal möchte ich hier ein paar Gründe nennen, die mich dazu bewogen haben, den Rasen aus unserem kleinen Reihenhausgarten zu entfernen:
- Damit ein Zierrasen wirklich eine Zierde ist, muss er während der Vegetationperiode von März bis November mindestens einmal wöchentlich gemäht werden (und die Entsorgung des anfallenden Rasenschnitts kann gerade auf kleinen Grundstücken schnell zum Problem werden).
- Zeitgleich müssen die Kanten am Zaun und an den Beet- bzw. Terrassenrändern geschnitten werden.
- Ein- bis zweimal jährlich muss der Rasen außerdem vertikutiert werden.
- Dreimal im Jahr muss er gedüngt werden und zwar – sofern man kein Düngemittelexperte ist, der den (hohen) Nährstoffbedarf von Rasen genau kennt und Dünger selbst herstellen kann – mit im Handel erhältlichen Rasendüngern.
- In sommerlichen Trockenperioden muss man ihn regelmäßig und reichlich beregnen, was nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld kostet.
- Ständig muss man mühsam das Unkraut zwischen des Rasengräsern jäten, das nicht nur durch Flugpollen, sondern auch durch kriechende Wurzelausläufer aus den Nachbargärten unvermeidlich einwandert.
- In den Herbst- und Wintermonaten muss die Rasenfläche immer wieder von Laub befreit werden, damit die Gräser darunter nicht vergammeln.
Zusammengefasst lässt sich also feststellen: Rasen ist nicht pflegeleicht! Im Gegenteil, er gehört nach meinen Erfahrungen zu den pflegeintensivsten Gartenanlagen überhaupt. Und dieser ganze Aufwand für ein paar kümmerliche Quadratmeter eintöniges Rasengrün (mehr ist in einem kleinen Garten ja nicht drin), das keinerlei Nahrung für Hummeln, Bienen oder Schmetterlinge bietet und auf dem man nicht mal Ball spielen kann, weil es nur eine Frage der Zeit ist, bis dieser in den Blumenrabatten der Nachbarn landet? Meine Antwort auf diese mir selbst gestellte Frage lautete: Nein, soviel Zeit, Geld und Mühe ist mir eine unnütze Rasenfläche nicht wert. Und es ist mir mittlerweile unverständlich, was die Besitzer kleiner Gärten in Deutschland mehrheitlich dazu motiviert, sich weiterhin einen Rasen zu halten.
Alternativen zur 0815-Rasenanlage?
- So sieht unser Garten ohne Rasen aus.
- Hier sammle ich Beispiele anderer rasenloser Gärten, die herausragend gestaltet sind.
- Und beim Kleingärtner findet man auch ein paar Vorschläge.
Iris | 20.07.2009 | 19:04 Uhr | Gewusst wie | 9 Kommentare
Einheimische Stauden bringen Leben in den Garten…
…denn sie sind zusammen mit einheimischen Sträuchern und Bäumen DIE Nahrungsgrundlage für heimische Tiere. Die können mit den Exoten Rhododendron, Kirschlorbeer und Co. nämlich nichts anfangen – Schmetterlinge, Schwebfliegen, Bienen und Käfer finden sind auf einheimische Pflanzen spezialisiert und finden in der Regel nur auf ihnen Nektar und Pollen. Und wo Insekten Nahrung finden, ziehen auch Vögel ihren Nachwuchs auf, fühlen sich Igel und Co. wohl… .
Einheimische Stauden sind leicht zu pflegen, robust, schön – und mittlerweile eine Rarität; Exoten stehen in jedem Garten, einheimische Pflanzen machen Ihren Garten zu etwas Besonderem und zu einer Oase für teilweise selten gewordene Tiere.
Meint Dipl.-Biol. Markus Holt und wünscht, man möge es weitersagen. Aber klar doch, mach ich gern. Hier der komplette Text (PDF-Datei), inklusive einer umfangreichen Tabelle mit einheimischen und Bauerngartenstauden.
Zu den im Text empfohlenen Staudengärtnereien kann ich übrigens nichts sagen, denn ich war da noch nicht Kundin. Doch da ich nun schon desöfteren aus verschiedenen Online-Shops Pflanzen für meinen Garten bestellt habe, kann ich an dieser Stelle auch einige empfehlen, mit deren Qualität und Service ich besonders zufrieden war (die, mit denen ich nicht zufrieden, lasse ich hier mal unerwähnt):
- Baumschule Horstmann
Großes Zierpflanzensortiment; beste Qualität, sorgfältige Verpackung. - Stauden Junge
Große Auswahl an Stauden, Gräsern, Farnen, Kräutern, Wasserpflanzen und Seerosen; einwandfreie Qualität, schnelle Lieferung. - Pflanzen-Vielfalt
Vielfältiges Staudensortiment; kleine, aber dafür preiswerte und vitale Pflanzen. - Garten-Schlüter
Buntes Pflanzenangebot; gutes Preis-Qualitäts-Verhältnis, prompte Lieferung. - Samenshop24
Mein bevorzugter Saatgut- und Blumenzwiebelhändler; preiswert, schnelle Lieferung und sehr freundlicher Service.
Iris | 20.05.2009 | 19:10 Uhr | Gewusst wie | 1 Kommentar
Giftpflanzen im Garten
Vor einiger Zeit hab ich mal recherchiert, welche Pflanzen in meinem Garten giftig sind. Und ich war überrascht über das Ergebnis: Selbst in unserem kleinen Garten befinden sich derzeit mindestens 29 giftige Pflanzenarten – nämlich folgende:
Akelei, Begonie, Blauregen, Blaustern, Christrose, Clematis, Efeu, Fingerhut, Ginster, Hortensie, Hyazinthe, Krokus, Lavendelheide, Leberblümchen, Liguster, Magnolie, Mahonie, Maiglöckchen, Märzbecher, Narzisse, Oleander, Rhododendron, Rittersporn, Schneeball, Schneeglöckchen, Schwertlilie, Tränendes Herz, Tulpe, Wolfsmilch.
Welche Gifte sie enthalten und wie sie wirken, hab ich in der Giftpflanzendatenbank auf Botanikus.de herausgefunden.
Iris | 19.05.2009 | 17:32 Uhr | Gewusst wie, Surftipps | KommentierenPflanzenschutz durch Nützlingsförderung
Schon nach relativ kurzer Beschäftigung mit dem Gärtnern, habe ich beschlossen, dass ich meinen Garten möglichst umweltschonend pflegen will. Das heißt, ich setze in Sachen Pflanzenschutz nicht auf Chemie, sondern vertraue in erster Linie auf die Mithilfe von Nützlingen zur Erhaltung eines natürlichen Gleichgewichts – hauptsächlich weil mir künstlich hergestellte Gifte im eigenen Garten suspekt sind, aber auch, weil ich mich an ihrer Anwesenheit erfreue und sie gerne fotografiere. Ein weiteres Argument gegen den chemischen Pflanzenschutz ist der finanzielle und zeitliche Aufwand – man ahnt ja als Gärtnerlaie noch gar nicht, wer und was es alles auf die eigenen liebevoll aufgezogenen Pflanzen abgesehen hat. Nützlinge hingegen arbeiten selbstständig, kosten nix und liefern dabei oft obendrein noch unterhaltsame Showeinlagen ;o).
Doch damit die Nützlingspopulationen ausreichen, um die Schädlinge im Zaum zu halten, musste ich mich erst mal darüber informieren, wie man die kleinen Helferlein in den Garten lockt und sie zum Bleiben anreizt. Das tat ich natürlich via Internet. Und für alle, die sich ebenfalls für Nützlingsförderung interessieren, stelle ich hier mal meine kleine aber feine Linkliste informativer Websites zum Thema vor:
- Nützlinge.org – Natürlich in Ihrem Garten
Schöne, übersichtliche Infoseite über Spinnen, Milben, Libellen, Ohrwürmer, Wanzen, Netzflügler, Käfer, Hautflügler, Zweiflügler und ihre Förderung. - Pro-Igel
Der eingetragene Verein für integrierten Naturschutz informatiert über die Gestaltung eines igelfreundlichen Gartens. - Wildvogelhilfe.org
Sehr ambitioniertes privates Webprojekt dreier Vogelfreundinnen mit wahnsinnig vielen Infomationen über unsere einheimischen Wildvögel und ihre Förderung. - NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.
Hier findet man u.a. zahlreiche Artikel über ökologischen Gartenbau, sowie über einheimische Tierarten wie Amphibien, Reptilien, Spinnen, Insekten und Vögel, die sich auch im Garten nützlich machen, sofern sie dort geeignete Lebensbedingungen vorfinden. - Ratgeber Nisthilfen auf henniger-online.de
Beschreibung von Nisthilfen für Insekten, Vögel und Fledermäuse. - Insektenhotels auf w-schlegel.de
Variantenreiche Sammlung schöner und origineller Insektenhotels sowie weiterführende Links zum Thema.
Iris | 27.03.2009 | 17:54 Uhr | Gewusst wie, Surftipps | 1 Kommentar