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Gewusst wie

Blütensträucher zur Einfriedung unseres Neubaugrundstücks

In meinem letzten Blog-Artikel hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich die Gehölze, die eine herausragende Rolle bei der Strukturierung unseres künftigen Gartens spielen werden, bereits alle ausgewählt und auch schon teilweise aus Steckhölzern oder Sämlingen vorgezogen habe. Heute möchte ich Euch zunächst etwas über die Sträucher erzählen, aus denen sich die Blütenhecke zusammensetzt, die unser Grundstück von drei Seiten einfassen und den einzelnen Gartenräumen später Wind- und Sichtschutz geben soll:

Bauernjasmin, Bluthasel, Blutjohannisbeere, Büschelrose, Edelflieder ‘Andenken an Ludwig Späth’, Edelflieder ‘Charles Joly’, Edelflieder ‘Michel Buchner’, Edelflieder ‘Mme Lemoine’, Edelflieder ‘Mrs Edward Harding’, Forsythie, Gelbholz-Hartriegel, Goldjohannisbeere, Goldliguster, Gefüllter Schneeball, Gemeiner Flieder, Gemeiner Schneeball, Kolkwitzie, Maiblumenstrauch, Pfaffenhütchen, Prachtspiere, Roter Hartriegel, Tatarische Heckenkirsche, Teufelsstrauch, Waldhasel, Weigelie ‘Brigela’, Weigelie ‘Bristol Ruby’, Weigelie ‘Red Prince’, Weigelie ‘Snowflake’, Weißbunter Hartriegel, Winterschneeball ‘Dawn’

Die meisten von diesen Sträuchern werde ich mehrfach pflanzen und sie so kombinieren, dass die Hecke von der Wuchsform, Laubfärbung, Höhenstaffelung, Blütezeit und -farbe her möglichst abwechslungsreich wird, aber dennoch zu einem harmonischen Ganzen zusammenwächst.

Nach meinen Erfahrungen am leichtesten aus Steckhölzern zu vermehren waren Bauernjasmin, Blutjohannisbeere, Deutzie, Forsythie, Hartriegel und Pfaffenhütchen. Andere, wie z.B. die Haseln kann man ganz einfach bei Nachbarn oder Bekannten mit großem Garten abstauben, weil sie sich häufig (oft durch die Hilfe vergesslicher Eichhörnchen ;o) versamen. So hab ich z.B. in unserem neuen Garten 4 schon recht stattliche Bluthaseln gefunden, die ihren Ursprung wohl im Garten meiner neuen Nachbarin haben, wo zwei große Exemplare stehen. Die Waldhaseln sind Sämlinge aus meiner Noch-Nachbarschaft.
Die Flieder sind bis auf zwei neu dazugekauft – allerdings sehr preiswert, weil noch recht klein. Aber bis wir einziehen wachsen sie ja noch :o). Die Sorte ‘Andenken an Ludwig Späth’ werde ich aus meinem jetzigen Garten mitnehmen und den gemeinen Flieder hab ich (neben einigen weiteren Gehölzen und Stauden) von meiner Mutter geschenkt bekommen, die erst kürzlich ihren Garten aufgegeben hat. Flieder gehören wie die Weigelien zu meinen absoluten Lieblings-Blütensträuchern. Ich finde, man kann gar nicht genug davon haben. Auch 10 Goldliguster habe ich neulich günstig online ‘geschossen’. Bei ihnen ist mir die Steckholzvermehrung leider nicht gelungen. Sie waren mir aber wichtig, weil sie durch ihr leuchtendes Laub die Hecke beleben.

Wichtig war mir bei meiner Gehölzauswahl – sowohl in der Blütenhecke, als auch im Unterholz des Ahornhains – auch die Aufnahme einiger heimischer Sträucher, welche Insekten und Vögeln optimalen Schutz und Nahrung bieten. Verzichten musste ich dabei leider auf schwarzen Holunder, obwohl ich den sehr schön finde. Jedoch reagiere ich auf seine Blüten allergisch.
Um meinen Blütensträuchern genügend Platz zu lassen, ihre individuelle Wuchsform zu entfalten und sich gegenseitig nicht allzu sehr zu bedrängen, habe ich mich für einen Pflanzabstand von 1,50 m entschieden.

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Iris | 28.04.2011 | 14:39 Uhr | Gewusst wie | 6 Kommentare

Das Lebensglück Garten ist immer noch da

…wenngleich hier im Blog in den letzten Wochen nichts davon zu sehen war und ich mich auch in anderen Gartenblogs rar gemacht habe. Das liegt aber nicht daran, dass ich keine Lust mehr habe, über mein Gartenglück zu berichten, sondern mir fehlte schlicht die Zeit dazu. Heute will ich mir aber zumindest mal die Zeit nehmen, Euch darüber aufzuklären, was mich so lange vom Bloggen und Kommentieren abgehalten hat, denn mein Zeitmangel wird noch eine ganze Weile anhalten. Das Lebensglück-Garten-Blog werde ich aber dennoch nicht aufgeben, denn danach wird es hier mehr von meinem Gartenglück zu berichten geben als je zuvor. So, nun aber genug der Andeutungen, zur Sache Schätzchen:

Im November letzten Jahres erwarben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich ein 1.342 m² großes, idyllisch gelegenes Baugrundstück in Hanglage (Gefälle 10%), am Rande eines kleinen Dorfes, in der Nähe unseres jetzigen Wohnsitzes. An diesem Ort wollen wir uns einen gemeinsamen Lebenstraum erfüllen: Wir werden dort in den nächsten Monaten ein kleines Häuschen bauen und das Grundstück nach und nach in unseren persönlichen Traumgarten verwandeln. So sah unser Grund und Boden aus, bevor wir uns daran machten, unseren Traum zu verwirklichen:

Foto: Unbearbeitetes Neubaugrundstück März 2011

Zu diesem Zweck entwarf ich während der vergangenen Wintermonate zunächst den Grundriss unseres Hauses und plante gemeinsam mit meinem Lieblingsgärtnergehilfen die Bauweise (Geschosszahl, Dachform, Bodenplatte, Baumaterialien, Dämmung, Energieversorgung u.s.w). Anschließend klärten wir auf dem Bauamt, ob wir für unsere Pläne mit der Erteilung einer Baugenehmigung rechnen können. Nachdem wir dort nicht auf Widerstand stießen, suchten wir uns eine Architektin, die unsere Entwürfe in eine Genehmigunsplanung übersetzte und stellten den Bauantrag. Dieser wurde auch inzwischen genehmigt und so können wir in Kürze mit dem Bau des Hauses beginnen.

Während der formellen Vorlaufphase war ich jedoch nicht untätig. Zwischenzeitlich entwarf ich nämlich die Grundstruktur unseres künftigen Gartens und machte mir auch schon detaillierte Gedanken über die Gestaltung verschiedener Gartenräume und ihrer Bepflanzung. Natürlich plante ich dabei alle meine Lieblingspflanzen aus unserem jetzigen Gästehandtuchgarten ein sowie etliche Sträucher und Stauden, die ich in den nächsten Monaten leicht selbst heranziehen kann. So habe ich z.B. seit Jahresbeginn einen Großteil der Sträucher, die später eine gemischte Blütenhecke zur Grundstückseinfriedung bilden sollen, bereits aus Steckhölzern vorgezogen. Bis zum Herbst werden diese hoffentlich schon groß genug sein, den nächsten Winter im Freien zu überstehen. Auch eine ganze Reihe Bodendecker habe ich bereits geteilt und auf dem neuen Grundstück ausgepflanzt, damit sie dort den Sommer über weiter wachsen, um nächstes Jahr an ihrem endgültigen Standort möglichst schnell die unerwünschten Wildkräuter verdrängen zu können. So, nun will ich Euch aber erst mal einen ersten Überblick über meine Pläne gewähren, damit Ihr eine Vorstellung bekommt, was wir uns vorgenommen haben. Ach übrigens, unser zukünftiger Garten wird zwar nicht gerade klein, aber für Rasen ist da trotzdem kein Platz ;o). Genug der Vorrede, stattdessen hier eine erste Visualisierung unserer Pläne:

Grafik: Grundstücksentwurf 1

  1. Hauptgartenwege (Splitt)
  2. Nebenpfade (Natursteinplatten)
  3. 2 – 3 m hohe gemischte Blütenhecke zur Einfriedung
  4. Vorgarten (weiß-gelbe Bepflanzung; Ostseite)
  5. Gehölzgarten (Großgehölze, Rhododendren und Hortensien, unterpflanzt mit Stauden)
  6. Heidegarten (Bepflanzung: Vorwiegend weiße und rote Winterheide, kleinere Flächen Knospenheide, aufgelockert mit passenden Gehölzen, Findlingen und knorrigen Ästen)
  7. Schmales Schattenbeet (Nordseite des Hauses)
  8. Nutzgarten (traditioneller Bauerngarten)
  9. Beet mit typischen Bauerngartenstauden, Anzuchtgewächshaus und Insektenhotel
  10. Steingarten mit nach Süden abfallenden Aufschüttungen und einem Ziergartenteich, eingefasst durch eine Trockenmauer mit einer Aussparung für eine Wasserzapfstelle.
  11. Prärie-Staudengarten mit hohen, sonnenliebenden Stauden und Ziergräsern, einem Holz-Gerätehaus sowie einem Kompostplatz
  12. Kleiner Rosengarten mit Sitzplatz unter einem Rosenpavillon
  13. Ahornhain, unterpflanzt mit überwiegend heimischen Stauden und einer Buchenlaube am Ende des Hauptweges

Jetzt könnten einige von Euch vielleicht denken: “Hm, und das bisschen Geplane hat Dich die ganze Zeit vom Bloggen abgehalten?” Nein, das allein natürlich nicht. Weil wir jedoch in der Bauzeit des Hauses einen Unterstellplatz für unser Werkzeug und einen Aufenthaltsraum während kurzer Regenschauer brauchen, haben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich unser Gerätehaus schon vorab aufgebaut. Und ich kann Euch sagen: Auch ein kleines Fundament an einem Hang zu errichten, ist gar nicht so einfach und ganz schön zeitraubend, wenn man so was noch nie vorher gemacht hat. Außerdem haben wir einige alte Obstbäume an der oberen Grundstücksgrenze gefällt, zerkleinert und abtransportieren lassen. Und ich habe bereits den Ahornhain bepflanzt sowie einen Teil der Blütenhecke angelegt (sämtliche Gehölze auf dem Grundstück sind übrigens schon namentlich vorbestimmt). Doch davon ein andermal mehr…

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Iris | 27.04.2011 | 14:30 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 10 Kommentare

Gestaltung eines Schmetterlingsgartens

Nachdem in den Kommentaren zu meinem vorherigen Blog-Artikel die Frage aufkam, wieso es in unserem Garten dieses Jahr offenbar so viel mehr Schmetterlinge gibt als in anderen Gärten, hab ich mal ein bisschen im Netz recherchiert, worauf die bunten Sommerboten fliegen. Denn ich freue mich zwar über die vielen Schmetterlinge hier, aber so richtig drauf angelegt hatte ich es bisher gar nicht, sie massenhaft anzulocken.

Wie von mir erwartet sind die erwachsenen Falter vor allem auf ein möglichst großes Nektarangebot angewiesen. Dieses Bedürfnis teilen sie mit Bienen und Hummeln, die ja inzwischen bei uns ebenfalls zahl- und artenreich vertreten sind. Da wir unseren rasenlosen Reihenhausgarten lückenlos mit Zwiebelblühern, Blütensträuchern, Stauden und einjährigen Sommerblumen bepflanzt haben, ist beinahe ganzjährig für ein üppiges Schmetterlingsbuffet gesorgt.

Darüber hinaus haben Schmetterlinge offenbar ähnliche Vorlieben bei der Pflanzenauswahl wie ich. Sie stehen … äh pardon fliegen nämlich besonders auf bunte Farben wie Blau, Gelb, Orange, Rot und Violett. Außerdem werden sie von duftenden Blüten und Kräutern magisch angezogen. Ein kunterbunter Bauerngarten ist also genau das, was Schmetterlinge lieben.

Auswahl beliebter Schmetterlingstrachtpflanzen für den Hausgarten:
Bartblume, Blaukissen, Blaustern, Blutweiderich, Dill, Dost, Duftveilchen, Edel- und Kugeldistel, Edelgarbe, Fetthenne, Flieder, Geißblatt, Herbstaster, Hyazinthe, Klee, Lavendel, Lauch, Liebstöckl, Mädchenauge, Margerite, Nachtkerze, Natternkopf, Phlox, Prachtscharte, Salbei, Schlüsselblume, Seifenkraut, Skabiose, Sommerflieder (Buddleja davidii), Sonnenhut (Echinacea), Steinkraut, Storchschnabel, Thymian, Verbene, Ziertabak, Zinnie.

Doch da auch Schmetterlinge ja nicht einfach so vom Himmel fallen, brauchen sie für ihren Nachwuchs natürlich auch Futterpflanzen in der Nähe. Aber wer weiß schon auf Anhieb, was welche Schmetterlingsraupe frisst? Kein Grund zum Verzagen, denn ich hab keine Kosten und Mühen gescheut, es für Euch herauszufinden ;o)?

Raupenfutterpflanzen einiger bekannter heimischer Schmetterlingsarten:
Admiral: Große Brennnessel
Aurorafalter: Kreuzblütler, Knoblauchsrauke, Wiesenschaumkraut
Bläulinge: Heidekrautgewächse, Hülsenfrüchtler, Lippenblütler, Storchschnabelgewächse, Zistrosengewächse
Blutströpfchen (Widderchen): Doldengewächse, Rosengewächse, Schmetterlingsblütler
C-Falter: Große Brennnessel, Hasel, Hopfen, Rote Johannisbeere, Salweide, Stachelbeere, Ulme
Distelfalter: Große Brennnessel, Hülsenfrüchtler, Korbblütler, Kreuzblütengewächse, Kratz- und Ringdisteln, Kürbisgewächse, Malvengewächse, Raublattgewächse, Weinrebengewächse
Gammaeule: Brennnessel, Löwenzahn, Salat u.v.a.
Großer Fuchs: Apfelbaum, Birnbaum, Espe, Salweide
Großer Schillerfalter: Grauweide, Salweide, Silberweide
Großes und kleines Ochsenauge: Rispengräser, Schwingel, Berg-Trespe
Kaisermantel: Echtes Mädesüß, Veilchen
Kleiner Eisvogel: Gewöhnliche Schneebeere, Rote Heckenkirsche, Wald-Geißblatt
Kleiner Fuchs: Große Brennnessel
Kleiner Weinschwärmer: Labkräuter (Echtes Labkraut, Weißes Labkraut), Weidenröschen
Kleines Nachtpfauenauge:  Heidekrautgewächse (Besenheide, Heidelbeere), Rosengewächse (Brombeere, Himbeere, Schlehe), Salweide, Wiesensalbei
Kleines Wiesenvögelchen: Süßgräser (Echter Schaf-Schwingel, Wiesenrispengras)
Kohlweißling: Fuchsschwanzgewächse, Kaperngewächse, Kapuzinerkresse, Kreuzblütler, Resedagewächse
Landkärtchen: Brennnessel, Gewöhnlicher Klettenkerbel
Ligusterschwärmer: Esche, Flieder, Liguster u.v.a.
Mittlerer Weinschwärmer: Blutweiderich, Fuchsien, Schmalblättriges Weidenröschen, Springkräuter
Russischer Bär: Brombeere, Hasel, Himbeere, Fuchs-Greiskraut, Große Brennnessel, Kleiner Wiesenknopf, Natternkopf, Taubnessel, Wiesensalbei
Schachbrett: Rispengräser, Schwingel, Berg-Trespe
Schönbär: Brombeere, Fuchs-Greiskraut, Große Brennnessel, Echtes Mädesüß, Hasel, Himbeere, Kohldistel, Rote Heckenkirsche, Salweide, Wegerich u.v.a.
Schwalbenschwanz: Doldengewächse (z.B. Wilde Möhre, Dill, Pastinake), Weinraute, Diptam
Tagpfauenauge: Große Brennnessel
Taubenschwänzchen: Rötegewächse (z.B. Echtes Labkraut, Kletten-Labkraut, Wald-Labkraut, Wiesen-Labkraut, Waldmeister)
Trauermantel: Birke, Salweide, Ulme
Zitronenfalter: Faulbaum, Kreuzdorn

Wer Schmetterlinge dauerhaft im eigenen Hausgarten ansiedeln will, sollte es außerdem mit der Ordnung nicht ganz so preußisch genau nehmen. Vor allem von allzu gründlichem Auf- und Abräumen im Herbst ist in einem Schmetterlingsgarten abzuraten, da viele einheimische Schmetterlingsarten auch hierzulande überwintern und dazu ungestörte Unterschlupfmöglichkeiten brauchen.

Quellen und weiterführende Links zum Thema Schmetterlingsgarten:

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Iris | 30.08.2010 | 21:04 Uhr | Gewusst wie, Tiere im Garten | 4 Kommentare
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