direkt zum Seiteninhalt springen »

Pflanzenportraits

Start der Gartensaison 2011

Foto: Gelbe Krokusknospen

Obgleich mir wohl bewusst ist, dass wir erst Februar haben und der eindeutig ein Wintermonat ist, kann ich mich nun über erste Vorboten des Frühlings freuen, die seit Kurzem an immer mehr Stellen im Garten auftauchen. Zu dieser Jahreszeit, in der draußen fast überall noch spätwinterliches Graubraun vorherrscht, wird mir beim Anblick sonnengelber Blüten besonders warm ums Herz.

Foto: Blühende gelbe Zaubernuss

Die sonnigen Nachmittage der vergangenen Woche verlockten mich sogar schon zu ersten gärtnerischen Aktivitäten. Viel ist derzeit noch nicht zu tun. Der Boden beispielsweise ist noch viel zu nass, um ihn sinnvoll zu bearbeiten. Doch die weitgehend frostfreie Witterung verleitete mich bereits zum Rückschnitt der sommerblühenden Sträucher  (Schmetterlingsflieder, Rispenhortensien, Zwergspieren, Fingersträucher) sowie zum Stutzen der Lampenputzergräser. Außerdem befreite ich die immergrünen Polsterstauden von halb verrottetem Herbstlaub, damit sie wieder Licht und Luft bekommen und entfernte die vertrockneten Blütenstände der Bauernhortensien. Und da nun auch jeden Tag wieder etwas mehr Licht ins Hausinnere fällt, hab ich am Wochenende auch mit dem Vortreiben meiner Knollenbegonien begonnen sowie etliche Geranienstecklinge neu eingetopft und vor die hellen Südwestfenster gestellt. Mit der Aussaat der einjährigen Sommerblüher warte ich allerdings noch bis März, denn die Erfahrung der vergangenen Jahre hat mich gelehrt, dass die zarten Keimlinge bei etwas mehr Licht deutlich besser durchstarten.

Schlagworte: , , , , ,
Iris | 14.02.2011 | 14:54 Uhr | Pflanzenportraits, Verschiedenes | 7 Kommentare

Oktoberimpressionen

Kalt und neblig ist es draußen zur Zeit. Seit etwa einer Woche bewegen sich die Temperaturen morgens bei uns nur noch im unteren einstelligen Bereich und man muss davon ausgehen, dass sich bald auch hier schon die ersten Nachtfröste einstellen – wie letztes Jahr eigentlich viel zu früh für unsere Gegend. Was ist aus der Klimaerwärmung geworden?

Foto: Herbstlich bepflanztes Körbchen mit Keramikeule auf dem Gartenschrank

An den Nachmittagen waren uns allerdings letztens noch etliche sonnige Stunden vergönnt. Und gestern verlockte mich die Herbsonne dazu, mit der Digicam noch mal ein paar Eindrücke aus unserem diesjährigen Oktobergarten einzufangen.

Foto: Mittelrondell mit gedrehtem Weißregenstämmchen und Tagetes vor tiefblauem Himmel

Weil ich auch dem diesjährigen Herbst nicht über den Weg traute, begann ich heuer schon ziemlich zeitig damit, in den Staudenbeeten ein letztes Mal aufzuräumen. Wenn die Kälte eisig wird, hab ich nämlich wenig Lust dazu, noch großartig in der Erde rumzubuddeln. Anfang letzter Woche schnitt ich die unansehnlich gewordenen, abgeblühten Stauden und Einjährigen herunter, harkte den Boden und breitete anschließend den gehäckselten Staudenschnitt als Wintermulch wieder darauf aus. Einen Teil der Tagetes lasse ich allerdings noch stehen, bis der Frost sie erschlaffen lässt, damit ihre leuchtenden Farben nicht allzu abrupt aus den Beeten verschwinden. Außerdem finde ich, ihre Rot-, Orange- und Gelbtöne harmonieren auch ganz gut mit der Herbstfärbung der Gehölze.

Foto: In der Sonne leuchtendes Lampenputzergras mit blühender rosaroter Fetthenne und Ziersalbei im Vordergrund

Mein Pampasgras hat mir leider in diesem Jahr die Blüte versagt. Es wird am letzten strengen Winter gelegen haben, in dem es doch einiges seiner ‘Haarpracht’ einbüßen musste. Wie zur Entschädigung zeigen sich meine Lampenputzergräser dieses Jahr jedoch erstaunlicherweise in Bestform und begeistern mich immer wieder aufs Neue mit ihren zahlreichen weichen Puschelähren. Wie sie in der Herbstsonne leuchten – einfach herrlich! Aus den Gärten meiner Kindheit kannte ich die Kombination gar nicht, doch mittlerweile würde mir im Staudengarten ohne die Gräser etwas Wesentliches fehlen.

Foto: Leuchtende Lampenputzerähren am Rindenmulchweg neben rostroten und organgenen Tagetes sowie panaschiertem Goldfelberich im Vordergrund

Schlagworte: , , , , , ,
Iris | 14.10.2010 | 12:08 Uhr | Garteneindrücke, Pflanzenportraits | 11 Kommentare

Meine schönsten Clematis

Foto: Blütenmakro 'Multi Blue'

Die Clematis-Hybride ‘Multi Blue’ ( ca. 150 – 350 cm hohe Mutation der Sorte ‘The President’) gehört zu den allerersten Clematis, die ich mir in den Garten geholt habe. Sie ist die robusteste und blühfreudigste von allen meinen Sorten. Das macht sie meiner Meinung nach zu einer idealen Anfängersorte, weil die Wahrscheinlichkeit, von ihr enttäuscht zu werden, ziemlich gering ist.

Foto: Blühende 'Multi Blue' am Obelisken

Bei mir bedeckt sie jedes Jahr binnen weniger Wochen einen der beiden Eisenobelisken vor unserer Terrasse komplett mit ihren unzähligen violettblauen Blüten und sattgrünem, relativ großblättrigem Laub (in der prallen Sonne übrigens, lediglich ihr Fuß ist durch Stauden beschattet). Besonderheit: Für Clematis ungewöhnlich, bringt sie zweimal pro Saison gefüllte Blüten hervor.

Foto: Makroaufnahme von dunkelroten Clematis-Blüten

Den zweiten Eisenobelisken daneben berankt diese dunkelrote, großblumige Schönheit. Leider weiß ich aber von ihr den Sortennamen nicht, weil mir das Etikett dereinst verlorenging. Erscheinungsbild, Größe und Blütezeit nach könnte es sich um die Clematis-Hybride ‘Niobe’ handeln (150-180 cm). Auch sie zeigte sich dem vollsonnigen Standort bislang gut gewachsen, steht der ‘Multi Blue’ in puncto Wüchsigkeit nicht nach und blüht wie sie zweimal pro Saison üppig und ausdauernd.

Foto: Blütenmakro 'Parisienne'

Erst letztes Jahr im Frühjahr gepflanzt, zeigt sich die mehrfachblühende Clematis-Hybride ‘Parisienne’ in ihrer zweiten Saison in unserem Garten bereits überraschend wuchs- und blühfreudig. Es handelt sich bei ihr um eine relativ neue Sorte des Züchters Raymond Evison, die sehr kompakt wächst, nur etwa 120 cm hoch wird und sich daher auch hervorragend als Kübelpflanze eignet.

Foto: Am Ständer einer Vogeltränke rankende 'Parisienne'

Vom Ständer der Vogeltränke, an dem ich sie emporranken ließ, ist mittlerweile nichts mehr zu sehen. Im Team mit der hinter ihr wachsenden Hortensie ‘Endless Summer’ hat sie diesen zuvor unscheinbaren Platz am Zaun in eine der Gartenecken verwandelt, die meinem Lieblingsgärtnergehilfen und mir nun ganz besonders gefallen.

Schlagworte: , , , , , , ,
Iris | 08.07.2010 | 16:26 Uhr | Pflanzenportraits | 3 Kommentare

Rosenportrait ‘Aloha’

Foto1: Blühende 'Aloha'

Lasst Euch von ihren schönen Blüten nicht täuschen! Die Kletterrose ‘Aloha’ kann ich leider nicht empfehlen, denn im Hinblick auf meine Rosenpräferenzen war sie ein glatter Fehlkauf. Und das Ärgerlichste daran ist, dass ich sie (als einzige meiner Rosen) auch noch in zweifacher Ausführung gepflanzt habe – nämlich zu beiden Seiten an die Sichtschutzzäune unserer Terrasse. Zwar hat sie die Zäune schnell mit ihrem gesunden dunkelgrünen Laub berankt, aber eine Rose setzt man ja normalerweise nicht als Blattschmuckpflanze ein. Für eine Kletterrose blüht sie jedoch im Vergleich zu meinen anderen Kletterrosen eher spärlich, obwohl sie vom Züchter als reichblütig beschrieben wird, und ihre (zugegeben spektakulären) Blüten welken wie im Zeitraffer. Bei großer Hitze halten sie nicht mal einen Tag und lassen ihre Blütenblätter dann auch sofort fallen, sodass ich während der Blütezeit ständig die Terrasse unter ihr fegen muss.

Foto2: Blühende 'Aloha'

Abschließend auch hier wieder ein paar allgemeine Informationen:
Die ‘Aloha’ ist ein Klettermaxe der Rosenzüchtung Kordes. Sie wächst starktriebig und rasch auf eine Höhe von etwa 2,50 Meter, ist mit kräftigen Stacheln bewehrt und gilt als außerordentlich SRT- und mehltauresistent. Ihre stark gefüllten, zwischen Apricot, Orange und Rosarot changierenden Blüten erscheinen mehrfach und verströmen einen leicht fruchtigen Duft.

Schlagworte: , , , , , , , ,
Iris | 07.07.2010 | 14:18 Uhr | Pflanzenportraits | 2 Kommentare

Rosenportrait ‘Aspirin’

Foto1: Blühende 'Aspirin'

Die ‘Aspirin-Rose’ ist die schönste, blühfreudigste und gesündeste weiße Rose, die ich kenne. Wie die ‘Westerland’ steht sie nun das zweite Jahr in unserem Garten und wird von mir (angebunden an einem Rankgitter) als buschige Beetrose im Vordergrund des großen Staudenbeetes eingesetzt. Ihre zahlreich vorhandenen Blüten gehören zu den hitze- und regenbeständigsten in meinem Garten und sind auch noch selbstreinigend. Das Einzige, was ihr m.E. zu einer wirklichen Traumrose fehlt, ist der Duft.

Foto2: Blühende 'Aspirin'

Die ADR-Rose ‘Aspirin’ aus der Rosenzüchtung Tantau kann mit ihren zahlreichen weichen, 60 – 80 cm langen Blütentrieben sowohl als Beetrose, wie auch als Bodendeckerrose eingesetzt werden. Sie blüht mehrfach, in großen Büscheln und außerordentlich üppig. Bei kühler Witterung sind ihre stark gefüllten Blüten von der Mitte her Zartrosé überhaucht, was ihre ohnehin romantische Anmutung noch verstärkt. Ihr Name wurde ihr von der Bayer AG, anlässlich des 100. Geburtstags ihres gleichnamigen Medikaments verliehen.

Schlagworte: , , , , , ,
Iris | 06.07.2010 | 20:22 Uhr | Pflanzenportraits | 2 Kommentare
Seiten: 1 2 3 4 5 »