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Pflanzenportraits

Rosenportrait ‘Westerland’

Foto1: Blühende 'Westerland'

Die Strauchrose ‘Westerland’ ist eine der jüngsten Blumenköniginnen in meinem Garten. Ich hatte sie letztes Frühjahr im Zuge unserer radikalen Gartenumstaltung angeschafft, damit sie zusammen mit der Clematis ‘Arctic Queen’ den Rosenschirm am neu eingerichteten Bankplatz berankt. Allzu viel kann ich also über sie noch nicht berichten – außer, dass sie, wie die meisten anderen meiner Rosen auch, im letzten Winter komplett zurückgefroren war und sich von ganz unten wieder aufbauen musste. Dafür hat sie allerdings inzwischen schon wieder kräftig an Höhe und Trieben zugelegt. Rund 80 cm des Rosenschirms hat sie bereits erklommen und kleidet ihn gut mit ihrem gesunden, sattgrünen Laub. Auch etliche ihrer zwischen Orange, Gelb und Apricot changierenden Blütenbüschel hat sie in den letzten Tagen schon hervorgebracht. Leider sind die jedoch in der momentanen hochsommerlichen Hitze nicht ganz so haltbar wie beispielsweise die meiner ‘Amber Queen’.

Foto2: Blühende 'Westerland'

Abschließend wie gehabt noch ein paar Informationen zu Herkunft und Habitus:
Die öfterblühende Strauchrose ‘Westerland’ (benannt nach dem gleichnamigen Ort auf der Insel Sylt) vom Rosenzüchter Kordes entstammt einer Kreuzung aus ‘Friedrich Wörlein’ und ‘Circus’. Sie erreicht eine Höhe von etwa 150 cm, wächst zunächst aufrecht und buschig, später überhängend, kann aber auch als niedrige Kletterrose gezogen werden. Ihr Blütenduft ist fruchtig und recht intensiv. 1974 wurde sie mit dem Siegel der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR) ausgezeichnet, das sie bis heute trägt.

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Iris | 05.07.2010 | 09:47 Uhr | Pflanzenportraits | 4 Kommentare

Rosenportrait ‘Apricot Clementine’

Foto1: Blühende 'Apricot Clementine'

Die meisten Vorzüge meiner Zwergrose ‘Apricot Clementine’ hatte ich hier vorletzten Sommer schon mal beschrieben. Sie steht immer noch dort, wo ich sie bei ihrem Einzug hingepflanzt hab – nämlich direkt mittig vor unserer Terrasse, so dass man ihre Blütenpracht jederzeit aus der Nähe betrachten kann. Und das finde ich immer noch so lohnenswert wie damals. Als weiteren Pluspunkt konnte ich ihr zwischenzeitlich ihre hervorragende Frosthärte gutschreiben. Zwar war auch sie, wie fast alle meine Rosen, im letzten Winter bis zum Boden zurückgefroren, doch sie trieb kräftig wieder aus und hat nun wieder ihre normalen Ausmaße. Jetzt blüht sie, als wäre nichts gewesen.

Foto2: Blühende 'Apricot Clementine'

Abschließend noch ein paar Informationen zu Herkunft und Habitus:
Die Patio-/Zwergrose ‘Apricot Clementine’ aus der Rosenzüchtung Tantau wird circa 40-60 cm hoch und 30 cm breit, blüht mit einer kurzen Pause den ganzen Sommer und Frühherbst durch und bleibt dabei durchgehend so kompakt und standfest, dass sie als einzige meiner Rosen noch nie gestützt werden musste. Ihr sanfter Rosenduft ist allerdings so schwach, dass er nur in unmittelbarer Blütennähe wahrgenommen werden kann. Aufgrund dieser Eigenschaften könnte ich sie mir auch sehr gut in einem Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse vorstellen.

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Iris | 03.07.2010 | 12:14 Uhr | Pflanzenportraits | 4 Kommentare

Meine schönste Rose: ‘Amber Queen’

Foto: Beetrose 'Amber Queen' in voller Blüte

Es war Liebe auf den ersten Blick. Und obwohl in den Jahren, seit ich diesen Garten habe, noch etliche Rosen nach ihr hier einzogen, ist die Beetrose ‘Amber Queen’ nach wie vor meine liebste. Das Bernsteingelb ihrer zahlreichen edel geformten Blüten finde ich einfach umwerfend schön. Es gibt nichts, was ich an ihr bemängeln könnte: Sie überstand selbst die härtesten beiden Winter, die wir hier seit Jahrzehnten hatten, wird so gut wie nie krank, und wenn ihre überreiche Blüte erst mal eingesetzt hat, hört sie bis zum Wintereinbruch nicht mehr auf. Darüber hinaus gehören ihre Blüten (neben denen der ‘Aspirin’) zu den regen- und hitzeunanfälligsten von allen meinen Rosen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man ihre Triebe an einer Rankhilfe anbindet, denn diese sind zu dünn, um ihre großen, stark gefüllten Blütenbüschel allein zu tragen – schon gar nicht, wenn sie nass sind.

Nebenbei: Nicht nur ich bin so absolut begeistert von dieser Rose. Für keine andere hab ich bislang so viele bewundernde Komplimente von Passanten und Besuchern unseres Gartens eingeheimst wie für sie.

Foto: Blütenmakro von Beetrose 'Amber Queen'

Die Beetrose ‘Amber Queen’ aus dem Hause Harkness gehört zu den Floribundarosen und entstand aus einer Kreuzung von ‘Southampton’ und ‘Typhoon’. Sie wird nur etwa 50-60 cm hoch, wächst breitbuschig und ihre Blüten verströmen einen sanften, angenehmen Duft. In Österreich wird sie auch unter ihrem Zweitnamen ‘Prinz Eugen von Savoyen’ gehandelt.

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Iris | 01.07.2010 | 18:27 Uhr | Pflanzenportraits | 9 Kommentare

Staudenstars im Junigarten

Foto: Brennende Liebe in voller Blüte

Unter dieser Überschrift muss natürlich zuallererst meine Lieblings-Prachtstaude, die Brennende Liebe (Lychnis chalcedonica) genannt werden. Ursprünglich aus Russland stammend, gehört sie schon seit Langem zu den beliebtesten Bauerngartenstauden im mitteleuropäischen Raum. Diese zur Familie der Nelkengewächse zählende, bis 1 Meter hoch werdende, horstige Pflanze bildet ab Juni mit ihren feuerroten Blüten den unübersehbaren Mittelpunkt meiner Staudenbeete. Zu ihren Vorzügen zählen außer der Leuchtkraft ihre unkomplizierte Kultur, Standfestigkeit und eine lange Blütezeit. Außerdem ist sie kaum krankheitsanfällig und absolut winterhart.
Mich spricht ja gerade das leuchtende Rot der bekanntesten Sorte besonders an, und ihre Nachbarn in unserem Garten sind farblich auch durchaus imstande, neben ihr zu bestehen. Doch auch wer es nicht ganz so auffällig mag, muss auf diese äußerst robuste Zierpflanze nicht verzichten, denn es gibt sie auch weißblühend.

Foto: Mädchenauge 'Early Sunrise' in voller Blüte

Die zweite ausdauernde Sommerblüherin, die ich hier vorstellen will, ist eine diesjährige Neuerwerbung, das Mädchenauge ‘Early Sunrise’ (Coreopsis grandiflora). Auch diese mehrjährige Staude ist wie die Brennende Liebe horstbildend und standfest, wird aber nur etwa 50 cm hoch, was sie zu einer idealen Vordergrundpflanze im Staudenbeet macht. Sie besticht schon in ihrer ersten Saison in unserem Garten durch überreiche Blütenfülle und wächst, im Gegensatz zu meiner anderen Mädchenaugensorte (Coreopsis lanceolata ‘Sterntaler’), außerdem sehr kompakt.

Foto: Rittersporn in voller Blüte

Eine weitere schon von Weitem sichtbare Prachtstaude in meinem großen Staudenbeet ist der blaue Rittersporn (Delphinium), eine der bekanntesten Bauerngartenstauden aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Zwar sind die Belladonna-Hybriden, zu der auch meine Sorte ‘Piccolo’ zählt, die kleineren Vertreter ihrer Art, doch mit seinen ca. 80 cm ist er in unserem kleinen Garten dennoch nicht zu übersehen. Weil ich blauen Rittersporn schon seit jeher besonders mag, nehme ich auch in Kauf, dass ich auf seinen Austrieb immer ein besonders wachsames Auge haben muss, da die Pflanze zu den Leibspeisen der Nacktschnecken zählt. In der Anfangszeit unseres Gartens wuchs hier auch noch eine weitere Sorte, eine sehr hohe dunkelblaue Pacific-Hybride, die mir jedoch letztes Jahr ausgewintert ist.

Foto: Steppensalbei in voller Blüte

Im Vordergrund des großen Staudenbeetes begeistern mich derzeit außerdem zwei mittlerweile stattliche Steppensalbei (Salvia nemorosa). Die genaue Sorte ist mir leider nicht bekannt (irgendwann zu Beginn meiner Gärtnerinnenkarriere mal im Baumarkt mitgenommen und zu der Zeit noch nicht auf Sortennamen geachtet). Salbei zählt wie auch der Lavendel ursprünglich eigentlich zu den Gewürz- und Heilkräutern und begnügt sich auch wie er mit mäßig trockenem Boden in voller Sonne. Nicht nur ich habe mich im Laufe der Zeit immer mehr in diese dankbaren und pflegeleichten Pflanzen verliebt, auch die Bienen fliegen massenhaft auf ihn. Ich schätze an ihm besonders seine kompakte Wuchsform und die zuverlässige Nachblüte, welche der ersten an Üppigkeit kaum nachsteht. Besonders schön sieht er übrigens in direkter Nachbarschaft von gelbblühenden Stauden wie Mädchenauge oder Sonnenhut aus. Doch auch als Rosenkavalier wird er von Gärtnern geschätzt.

Foto: Glockenblume Blauranke in voller Blüte

Last but not least soll an dieser Stelle auch mein Lieblings-Bodendecker, die Hängepolster-Glockenblume ‘Blauranke’ (Campanula poscharskyana) nicht fehlen. Mittlerweile schlängeln sich ihre langen, blütenübersäten Ranken an etlichen Stellen durch unseren Garten und lassen dort Wildkräutersamen keinen Raum zum Keimen. Hier bei uns habe ich diese Staude als absolut unverwüstlichen Allrounder erlebt. Egal ob unter Sträuchern, zwischen anderen starkwüchsigen Bodendeckern oder inmitten hoher Prachtstauden – sie schlängelt sich überall durch oder kriecht malerisch an allem hoch, was etwas Halt bietet und erfreut uns bis zum Frosteinbruch mit ihren violettblauen Blütenmassen. Darüber hinaus lässt sie sich problemlos durch Teilung vermehren (meine mittlerweile ca. 20 Exemplare stammen alle von nur zwei Ursprungspflanzen ab) und ist daher ein nahezu perfekter und preiswerter Lückenfüller. Allerdings sollte man das Teilen am besten im Frühling machen, bevor sie ihre langen Ranken entwickelt hat, denn diese sind sehr bruchempfindlich. Zwar ist die sie nicht die einzige Glockenblumenart in unserem Garten (insgesamt sind’s sechs verschiedene), aber mir ist sie mit Abstand die liebste.

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Iris | 30.06.2010 | 16:14 Uhr | Pflanzenportraits | 7 Kommentare

Und was blüht sonst so im Mai?

Hier eine Auswahl von Stauden, die neben Rhododendren, Azaleen, Strauchpfingstrose und Polsterstauden derzeit in meinem Maigarten blühen:

Fotocollage: Tränende Herzen, Storchschnabel, Flockenblume, Moossteinbrech, Akeleien

Mein absoluter Liebling im hinteren Garten war während der ersten Maiwochen mein weißes Tränendes Herz. Nicht nur, dass es so viele Blüten trug wie noch nie, die ganze Staude zeigte sich auch in einer perfekten, gleichmäßig kompakten Wuchsform. Doch vor kurzem haben ihm die vielen wundervollen Storchschnabelblüten den ersten Rang abgenommen.

Und meine diesjährige Maifavoritin im Vorgarten ist ebenfalls eine Schönheit in weiß – nämlich diese vor einigen Jahren selbst gezogene Stängelprimel.

Foto: Horst weißer Stängelprimeln

Aufgrund der kühlen Witterung der letzten Zeit sind auch die meisten Hornveilchen in den Töpfen und Beeten immer noch gut in Form – wie beispielsweise diese hier in der Pflanzschale auf dem Gartentisch.

Foto: Bunte Hornveilchenpflanzung mit einem Keramik-Blumenstecker in Schneckenform

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Iris | 25.05.2010 | 14:22 Uhr | Garteneindrücke, Pflanzenportraits | 3 Kommentare
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