Gewusst wie
Einheimische Stauden bringen Leben in den Garten…
…denn sie sind zusammen mit einheimischen Sträuchern und Bäumen DIE Nahrungsgrundlage für heimische Tiere. Die können mit den Exoten Rhododendron, Kirschlorbeer und Co. nämlich nichts anfangen – Schmetterlinge, Schwebfliegen, Bienen und Käfer finden sind auf einheimische Pflanzen spezialisiert und finden in der Regel nur auf ihnen Nektar und Pollen. Und wo Insekten Nahrung finden, ziehen auch Vögel ihren Nachwuchs auf, fühlen sich Igel und Co. wohl… .
Einheimische Stauden sind leicht zu pflegen, robust, schön – und mittlerweile eine Rarität; Exoten stehen in jedem Garten, einheimische Pflanzen machen Ihren Garten zu etwas Besonderem und zu einer Oase für teilweise selten gewordene Tiere.
Meint Dipl.-Biol. Markus Holt und wünscht, man möge es weitersagen. Aber klar doch, mach ich gern. Hier der komplette Text (PDF-Datei), inklusive einer umfangreichen Tabelle mit einheimischen und Bauerngartenstauden.
Zu den im Text empfohlenen Staudengärtnereien kann ich übrigens nichts sagen, denn ich war da noch nicht Kundin. Doch da ich nun schon desöfteren aus verschiedenen Online-Shops Pflanzen für meinen Garten bestellt habe, kann ich an dieser Stelle auch einige empfehlen, mit deren Qualität und Service ich besonders zufrieden war (die, mit denen ich nicht zufrieden war, lasse ich hier mal unerwähnt):
- Baumschule Eggert
Umfangreiches Gehölz- und Staudensortiment; 1a Pflanzware, vorbildlicher Kundenservice. - Baumschule Horstmann
Großes Zierpflanzensortiment; beste Qualität, sorgfältige Verpackung. - Stauden Junge
Große Auswahl an Stauden, Gräsern, Farnen, Kräutern, Wasserpflanzen und Seerosen; einwandfreie Qualität, schnelle Lieferung. - Pflanzen-Vielfalt
Vielfältiges Staudensortiment; kleine, aber dafür preiswerte und vitale Pflanzen. - Garten-Schlüter
Buntes Pflanzenangebot; gutes Preis-Qualitäts-Verhältnis, prompte Lieferung. - Samenshop24
Mein bevorzugter Saatgut- und Blumenzwiebelhändler; preiswert, schnelle Lieferung und sehr freundlicher Service.
Iris | 20.05.2009 | 19:10 Uhr | Gewusst wie | 1 Kommentar
Giftpflanzen im Garten
Vor einiger Zeit hab ich mal recherchiert, welche Pflanzen in meinem Garten giftig sind. Und ich war überrascht über das Ergebnis: Selbst in unserem kleinen Garten befinden sich derzeit mindestens 29 giftige Pflanzenarten – nämlich folgende:
Akelei, Begonie, Blauregen, Blaustern, Christrose, Clematis, Efeu, Fingerhut, Ginster, Hortensie, Hyazinthe, Krokus, Lavendelheide, Leberblümchen, Liguster, Magnolie, Mahonie, Maiglöckchen, Märzbecher, Narzisse, Oleander, Rhododendron, Rittersporn, Schneeball, Schneeglöckchen, Schwertlilie, Tränendes Herz, Tulpe, Wolfsmilch.
Welche Gifte sie enthalten und wie sie wirken, hab ich in der Giftpflanzendatenbank auf Botanikus.de herausgefunden.
Iris | 19.05.2009 | 17:32 Uhr | Gewusst wie, Surftipps | Kommentare sind deaktiviertPflanzenschutz durch Nützlingsförderung
Schon nach relativ kurzer Beschäftigung mit dem Gärtnern, habe ich beschlossen, dass ich meinen Garten möglichst umweltschonend pflegen will. Das heißt, ich setze in Sachen Pflanzenschutz nicht auf Chemie, sondern vertraue in erster Linie auf die Mithilfe von Nützlingen zur Erhaltung eines natürlichen Gleichgewichts – hauptsächlich weil mir künstlich hergestellte Gifte im eigenen Garten suspekt sind, aber auch, weil ich mich an ihrer Anwesenheit erfreue und sie gerne fotografiere. Ein weiteres Argument gegen den chemischen Pflanzenschutz ist der finanzielle und zeitliche Aufwand – man ahnt ja als Gärtnerlaie noch gar nicht, wer und was es alles auf die eigenen liebevoll aufgezogenen Pflanzen abgesehen hat. Nützlinge hingegen arbeiten selbstständig, kosten nix und liefern dabei oft obendrein noch unterhaltsame Showeinlagen ;o).
Doch damit die Nützlingspopulationen ausreichen, um die Schädlinge im Zaum zu halten, musste ich mich erst mal darüber informieren, wie man die kleinen Helferlein in den Garten lockt und sie zum Bleiben anreizt. Das tat ich natürlich via Internet. Und für alle, die sich ebenfalls für Nützlingsförderung interessieren, stelle ich hier mal meine kleine aber feine Linkliste informativer Websites zum Thema vor:
- Nützlinge.org – Natürlich in Ihrem Garten
Schöne, übersichtliche Infoseite über Spinnen, Milben, Libellen, Ohrwürmer, Wanzen, Netzflügler, Käfer, Hautflügler, Zweiflügler und ihre Förderung. - Pro-Igel
Der eingetragene Verein für integrierten Naturschutz informatiert über die Gestaltung eines igelfreundlichen Gartens. - Wildvogelhilfe.org
Sehr ambitioniertes privates Webprojekt dreier Vogelfreundinnen mit wahnsinnig vielen Infomationen über unsere einheimischen Wildvögel und ihre Förderung. - NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.
Hier findet man u.a. zahlreiche Artikel über ökologischen Gartenbau, sowie über einheimische Tierarten wie Amphibien, Reptilien, Spinnen, Insekten und Vögel, die sich auch im Garten nützlich machen, sofern sie dort geeignete Lebensbedingungen vorfinden. - Ratgeber Nisthilfen auf henniger-online.de
Beschreibung von Nisthilfen für Insekten, Vögel und Fledermäuse. - Insektenhotels auf w-schlegel.de
Variantenreiche Sammlung schöner und origineller Insektenhotels sowie weiterführende Links zum Thema.
Iris | 27.03.2009 | 17:54 Uhr | Gewusst wie, Surftipps | 1 Kommentar
Schneckenplage im Ziergarten vermeiden
Mit geeigneten Maßnahmen zur Vermeidung einer sommerlichen Schneckenplage kann man gar nicht früh genug anfangen, um sich späteren Dauerärger über kahlgefressene Beete zu ersparen – und zwar ohne den eigenen Garten komplett zu vergiften!
Zunächst mal sollten die Beete auch während der Wintermonate hin und wieder gut durchgeharkt werden, wenn der Boden dies zulässt. Dadurch werden in der Erde überwinternde Schnecken und ihre Eier an die Oberfläche befördert und erfrieren bei stärkeren Frösten. So lässt sich schon die Entstehung einer größeren ersten Schneckengeneration im Frühling verhindern.
Außerdem kann man es Schnecken ungemütlich machen, indem man dafür sorgt, dass die Gartenerde auch im Frühling und Sommer immer schön feinkrümelig bleibt. So bietet sie Schnecken kaum Verstecke und Eiablagemöglichkeiten. Um diese – auch für das Pflanzenwachstum – ideale Bodenbeschaffenheit zu erreichen, sollte der Boden regelmäßig mit Kompost und – bei schweren Böden – auch mit Sand verbessert werden. In so aufbereiteter Gartenerde wird auch das regelmäßige Harken zum Kinderspiel.
Wenn man dann noch ein Auge für gute Schneckenverstecke hat (feucht und dunkel), sie da regelmäßig aufspürt und vernichtet (ein beherzter Schnitt mit der Gartenschere klingt zwar nicht sehr tierfreundlich, ist aber effektiv und m.E. immerhin gnädiger als ein langsamer Vergiftungstod), halten sich die Schneckenfraßschäden in erträglichen Grenzen. Im Garten gesammelte spanische Wegschnecken sollte man keinesfalls in freier Natur aussetzen, weil sie dort ohnehin schon die alteingesessenen einheimischen Schneckenarten verdrängen.
Immer wieder empfohlen wird auch die Beschränkung auf sogenannte ’schneckenresistente Pflanzen’. Pflanzen, die von Schnecken unter allen Umständen verschmäht werden, gibt es allerdings kaum. Doch sie haben – genau die wie meisten anderen Lebewesen – gewisse Präferenzen bei der Nahrungsaufnahme. Wenn sie allerdings keine Wahl haben, nehmen sie mit fast allem Vorlieb, was auf den Tisch ins Beet kommt (die meisten Menschen würden ja wohl auch nicht freiwillig verhungern, nur weil ihnen ihr Essen nicht schmeckt). Daher kann es von Vorteil sein, in einer Gartenecke, wo’s nicht so drauf ankommt, ein paar Scheckenleibspeisen heranzuziehen, um sie von den eigenen Lieblingsbeeten fernzuhalten. Im Folgenden liste ich für beide Fälle mal einige Beispiele auf:
Zierpflanzen, die von Schnecken eher verschmäht werden:
Akelei, Alpenaster, Alpenveilchen, Anemone, Ballonblume, Bambus, Bartnelke, Begonie, Bergenie, Borretsch, Brandkraut, Christrose, Duftsteinrich, Efeu, Ehrenpreis, Eisenkraut, Elfenblume, Elfenspiegel, Farn, Felberich, Fetthenne, Fleißiges Lieschen, Flammenblume, Flockenblume, Frauenmantel, Fuchsschwanz, Gänsekresse, Gedenkemein, Geißbart, Gelenkblume, Geranie, Gewürztagetes (tenuifolia), Gladiole, Golderdbeere, Goldlack, Goldmohn, Goldrute, Hauswurz, Heiligenkraut, Immergrün, Jakobsleiter, Johanniskraut, Kapuzinerkresse, Katzenminze, Kokardenblume, Kreuzkraut, Küchenschelle, Kugeldistel, Knöterich, Lavendel, Lilie, Lobelie, Lungenkraut, Mädesüß, Maiglöckchen, Malve, Mittagsgold, Monbretie, Mutterkraut, Nachtkerze, Nelke, Nelkenwurz, Ochsenzunge, Oregano, Perlkörbchen, Papierblume, Petunie, Pfingstrose, Polsterphlox, Prachtspiere, Portulakröschen, Porzellanblümchen, Purpurglöckchen, Purpursonnenhut, Rosmarin, Salbei, Salomonsiegel, Schafgarbe, Schaumblüte, Scheinmohn, Schleierkraut, Schwertlilie, Silberkerze, Skabiose, Sonnenbraut, Sonnenflügel, Sonnenhut (Rudbeckia), Sonnenröschen, Spierstaude, Spornblume, Steinbrech, Steinkraut, Sterndolde, Storchschnabel, Strandflieder, Thymian, Tränendes Herz, Vergissmeinnicht, Wollziest, fast alle Ziergehölze (außer Clematis), Ziergräser, Zierlauch, Ziertabak, Zweizahn.
Zierpflanzen, die von Schnecken bevorzugt gefressen werden:
Aster, Brennende Liebe, Canna, Chrysantheme, Dahlie, Diptam, Fackellilie, Frauenschuh, Funkie, Kornblume, Lupine, Margerite, Prachtscharte, Primel, Prunkwinde, Rittersporn, Salvie, Silberkerze, Sonnenblume, Stockrose, Strohblume, Tagetes (außer Gewürztagetes), Wucherblume, Zinnie.
Gute Erfahrungen gemacht habe ich auch mit dem großzügigen, regelmäßigen Ausstreuen von Kaffeesatz, rund um besonders gefährdete Pflanzen (Funkien, Rittersporn und Tagetes, auf die ich in meinem Garten keinesfalls verzichten will). Allerdings wirkt das nicht sofort, sondern man muss erst eine Weile Kaffeesatz ausgebracht haben, ehe er den gefräßigen Schleimern den Appetit verdirbt. Ich vermute daher, die Pflanzen selbst müssen erst eine gewisse Menge davon aufnehmen, damit er ihren natürlichen Geschmack verändert. Das wiederum heißt auch, das Schneckenvergrämen mit Kaffeesatz funktioniert sehr wahrscheinlich nicht, wenn es in der Nähe kein alternatives Nahrungsangebot gibt. Angenehmer Nebeneffekt: Die Regenwurmpopulation in unserem Garten hat sich verzigfacht :o).
Ich bitte zu beachten, dass sich mein Artikel mit der Eindämmung von Nacktschnecken – besonders den großen Examplaren – befasst, Gehäuseschnecken hingegen richten kaum größeren Schaden an und werden daher von mir im Garten geduldet oder bei Gelegenheit in einer nahegelegenen Wiese ausgesetzt. Weinbergschnecken sind sogar, als nützliche Verbündete im Kampf gegen ihre obdachlose Verwandtschaft, von mir gern gesehen, weil sie deren Eier fressen.
Schlagworte: Nacktschnecke, ohne Gift, Pflanzenschutz, Schädlinge, Spanische Wegschnecke, umweltschonendIris | 03.03.2009 | 16:14 Uhr | Gewusst wie | 6 Kommentare