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Pflanzenportraits

Galanthus nivalis

So lautet der botanische Name unseres einheimischen Schneeglöckchens. Als ich meinen Lieblingsgärtnergehilfen zum ersten Mal darüber belehrte, meinte der:
“Das klingt eher wie ein Zauberspruch von Harry Potter.”

Foto: Blühende, tropfnasse Schneeglöckchen im Moos mit Schnee im Hintergrund

Das erste voll erblühte Schneeglöckchen an ungeschützter Stelle gilt, neben der Erlen-, Salweiden- und Haselblüte, als Zeigerpflanze für den phänologischen Vorfrühling.

Hans Christian Andersen widmete ihm ein Märchen, viele Dichter preisten es in lyrischen Versen, und Fuchsienrot verfasste kürzlich ein schönes und informatives Blogposting über das Schneeglöckchen.
Nicht nur in England, auch hierzulande gibt es inzwischen nicht wenige GärtnerInnen, die sich selbst als ‘galanthophil’ bezeichnen. In Nettetal am Niederrhein gibt’s sogar einen Schneeglöckchen-Papst. Er heißt Günter Waldorf und betreibt auch eine Website.

Von den rund 20 bekannten Schneeglöckchen-Arten finden sich in unserem Garten gerade mal zwei – nämlich das hier gezeigte einheimische Schneeglöckchen mit dem zauberhaften Namen Galanthus nivalis und Galanthus woronowii, von dem ich kurz nach der Übernahme unseres Garten einige Zwiebeln gesetzt hatte.

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Iris | 10.03.2010 | 10:04 Uhr | Pflanzenportraits | 2 Kommentare

Krokusse im Schnee

Foto: Krokusse neben Kriechspindel im Schnee

Krokusse sind meine Lieblingsfrühlingszwiebelblüher, weil sie als erste wieder Farben in den Garten bringen. Außerdem sind sie sehr ausbreitungsfreudig und unkompliziert in der Kultur. Sie gehören zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae), sind also mit der Iris verwandt.

Foto: Makro-Aufnahme einer gelben Krokusblüte im Schnee

Zumindest meine botanischen Krokusse haben sich inzwischen durch den nur langsam schmelzenden Schnee ans Licht gekämpft. Die gelben hatten sogar schon ein paar mal ihre Blüten geöffnet.

btw was vielleicht nicht jedem bekannt ist: Neben den weit verbreiteten Frühlings-Krokussen gibt es auch herbstblühende Arten. Ein schöner umfassender Artikel über Krokusse ist auf der NABU-Website zu finden.

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Iris | 09.03.2010 | 09:46 Uhr | Pflanzenportraits | 4 Kommentare

Blüten im Novembergarten

“Es wird durchgeblüht!” So lautete eine Devise des berühmten Staudenzüchters und Gartenphilosophen Karl Foerster. Wie Frau Landgeflüster versuche auch ich diesen Anspruch zu verwirklichen und das ganze Jahr über etwas Blühendes im Garten zu haben. Zwar hatte die üppige Blütenpracht des Sommerflors hier in diesem Jahr ein frühes Ende, doch ein paar Blumen sind auch jetzt im November noch in meinem Garten zu finden. Anders als im Sommer fallen sie allerdings nicht mehr massenhaft schon von Weitem ins Auge, sondern man muss bei den meisten schon genauer hingucken, um sie zu entdecken. So sieht man z.B. bei uns noch an vielen Stellen zarte Blüten und Knospen der Glockenblume Blauranke aus dem Herbstlaub hervorlugen.

Foto: Knospen der Glockenblume Blauranke im Herbstlaub

Auch an manchen Rosenbüschen findet man noch vereinzelte Blüten. Doch die Chrysanthemen stehlen ihnen schon seit Längerem die Show. Fast verblüht hingegen ist die letzte Herbstaster. Meine Fuchsien aus dem Vorgarten hatte ich vor den ersten Nachtfrösten im Oktober schon mal für zwei Wochen in den Keller verfrachtet. Doch da die Temperaturen danach noch mal deutlich wieder anstiegen, holte ich sie wieder rauf, damit sie nicht ganz so lange im unkomfortablen Winterquartier durchhalten müssen. Jetzt stehen sie auf der Terrasse, zusammen mit der Strauchmargerite, die auch noch mal reichlich Blüten angesetzt hat. Außer denen, die hier abgebildet sind, blühen derzeit bei uns noch ein paar Alpen- und Duftveilchen, Primeln, Lampenputzergras und Heide.

Fotocollage: Letzte Blüten im November

Ein Spätblüher ist allerdings auch beim flüchtigen Blick in unseren Garten kaum zu übersehen: Das Pampasgras. Winterlich verschnürt, mit einer wärmenden Laubschicht zu Füßen thront es über allem.

Foto: Pampasgras im Gegenlicht

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Iris | 22.11.2009 | 10:26 Uhr | Garteneindrücke, Pflanzenportraits | 4 Kommentare
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