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30. Mär Königinnen in Not

Foto: Dunkle Erdhummel mit Milbenbefall in lila Krokusblüte

Kurz nach Beginn der Krokusblüte fanden sich auch die lange vermissten Hummeln wieder in unserem Garten ein. Doch etlichen der Hummelköniginnen geht es sichtlich schlecht. Der außergewöhnlich hartnäckige Winter hat ihnen offenbar schwer zu schaffen gemacht. Viele von ihnen wurden nicht nur durch den langen Nahrungsmangel sehr geschwächt, sondern obendrein durch starken Milbenbefall.

Foto: Dunkle Erdhummel beim Saugen von Zuckerlösung aus einem Teelöffel

Gestern Abend sah ich eine dunkle Erdhummel völlig entkräftet über unsere Terrasse kriechen. Glücklicherweise hatte ich erst vor kurzem auf der Website des NABU gelesen, wie man derart geschwächten Tieren zumindest ein bisschen helfen kann – nämlich indem man ihnen etwas Zuckerlösung auf einem Teelöffel anbietet. Wie man hier sehen kann, hat ‘meine’ matte Königin den Energietrank dankbar angenommen. Sie tat sich etwa zehn Minuten daran gütlich und nahm ungefähr ein Viertel der Flüssigkeit auf. Und weil es schon kurz vorm Dunkelwerden war, ließ ich sie in eine von meinen Topfprimeln krabbeln und stellte diese dann ins Anzuchtgewächshaus, wo sie etwas geschützter übernachten konnte.

Heute Morgen nach dem Aufwachen schaute ich gleich nach, ob sie noch da war. Ich fand sie so, wie ich sie gestern zurückgelassen hatte, ließ sie auf ein Blatt Papier krabbeln und gab ihr im Haus (wo sie sich nebenbei auch noch etwas aufwärmen konnte) noch mal etwas Zuckerlösung. Anschließend setzte ich sie draußen auf einen der großen Natursteine in einem Blumenbeet, das schon von der Morgensonne beschienen wurde. Danach machte sie schon einen viel vitaleren Eindruck, bewegte sich schneller und benutzte auch schon mal ihre Flügel. Jetzt ist sie fort. Ich hoffe, sie hält weiter durch und gründet ein großes Volk.

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Iris | 30.03.2010 | 09:55 Uhr | Tiere im Garten | 7 Kommentare

26. Mär Es frühlingt und ostert im Garten

Seit ich meine Frühlingspflanzungen nicht mehr allabendlich in den Keller räumen muss, um sie vor dem außergewöhnlich hartnäckigen Winter in Sicherheit zu bringen, hab ich noch ein paar mehr Kübel und Körbe mit Frühblühern bepflanzt und den Garten damit österlich geschmückt. Und einige meiner schönsten diesjährigen Osterarrangements für den Außenbereich hab ich heute mit der Digicam aufgenommen, um sie hier zu zeigen.

Foto: Weißer Osterkorb mit Primeln, Narzissen, Hornveilchen, Bellis, Hyazinthen, Goldnessel, Efeu und Moos

Vor einiger Zeit wollte eine Verwandte meines Lieblingsgärtnergehilfen einen alten Einkaufskorb wegwerfen, weil der ihr zum Einkaufen nicht mehr gut genug war. Jedoch hielt mein Lieblingsgärtnergehilfe sie glücklicherweise mit dem Hinweis davon ab, dass ich bestimmt noch was damit anzufangen wüsste. Und ob: Zunächst mal hab ich den Korb weiß angepinselt (leicht grau abgetönt) und mit Folie ausgekleidet. Anschließend hab ich ihn in Weiß, Gelb und Blau frühlingshaft bepflanzt und mit farblich passenden Schleifen aufgehübscht – et voilà: Sieht doch aus wie neu, oder?

Foto: Kleiner weißer Bügelkorb Primel, Bellis, Hornveilchen, Moos, hölzernem Steckhasen und orangen Schleifen auf einer Gartenbank

Und wo der Farbeimer schon mal offen war, hab ich gleich noch ein weiteres kleines Körbchen, das auch nicht mehr besonders ansehnlich aussah, gleich mitgeweißt. Frisch bepflanzt und beschleift dient es nun als einladender Blickfang auf der Gartenbank.

Foto: Regal und Werkzeugleiste aus schwarzem Eisen an einem Gartenschrank, mit Rebenherz, Pflanztöpfen, Eiernest und Terracotta-Lamm österlich dekoriert

Auch mein Lieblingsgärtnergehilfe war fleißig und hat für die diesjährige Gartensaison nicht nur alle Zäune, Gartenbänke und den Gartenschrank, sondern auch mein Gartenregal frisch gestrichen. Die Hakenleiste hatte ich mir kürzlich passend dazu angeschafft. Gestern hab ich beides dann neben dem Gartenschrank angebracht und österlich dekoriert. Das Herz aus Efeuranken ist derzeit mein ganzer Stolz. Denn es ist der erste herzförmige Kranz, den ich selbst gebunden hab.

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Iris | 26.03.2010 | 22:33 Uhr | Dekoration | 5 Kommentare

21. Mär Verschenkte Frühlingsboten

Foto: Rustikaler Bauernkorb mit Mini-Narzissen, Hyazinthen, Traubenhyazinthen, Goldnessel, Primel, Moos, Reisig und weißen Porzellanhasen

Diesen Frühlingskorb hatte ich bereits Anfang der Woche für den Geburtstag meiner Mutter zusammengestellt. Doch weil sie ihn gestern erst bekommen hat und manchmal auch einen Blick in dieses Blog wirft, kann ich ihn erst heute hier vorzeigen; schließlich sollte es ja eine Überraschung sein.

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Iris | 21.03.2010 | 10:22 Uhr | Dekoration | 2 Kommentare

19. Mär Es geht los!

Gestern war’s endlich soweit: Der letzte Schnee ist vollständig weggetaut, und der erste warme Vorfrühlingstag in diesem Jahr gab mir erstmals die Gelegenheit, im Garten gründlich aufzuräumen. Ich nutzte sie, um die Beete durchzuharken, damit der Boden Luft bekommt, alte Staudenreste zu entfernen und meine Rosen zu schneiden.

Foto: Voll erblühte Winterlinge

Nebenbei konnte ich mich am Anblick meiner neu gesetzten Winterlinge erfreuen, die in der Frühlingssonne voll erblühten. Ein unvergleichlich intensives Knallgelb, wie ich finde.

Foto: Weit geöffnete Krokusblüten in gelb, zartviolett und weiß

Und auch meine geliebten Krokusse entfalten sich nun an vielen Stellen im Garten in all ihrer Farbenpracht.

Heute versteckt sich die Sonne zwar hinter einer Wolkendecke, doch die Temperaturen sind wieder frühlingshaft mild. Also verbringe ich auch diesen Tag im Garten, solange es von oben einigermaßen trocken bleibt.

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Iris | 19.03.2010 | 11:48 Uhr | Pflanzenportraits | 5 Kommentare

10. Mär Galanthus nivalis

So lautet der botanische Name unseres einheimischen Schneeglöckchens. Als ich meinen Lieblingsgärtnergehilfen zum ersten Mal darüber belehrte, meinte der:
“Das klingt eher wie ein Zauberspruch von Harry Potter.”
Ich finde, da hat er irgendwie recht; Galanthus nivalis klingt zauberhaft.

Das erste voll erblühte Schneeglöckchen an ungeschützter Stelle gilt, neben der Erlen-, Salweiden- und Haselblüte, als Zeigerpflanze für den phänologischen Vorfrühling.

Hans Christian Andersen widmete ihm ein Märchen, viele Dichter preisten es in lyrischen Versen, und Fuchsienrot verfasste kürzlich ein schönes und informatives Blogposting über das Schneeglöckchen.
Nicht nur in England, auch hierzulande gibt es inzwischen nicht wenige GärtnerInnen, die sich selbst als ‘galanthophil’ bezeichnen. In Nettetal am Niederrhein gibt’s sogar einen Schneeglöckchen-Papst. Er heißt Günter Waldorf und betreibt auch eine Website.

Von den rund 20 bekannten Schneeglöckchen-Arten finden sich in unserem Garten gerade mal zwei – nämlich das hier gezeigte einheimische Schneeglöckchen mit dem zauberhaften Namen Galanthus nivalis und Galanthus woronowii, von dem ich kurz nach der Übernahme unseres Garten einige Zwiebeln gesetzt hatte.

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Iris | 10.03.2010 | 10:04 Uhr | Pflanzenportraits | 2 Kommentare
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