28. Apr Blütensträucher zur Einfriedung unseres Neubaugrundstücks
In meinem letzten Blog-Artikel hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich die Gehölze, die eine herausragende Rolle bei der Strukturierung unseres künftigen Gartens spielen werden, bereits alle ausgewählt und auch schon teilweise aus Steckhölzern oder Sämlingen vorgezogen habe. Heute möchte ich Euch zunächst etwas über die Sträucher erzählen, aus denen sich die Blütenhecke zusammensetzt, die unser Grundstück von drei Seiten einfassen und den einzelnen Gartenräumen später Wind- und Sichtschutz geben soll:
Bauernjasmin, Bluthasel, Blutjohannisbeere, Büschelrose, Edelflieder ‘Andenken an Ludwig Späth’, Edelflieder ‘Charles Joly’, Edelflieder ‘Michel Buchner’, Edelflieder ‘Mme Lemoine’, Edelflieder ‘Mrs Edward Harding’, Forsythie, Gelbholz-Hartriegel, Goldjohannisbeere, Goldliguster, Gefüllter Schneeball, Gemeiner Flieder, Gemeiner Schneeball, Kolkwitzie, Maiblumenstrauch, Pfaffenhütchen, Prachtspiere, Roter Hartriegel, Tatarische Heckenkirsche, Teufelsstrauch, Waldhasel, Weigelie ‘Brigela’, Weigelie ‘Bristol Ruby’, Weigelie ‘Red Prince’, Weigelie ‘Snowflake’, Weißbunter Hartriegel, Winterschneeball ‘Dawn’
Die meisten von diesen Sträuchern werde ich mehrfach pflanzen und sie so kombinieren, dass die Hecke von der Wuchsform, Laubfärbung, Höhenstaffelung, Blütezeit und -farbe her möglichst abwechslungsreich wird, aber dennoch zu einem harmonischen Ganzen zusammenwächst.
Nach meinen Erfahrungen am leichtesten aus Steckhölzern zu vermehren waren Bauernjasmin, Blutjohannisbeere, Deutzie, Forsythie, Hartriegel und Pfaffenhütchen. Andere, wie z.B. die Haseln kann man ganz einfach bei Nachbarn oder Bekannten mit großem Garten abstauben, weil sie sich häufig (oft durch die Hilfe vergesslicher Eichhörnchen ;o) versamen. So hab ich z.B. in unserem neuen Garten 4 schon recht stattliche Bluthaseln gefunden, die ihren Ursprung wohl im Garten meiner neuen Nachbarin haben, wo zwei große Exemplare stehen. Die Waldhaseln sind Sämlinge aus meiner Noch-Nachbarschaft.
Die Flieder sind bis auf zwei neu dazugekauft – allerdings sehr preiswert, weil noch recht klein. Aber bis wir einziehen wachsen sie ja noch :o). Die Sorte ‘Andenken an Ludwig Späth’ werde ich aus meinem jetzigen Garten mitnehmen und den gemeinen Flieder hab ich (neben einigen weiteren Gehölzen und Stauden) von meiner Mutter geschenkt bekommen, die erst kürzlich ihren Garten aufgegeben hat. Flieder gehören wie die Weigelien zu meinen absoluten Lieblings-Blütensträuchern. Ich finde, man kann gar nicht genug davon haben. Auch 10 Goldliguster habe ich neulich günstig online ‘geschossen’. Bei ihnen ist mir die Steckholzvermehrung leider nicht gelungen. Sie waren mir aber wichtig, weil sie durch ihr leuchtendes Laub die Hecke beleben.
Wichtig war mir bei meiner Gehölzauswahl – sowohl in der Blütenhecke, als auch im Unterholz des Ahornhains – auch die Aufnahme einiger heimischer Sträucher, welche Insekten und Vögeln optimalen Schutz und Nahrung bieten. Verzichten musste ich dabei leider auf schwarzen Holunder, obwohl ich den sehr schön finde. Jedoch reagiere ich auf seine Blüten allergisch.
Um meinen Blütensträuchern genügend Platz zu lassen, ihre individuelle Wuchsform zu entfalten und sich gegenseitig nicht allzu sehr zu bedrängen, habe ich mich für einen Pflanzabstand von 1,50 m entschieden.
Iris | 28.04.2011 | 14:39 Uhr | Gewusst wie | 6 Kommentare
27. Apr Das Lebensglück Garten ist immer noch da
…wenngleich hier im Blog in den letzten Wochen nichts davon zu sehen war und ich mich auch in anderen Gartenblogs rar gemacht habe. Das liegt aber nicht daran, dass ich keine Lust mehr habe, über mein Gartenglück zu berichten, sondern mir fehlte schlicht die Zeit dazu. Heute will ich mir aber zumindest mal die Zeit nehmen, Euch darüber aufzuklären, was mich so lange vom Bloggen und Kommentieren abgehalten hat, denn mein Zeitmangel wird noch eine ganze Weile anhalten. Das Lebensglück-Garten-Blog werde ich aber dennoch nicht aufgeben, denn danach wird es hier mehr von meinem Gartenglück zu berichten geben als je zuvor. So, nun aber genug der Andeutungen, zur Sache Schätzchen:
Im November letzten Jahres erwarben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich ein 1.342 m² großes, idyllisch gelegenes Baugrundstück in Hanglage (Gefälle 10%), am Rande eines kleinen Dorfes, in der Nähe unseres jetzigen Wohnsitzes. An diesem Ort wollen wir uns einen gemeinsamen Lebenstraum erfüllen: Wir werden dort in den nächsten Monaten ein kleines Häuschen bauen und das Grundstück nach und nach in unseren persönlichen Traumgarten verwandeln. So sah unser Grund und Boden aus, bevor wir uns daran machten, unseren Traum zu verwirklichen:

Zu diesem Zweck entwarf ich während der vergangenen Wintermonate zunächst den Grundriss unseres Hauses und plante gemeinsam mit meinem Lieblingsgärtnergehilfen die Bauweise (Geschosszahl, Dachform, Bodenplatte, Baumaterialien, Dämmung, Energieversorgung u.s.w). Anschließend klärten wir auf dem Bauamt, ob wir für unsere Pläne mit der Erteilung einer Baugenehmigung rechnen können. Nachdem wir dort nicht auf Widerstand stießen, suchten wir uns eine Architektin, die unsere Entwürfe in eine Genehmigunsplanung übersetzte und stellten den Bauantrag. Dieser wurde auch inzwischen genehmigt und so können wir in Kürze mit dem Bau des Hauses beginnen.
Während der formellen Vorlaufphase war ich jedoch nicht untätig. Zwischenzeitlich entwarf ich nämlich die Grundstruktur unseres künftigen Gartens und machte mir auch schon detaillierte Gedanken über die Gestaltung verschiedener Gartenräume und ihrer Bepflanzung. Natürlich plante ich dabei alle meine Lieblingspflanzen aus unserem jetzigen Gästehandtuchgarten ein sowie etliche Sträucher und Stauden, die ich in den nächsten Monaten leicht selbst heranziehen kann. So habe ich z.B. seit Jahresbeginn einen Großteil der Sträucher, die später eine gemischte Blütenhecke zur Grundstückseinfriedung bilden sollen, bereits aus Steckhölzern vorgezogen. Bis zum Herbst werden diese hoffentlich schon groß genug sein, den nächsten Winter im Freien zu überstehen. Auch eine ganze Reihe Bodendecker habe ich bereits geteilt und auf dem neuen Grundstück ausgepflanzt, damit sie dort den Sommer über weiter wachsen, um nächstes Jahr an ihrem endgültigen Standort möglichst schnell die unerwünschten Wildkräuter verdrängen zu können. So, nun will ich Euch aber erst mal einen ersten Überblick über meine Pläne gewähren, damit Ihr eine Vorstellung bekommt, was wir uns vorgenommen haben. Ach übrigens, unser zukünftiger Garten wird zwar nicht gerade klein, aber für Rasen ist da trotzdem kein Platz ;o). Genug der Vorrede, stattdessen hier eine erste Visualisierung unserer Pläne:

- Hauptgartenwege (Splitt)
- Nebenpfade (Natursteinplatten)
- 2 – 3 m hohe gemischte Blütenhecke zur Einfriedung
- Vorgarten (weiß-gelbe Bepflanzung; Ostseite)
- Gehölzgarten (Großgehölze, Rhododendren und Hortensien, unterpflanzt mit Stauden)
- Heidegarten (Bepflanzung: Vorwiegend weiße und rote Winterheide, kleinere Flächen Knospenheide, aufgelockert mit passenden Gehölzen, Findlingen und knorrigen Ästen)
- Schmales Schattenbeet (Nordseite des Hauses)
- Nutzgarten (traditioneller Bauerngarten)
- Beet mit typischen Bauerngartenstauden, Anzuchtgewächshaus und Insektenhotel
- Steingarten mit nach Süden abfallenden Aufschüttungen und einem Ziergartenteich, eingefasst durch eine Natursteinmauer mit einer Aussparung für einen Bewässerungsbrunnen
- Prärie-Staudengarten mit hohen, sonnenliebenden Stauden und Ziergräsern, einem Holz-Gerätehaus sowie einem Kompostplatz
- Kleiner Rosengarten mit Sitzplatz unter einem Rosenpavillon
- Ahornhain, unterpflanzt mit überwiegend heimischen Stauden und einer Buchenlaube am Ende des Hauptweges
Jetzt könnten einige von Euch vielleicht denken: “Hm, und das bisschen Geplane hat Dich die ganze Zeit vom Bloggen abgehalten?” Nein, das allein natürlich nicht. Weil wir jedoch in der Bauzeit des Hauses einen Unterstellplatz für unser Werkzeug und einen Aufenthaltsraum während kurzer Regenschauer brauchen, haben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich unser Gerätehaus schon vorab aufgebaut. Und ich kann Euch sagen: Auch ein kleines Fundament an einem Hang zu errichten ist gar nicht so einfach und ganz schön zeitraubend, wenn man so was noch nie vorher gemacht hat. Außerdem haben wir einige alte Obstbäume an der oberen Grundstücksgrenze gefällt, zerkleinert und abtransportieren lassen. Und ich habe bereits den Ahornhain bepflanzt sowie einen Teil der Blütenhecke angelegt (sämtliche Gehölze auf dem Grundstück sind übrigens schon namentlich vorbestimmt). Doch davon ein andermal mehr…
Schlagworte: Gartengestaltung, Gartenneuanlage, Gartenplanung, Gartenräume, Landhausgarten, Neubaugarten, ohne RasenIris | 27.04.2011 | 14:30 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 10 Kommentare
20. Feb Neue Gärtner braucht das Land!
Gestern hab ich in dem von mir gern gelesenen Blog Mauerblumen ein Video gefunden, das anzuschauen mir viel Freude gemacht hat. Denn es nährt die Hoffnung, dass auch in unserer Welt gegenwärtig dramatisch fortschreitender Urbanisierung noch eine Generation von Menschen heranwächst, die im Grunde ihres Herzens Gärtner sind. Mehr will ich Euch gar nicht dazu sagen. Schaut’s Euch einfach an. Ich verspreche Euch, es lohnt sich:
Schlagworte: Gärtnern in der Stadt, Interkultureller Garten, Kinderbauernhof, Kreuzberg, Stadtgarten, Turgut AltugIris | 20.02.2011 | 13:59 Uhr | Öffentliche Gärten | 3 Kommentare
14. Feb Start der Gartensaison 2011

Obgleich mir wohl bewusst ist, dass wir erst Februar haben und der eindeutig ein Wintermonat ist, kann ich mich nun über erste Vorboten des Frühlings freuen, die seit Kurzem an immer mehr Stellen im Garten auftauchen. Zu dieser Jahreszeit, in der draußen fast überall noch spätwinterliches Graubraun vorherrscht, wird mir beim Anblick sonnengelber Blüten besonders warm ums Herz.

Die sonnigen Nachmittage der vergangenen Woche verlockten mich sogar schon zu ersten gärtnerischen Aktivitäten. Viel ist derzeit noch nicht zu tun. Der Boden beispielsweise ist noch viel zu nass, um ihn sinnvoll zu bearbeiten. Doch die weitgehend frostfreie Witterung verleitete mich bereits zum Rückschnitt der sommerblühenden Sträucher (Schmetterlingsflieder, Rispenhortensien, Zwergspieren, Fingersträucher) sowie zum Stutzen der Lampenputzergräser. Außerdem befreite ich die immergrünen Polsterstauden von halb verrottetem Herbstlaub, damit sie wieder Licht und Luft bekommen und entfernte die vertrockneten Blütenstände der Bauernhortensien. Und da nun auch jeden Tag wieder etwas mehr Licht ins Hausinnere fällt, hab ich am Wochenende auch mit dem Vortreiben meiner Knollenbegonien begonnen sowie etliche Geranienstecklinge neu eingetopft und vor die hellen Südwestfenster gestellt. Mit der Aussaat der einjährigen Sommerblüher warte ich allerdings noch bis März, denn die Erfahrung der vergangenen Jahre hat mich gelehrt, dass die zarten Keimlinge bei etwas mehr Licht deutlich besser durchstarten.
Schlagworte: Anzucht, Gehölze, Krokus, Rückschnitt, Spätwinter, ZaubernussIris | 14.02.2011 | 14:54 Uhr | Pflanzenportraits, Verschiedenes | 7 Kommentare
21. Dez Impressionen aus dem Dezembergarten 2010
Fast den ganzen Dezember hindurch liegt unser Garten nun schon unter einer geschlossenen Schneedecke, die von Woche zu Woche höher wird.

Wenn – so wie heut Vormittag – die Sonne scheint, sieht diese Winterlandschaft ja zugegebenermaßen sehr schön aus. Doch leider ließ sich die Sonne hier in letzter Zeit nur selten blicken. Viel häufiger rieselte massenhaft Schnee aus einem dicht bewölkten Himmel. Inzwischen haben wir so viel von der weißen Pracht, dass wir schon gar nicht mehr wissen, wohin wir die Schneemassen räumen sollen, die wir regelmäßig von den Wegen rund ums Haus schaufeln müssen.

Auch der Weg zum Vogelhaus ist mittlerweile hoch verschneit. Doch das macht nichts. Momentan kommen eh nicht mehr viele Vögel zum Fressen, da inzwischen auch etliche unserer Nachbarn Futterhäuser aufgestellt haben.

Bis auf die wenigen Spuren, die ich heut beim Fotografieren von der Terrasse aus hinterließ, liegt der zuletzt gefallene Schnee im Garten noch beinahe unberührt da. Denn auch unsere Gartenwächterin begibt sich derzeit nur unter Protest nach draußen und sucht dann auch sofort den kürzesten Weg zurück ins Warme.

Das hier sind sehr wahrscheinlich die letzten Gartenfotos von mir aus diesem Jahr – erstens gehört Schnee eh nicht zu meinen bevorzugten Motiven, zweitens fehlt mir fürs Fotografieren über die Weihnachtsfeiertage ohnehin immer die Muße.

Daher wünsche ich an dieser Stelle schon mal allen Lesern und Leserinnen des Lebensglück-Garten-Blogs freudige Feiertage und einen optimalen Rutsch ins neue Gartenjahr.
Schlagworte: Schnee, WinterIris | 21.12.2010 | 19:09 Uhr | Garteneindrücke | 6 Kommentare