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16. Mai Aufbau eines Gerätehauses I

Vorab: Ich bitte zu entschuldigen, dass die Fotos zur Illustration meiner Berichte von unserem Neubaugrundstück nicht immer in der Qualität vorliegen, wie sie die Stammleser dieses Blogs gewohnt sind. Es ließ sich leider nicht immer bewerkstelligen, alle Arbeiten bei bestem Fotografierlicht zu erledigen ;o).

Wie ich ja bereits in meinem ersten Blog-Artikel zum Bau unseres neuen Eigenheims erwähnte, begannen wir unser Bauvorhaben im letzten Monat mit der Errichtung eines Gartengerätehauses. Dies schien uns sinnvoll, weil wir für die eigentliche Bauphase einen Unterstellplatz für unsere Werkzeuge und einen Aufenthaltsraum für kurzzeitige Regenpausen brauchten. Und da in meinem Gartenentwurf ohnehin ein Schuppen für das Gartenwerkzeug eingeplant war, konnten wir zusätzliche Kosten für das Ausleihen eines Bauwagens o.ä. einsparen, indem wir den Gerätehausaufbau vorzogen (btw: Es wird sich noch an anderen Stellen zeigen, wie nützlich ein einigermaßen vollständiger Gartenplan vor Baubeginn ist).

Bei dem zu errichtenden Gerätehaus handelte es sich um einen Bausatz aus unbehandeltem Fichtenholz, mit einer Wandstärke von 19 mm und einem Sockelmaß von 2,40 m x 3,00 m, das wir nach dem Aufbau selbst mit einem farblich zum Wohnhaus passenden Schutzanstrich versehen wollten. Doch wie sich herausstellte, mussten wir uns bereits vor der Montage der Hütte unserer ersten großen Herausforderung stellen. Das Gerätehaus sollte nämlich im oberen Drittel unseres Grundstücks Platz finden, und da haben wir ein ganz ordentliches Gefälle. Unsere Aufgabe bestand also zunächst darin, ein ebenes Fundament am Hang zu errichten – und zwar eins, das unser Haus genau an der Stelle halten würde, wo wir es hinstellten. Dazu fragten wir unseren guten Nachbarn, einen erfahrenen Maurer um Rat und setzten diesen dann in die Tat um. Klingt eigentlich einfach, oder? Stellte sich aber für uns Bau-Greenhorns dann doch als einigermaßen aufwendig und knifflig heraus. Daher beschränke ich mich in diesem Blogposting auch erst mal nur auf den Aufbau der Gartenhaus-Bodenplatte. Und so lief der ab:

Foto: Abstecken der Bodenplatte mit Tonkinstäben und Schnur

Zu Beginn maßen mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich den Grundriss (+10 cm Zugabe nach allen Seiten) ein und steckten ihn mittels Tonkinstäben und Gartenschnur ab.

Foto: Setzen von Rasenkantensteinen als Fundamentrahmen

Entlang dieser ‘Richtschnüre’ hoben wir anschließend einen kleinen Graben (etwa eineinhalb Spaten breit) aus, in den wir einen wasserwaagerechten Fundamentrahmen aus Rasenkantensteinen setzen. Dabei stellten wir fest, dass wir an der Vorderseite eigentlich gar keinen Boden hätten ausheben müssen, damit die Kantsteine hinten ebenerdig abschlossen. Also schippten wir vorne eben wieder Erde an und verdichteten diese (wer keine Arbeit hat, macht sich welche ;o). Währenddessen stellten wir fest, dass wir später vor dem Gerätehaus zusätzlich noch eine ziemlich hohe Böschung würden aufhäufen müssen, damit das Ganze wirklich hält.

Foto: Ich beim Aufschütten der Böschung

Hier der Beweis, dass ich beim Aufschütten der Böschung auch tatsächlich kräftig mitgeschippt habe – von wegen Männerarbeit ;o).

Foto: Fundmentrahmen mit einem Teil der aufgeschütteten Böschung

Auf dem Foto kann man leider gar nicht so gut erkennen, wie viel Erde wir bis dahin schon bewegt hatten. Alles konnten wir zu dem Zeitpunkt allerdings auch noch nicht zuschütten, denn unser Fundamentrahmen musste ja noch mit Beton verbunden und stabilisiert werden. Und wie wir das gemacht haben, sieht man hier:

Foto: Rückenstütze aus Beton (Ecke)

Der kleine Fundamentgraben wurde innen und außen mit einer etwa 5 cm hohen Betonschicht aufgefüllt. Zusätzlich wurden an sämtlichen Verbindungsstellen der Rasenkantensteine sowie an den Ecken innen und außen dicke Betonbatzen angepappt.

Bevor wir unser Fundament dann innen einebneten, verdichteten und mit Schotter auffüllten, sah das Ganze so aus:

Foto: Betongestützter Fundamentrahmen

Nun hab ich allerdings schon etwas vorgegriffen. Denn bevor der Schotter hineinkam, schoben wir einen anderen Arbeitsschritt dazwischen, der jemandem, der den Gesamtentwurf unseres Gartens nicht kennt, ziemlich unsinnig vorkommen muss. Wir bestellten nämlich erstmal eine Fuhre Schotter, um damit eine LKW-Fahrspur zum oberen Grundstücksdrittel zu bauen.

Foto: Ich beim Schotter feststampfen

Anschließend ließen wir uns wieder mehrere Fuhren Schotter liefern und am Ende dieser Spur abschütten. Zugegeben: Für die paar Karren Schotter, die wir fürs Gartenhausfundament brauchten, wäre das natürlich ein viel zu großer Aufwand gewesen. Da aber unsere Hauptgartenwege ebenfalls als Schotterwege geplant sind, der Sitzplatz unter dem Rosenpavillon mit Schotter angelegt werden soll und auch die Trockenmauer, die den Steingarten einfassen soll, ein Schotterfundament braucht, konnten wir auf diese Weise, gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen und uns einen mühsamen Transport von tonnenweise Schotter bergauf ersparen.

Foto: Schotter und Natursteine; im Hintergrund das Gerätehausfundment

Apropos Trockenmauer: Die dafür benötigten Natursteine ließen wir uns natürlich ebenfalls in einem Abwasch dort ablagern, wo sie später gebraucht werden (hier zeigt sich wieder, wie zeit- und kraftsparend ein rechtzeitiger Gartenplan sein kann ;o).

Foto: Betongestützter Fundmentrahmen

Nachdem wir Schotter auf dem oberen Teil des Grundstücks hatten, füllten wir unseren Fundamentrahmen größtenteils damit auf. Ganz zum Schluss kam dann noch eine Schicht feiner Splitt obendrauf, weil sich darauf die Waschbetonplatten besser ausrichten ließen, welche den Abschluss der Bodenplatte bilden (die hat übrigens mein Lieblingsgärtnergehilfe ganz allein verlegt – und zwar hundertprozentig in Waage ;o).
Unter der blauen Plane da liegt schon das Holz für unser Gerätehaus. Und wie wir das ratzfatz binnen eines Tages aufstellten, davon erzähle ich Euch das nächste Mal.

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Iris | 16.05.2011 | 16:36 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 5 Kommentare

28. Apr Blütensträucher zur Einfriedung unseres Neubaugrundstücks

In meinem letzten Blog-Artikel hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich die Gehölze, die eine herausragende Rolle bei der Strukturierung unseres künftigen Gartens spielen werden, bereits alle ausgewählt und auch schon teilweise aus Steckhölzern oder Sämlingen vorgezogen habe. Heute möchte ich Euch zunächst etwas über die Sträucher erzählen, aus denen sich die Blütenhecke zusammensetzt, die unser Grundstück von drei Seiten einfassen und den einzelnen Gartenräumen später Wind- und Sichtschutz geben soll:

Bauernjasmin, Bluthasel, Blutjohannisbeere, Büschelrose, Edelflieder ‘Andenken an Ludwig Späth’, Edelflieder ‘Charles Joly’, Edelflieder ‘Michel Buchner’, Edelflieder ‘Mme Lemoine’, Edelflieder ‘Mrs Edward Harding’, Forsythie, Gelbholz-Hartriegel, Goldjohannisbeere, Goldliguster, Gefüllter Schneeball, Gemeiner Flieder, Gemeiner Schneeball, Kolkwitzie, Maiblumenstrauch, Pfaffenhütchen, Prachtspiere, Roter Hartriegel, Tatarische Heckenkirsche, Teufelsstrauch, Waldhasel, Weigelie ‘Brigela’, Weigelie ‘Bristol Ruby’, Weigelie ‘Red Prince’, Weigelie ‘Snowflake’, Weißbunter Hartriegel, Winterschneeball ‘Dawn’

Die meisten von diesen Sträuchern werde ich mehrfach pflanzen und sie so kombinieren, dass die Hecke von der Wuchsform, Laubfärbung, Höhenstaffelung, Blütezeit und -farbe her möglichst abwechslungsreich wird, aber dennoch zu einem harmonischen Ganzen zusammenwächst.

Nach meinen Erfahrungen am leichtesten aus Steckhölzern zu vermehren waren Bauernjasmin, Blutjohannisbeere, Deutzie, Forsythie, Hartriegel und Pfaffenhütchen. Andere, wie z.B. die Haseln kann man ganz einfach bei Nachbarn oder Bekannten mit großem Garten abstauben, weil sie sich häufig (oft durch die Hilfe vergesslicher Eichhörnchen ;o) versamen. So hab ich z.B. in unserem neuen Garten 4 schon recht stattliche Bluthaseln gefunden, die ihren Ursprung wohl im Garten meiner neuen Nachbarin haben, wo zwei große Exemplare stehen. Die Waldhaseln sind Sämlinge aus meiner Noch-Nachbarschaft.
Die Flieder sind bis auf zwei neu dazugekauft – allerdings sehr preiswert, weil noch recht klein. Aber bis wir einziehen wachsen sie ja noch :o). Die Sorte ‘Andenken an Ludwig Späth’ werde ich aus meinem jetzigen Garten mitnehmen und den gemeinen Flieder hab ich (neben einigen weiteren Gehölzen und Stauden) von meiner Mutter geschenkt bekommen, die erst kürzlich ihren Garten aufgegeben hat. Flieder gehören wie die Weigelien zu meinen absoluten Lieblings-Blütensträuchern. Ich finde, man kann gar nicht genug davon haben. Auch 10 Goldliguster habe ich neulich günstig online ‘geschossen’. Bei ihnen ist mir die Steckholzvermehrung leider nicht gelungen. Sie waren mir aber wichtig, weil sie durch ihr leuchtendes Laub die Hecke beleben.

Wichtig war mir bei meiner Gehölzauswahl – sowohl in der Blütenhecke, als auch im Unterholz des Ahornhains – auch die Aufnahme einiger heimischer Sträucher, welche Insekten und Vögeln optimalen Schutz und Nahrung bieten. Verzichten musste ich dabei leider auf schwarzen Holunder, obwohl ich den sehr schön finde. Jedoch reagiere ich auf seine Blüten allergisch.
Um meinen Blütensträuchern genügend Platz zu lassen, ihre individuelle Wuchsform zu entfalten und sich gegenseitig nicht allzu sehr zu bedrängen, habe ich mich für einen Pflanzabstand von 1,50 m entschieden.

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Iris | 28.04.2011 | 14:39 Uhr | Gewusst wie | 6 Kommentare

27. Apr Das Lebensglück Garten ist immer noch da

…wenngleich hier im Blog in den letzten Wochen nichts davon zu sehen war und ich mich auch in anderen Gartenblogs rar gemacht habe. Das liegt aber nicht daran, dass ich keine Lust mehr habe, über mein Gartenglück zu berichten, sondern mir fehlte schlicht die Zeit dazu. Heute will ich mir aber zumindest mal die Zeit nehmen, Euch darüber aufzuklären, was mich so lange vom Bloggen und Kommentieren abgehalten hat, denn mein Zeitmangel wird noch eine ganze Weile anhalten. Das Lebensglück-Garten-Blog werde ich aber dennoch nicht aufgeben, denn danach wird es hier mehr von meinem Gartenglück zu berichten geben als je zuvor. So, nun aber genug der Andeutungen, zur Sache Schätzchen:

Im November letzten Jahres erwarben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich ein 1.342 m² großes, idyllisch gelegenes Baugrundstück in Hanglage (Gefälle 10%), am Rande eines kleinen Dorfes, in der Nähe unseres jetzigen Wohnsitzes. An diesem Ort wollen wir uns einen gemeinsamen Lebenstraum erfüllen: Wir werden dort in den nächsten Monaten ein kleines Häuschen bauen und das Grundstück nach und nach in unseren persönlichen Traumgarten verwandeln. So sah unser Grund und Boden aus, bevor wir uns daran machten, unseren Traum zu verwirklichen:

Foto: Unbearbeitetes Neubaugrundstück März 2011

Zu diesem Zweck entwarf ich während der vergangenen Wintermonate zunächst den Grundriss unseres Hauses und plante gemeinsam mit meinem Lieblingsgärtnergehilfen die Bauweise (Geschosszahl, Dachform, Bodenplatte, Baumaterialien, Dämmung, Energieversorgung u.s.w). Anschließend klärten wir auf dem Bauamt, ob wir für unsere Pläne mit der Erteilung einer Baugenehmigung rechnen können. Nachdem wir dort nicht auf Widerstand stießen, suchten wir uns eine Architektin, die unsere Entwürfe in eine Genehmigunsplanung übersetzte und stellten den Bauantrag. Dieser wurde auch inzwischen genehmigt und so können wir in Kürze mit dem Bau des Hauses beginnen.

Während der formellen Vorlaufphase war ich jedoch nicht untätig. Zwischenzeitlich entwarf ich nämlich die Grundstruktur unseres künftigen Gartens und machte mir auch schon detaillierte Gedanken über die Gestaltung verschiedener Gartenräume und ihrer Bepflanzung. Natürlich plante ich dabei alle meine Lieblingspflanzen aus unserem jetzigen Gästehandtuchgarten ein sowie etliche Sträucher und Stauden, die ich in den nächsten Monaten leicht selbst heranziehen kann. So habe ich z.B. seit Jahresbeginn einen Großteil der Sträucher, die später eine gemischte Blütenhecke zur Grundstückseinfriedung bilden sollen, bereits aus Steckhölzern vorgezogen. Bis zum Herbst werden diese hoffentlich schon groß genug sein, den nächsten Winter im Freien zu überstehen. Auch eine ganze Reihe Bodendecker habe ich bereits geteilt und auf dem neuen Grundstück ausgepflanzt, damit sie dort den Sommer über weiter wachsen, um nächstes Jahr an ihrem endgültigen Standort möglichst schnell die unerwünschten Wildkräuter verdrängen zu können. So, nun will ich Euch aber erst mal einen ersten Überblick über meine Pläne gewähren, damit Ihr eine Vorstellung bekommt, was wir uns vorgenommen haben. Ach übrigens, unser zukünftiger Garten wird zwar nicht gerade klein, aber für Rasen ist da trotzdem kein Platz ;o). Genug der Vorrede, stattdessen hier eine erste Visualisierung unserer Pläne:

Grafik: Grundstücksentwurf 1

  1. Hauptgartenwege (Splitt)
  2. Nebenpfade (Natursteinplatten)
  3. 2 – 3 m hohe gemischte Blütenhecke zur Einfriedung
  4. Vorgarten (weiß-gelbe Bepflanzung; Ostseite)
  5. Gehölzgarten (Großgehölze, Rhododendren und Hortensien, unterpflanzt mit Stauden)
  6. Heidegarten (Bepflanzung: Vorwiegend weiße und rote Winterheide, kleinere Flächen Knospenheide, aufgelockert mit passenden Gehölzen, Findlingen und knorrigen Ästen)
  7. Schmales Schattenbeet (Nordseite des Hauses)
  8. Nutzgarten (traditioneller Bauerngarten)
  9. Beet mit typischen Bauerngartenstauden, Anzuchtgewächshaus und Insektenhotel
  10. Steingarten mit nach Süden abfallenden Aufschüttungen und einem Ziergartenteich, eingefasst durch eine Trockenmauer mit einer Aussparung für eine Wasserzapfstelle.
  11. Prärie-Staudengarten mit hohen, sonnenliebenden Stauden und Ziergräsern, einem Holz-Gerätehaus sowie einem Kompostplatz
  12. Kleiner Rosengarten mit Sitzplatz unter einem Rosenpavillon
  13. Ahornhain, unterpflanzt mit überwiegend heimischen Stauden und einer Buchenlaube am Ende des Hauptweges

Jetzt könnten einige von Euch vielleicht denken: “Hm, und das bisschen Geplane hat Dich die ganze Zeit vom Bloggen abgehalten?” Nein, das allein natürlich nicht. Weil wir jedoch in der Bauzeit des Hauses einen Unterstellplatz für unser Werkzeug und einen Aufenthaltsraum während kurzer Regenschauer brauchen, haben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich unser Gerätehaus schon vorab aufgebaut. Und ich kann Euch sagen: Auch ein kleines Fundament an einem Hang zu errichten, ist gar nicht so einfach und ganz schön zeitraubend, wenn man so was noch nie vorher gemacht hat. Außerdem haben wir einige alte Obstbäume an der oberen Grundstücksgrenze gefällt, zerkleinert und abtransportieren lassen. Und ich habe bereits den Ahornhain bepflanzt sowie einen Teil der Blütenhecke angelegt (sämtliche Gehölze auf dem Grundstück sind übrigens schon namentlich vorbestimmt). Doch davon ein andermal mehr…

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Iris | 27.04.2011 | 14:30 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 10 Kommentare
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