15. Okt Abschied von der Blütenpracht
So sah es vorgestern noch in unserem Garten aus. Doch schon gestern war das Feuer der Salvien erloschen, und nach der letzten Frostnacht machen nun auch die Tagetes schlapp. Normalerweise halten gerade diese einjährigen Sommerblüher länger durch; doch die außergewöhnlich frühen Minusgrade haben ihrer leuchtenden Blütenpracht ein jähes Ende gemacht. Nachher werd ich ihre welken Reste abräumen und sie, wie zuvor bereits den herbstlichen Stauden- und Strauchschnitt, im Komposter recyceln. Danach werden dann wieder verschiedene Schattierungen von Grün und Braun sowie die Blatt- und Gehölzformen das Gartenbild bestimmen. Meine Fuchsien aus dem Vorgarten hab ich schon gestern in den Keller verfrachtet; der Oleander hält es nah am Haus noch ein wenig länger draußen aus, wenn die Nachttemperaturen nicht noch tiefer sinken. Hach ja *seufz*, etwas traurig bin ich schon, dass die leuchtend bunten Blumen sich dieses Jahr schon so früh verabschiedet haben.
Schlagworte: Frost, Gartenszene, Herbst, kleiner Garten, ReihenhausgartenIris | 15.10.2009 | 10:48 Uhr | Garteneindrücke | 9 Kommentare
13. Okt Kompostieren im Reihenhausgarten

Einerseits habe ich viele stark zehrende Prachtstauden in unseren Garten gepflanzt, die zum guten Gedeihen regelmäßig gedüngt werden müssen, andererseits sind qualitativ hochwertige handelsübliche Volldünger ziemlich teuer. Zwar fallen besonders beim Abräumen der Blumenbeete im Herbst große Mengen kompostierbares Schnittgut an; doch da unser Garten sehr klein ist, ist für einen offenen Komposthaufen kein geeigneter Platz vorhanden. Abgesehen davon, dass ich selbst deshalb während der Sommermonate keinen in unserem Garten haben wollte, würde er wohl auch von den Nachbarn kaum geduldet.
Um dennoch jedes Frühjahr genügend kostengünstigen Dünger für unsere paar Quadratmeter Ziergarten zu haben, schafften wir uns vor zwei Jahren einen kleinen Thermokomposter an, den wir lediglich von Oktober bis Ende März in einem Eckbeet vor der Terrasse aufstellen (während der Sommermonate steht dort mein Oleanderkübel, auf einer großen Natursteinplatte, umpflanzt mit Einjährigen). Diesen befülle ich dann zunächst mit dem im Herbst anfallenden Stauden- und Strauchschnitt. Nachdem sich dessen anfängliches Volumen nach einigen Wochen der Rotte wieder etwas verringert hat, ergänze ich das Kompostiergut noch bis Weihnachten mit Küchenabfällen wie rohen Obst- und Gemüseresten, Zwiebel- und Kartoffelschalen sowie Kaffeesatz mitsamt Filterpapier. Um zu verhindern, dass das Rottegut zu nass wird (was zu Fäulnis führen würde), mische ich außerdem Schichtweise Holzwolle und/oder Stroh darunter. Und damit mein Kompost auch wirklich bis zum Frühjahr gebrauchsfertig ist, streue ich außerdem etwa pro 20 cm Material eine Handvoll Kompostbeschleuniger auf.
Je nach Witterung setze ich das Ganze dann etwa in der zweiten Februarhälfte einmal um (was die Rotte noch einmal kräftig beschleunigt) und habe dann pünktlich zu Beginn der Wachstumsphase allerbesten Mulchkompost, der nicht nur meine Pflanzen den Sommer über mit den notwendigen Nährstoffen versorgt, sondern darüber hinaus auch die Struktur des Gartenbodens verbessert, seine Wasserspeicherfähigkeit erhöht sowie die Keimung von Wildkräutern hemmt.
Schlagworte: Düngung, Gartenboden, Gärtnern, kleiner Garten, Kompost, Pflanzenpflege, Reihenhausgarten, ThermokomposterIris | 13.10.2009 | 09:14 Uhr | Gewusst wie | 8 Kommentare
30. Sep Neuen Gartenbesucher entdeckt

Bei der Staudenpflege fiel mir neulich in einer Chrysantheme eine Fliege auf, die ich zuvor noch nie gesehen hatte, und ich dachte spontan: “Wie schön, die ist ja farblich wie gemacht für diese Blüte.” Glücklicherweise hatte ich meine Digicam gerade griffbereit und lichtete sie ab. Ein paar Tage darauf sah ich sie wieder, dieses Mal auf einer hohen Fetthenne (die ihr nicht ganz so gut stand wie die Chrysantheme), und machte noch ein paar Aufnahmen von ihr. Doch ich hatte immer noch keine Ahnung, was das für eine Fliege war. Und auch mein Lieblingsgärtnergehilfe konnte mir bei ihrer Bestimmung nicht weiterhelfen. Also war mal wieder Netzrecherche angesagt.

Aber sucht mal im Internet nach einer bestimmten Fliegenart, wenn Ihr nichts weiter wisst, als dass es sich um eine Fliege handelt – man ahnt ja gar nicht, wie viele verschiedene es in unseren Gefilden gibt. Nichtsdestotrotz hab ich ‘meine’ nun endlich gefunden: Offenbar handelt es sich bei unserem neuen Blütenbesucher um eine Igelfliege (Okay, wieso man sie so genannt hat, bedarf keiner Erklärung; hätt ich auch drauf kommen können). Da ihre Larven Raupen befallen und töten, gilt sie als Nützling.
Schlagworte: Igelfliege, Insekten, Makro, Nützlinge, RaupenfliegeIris | 30.09.2009 | 19:17 Uhr | Tiere im Garten | 8 Kommentare
29. Sep Leuchtende Sonnenbräute im Spätsommergarten

Auf die Bienen wirkten ihre knallgelben und feurig roten Blütenberge im August und September geradezu wie ein Magnet. Doch nicht nur sie finden meine Helenium-Stauden offenbar unwiderstehlich. Während der vergangenen Wochen zogen sie auch die Blicke vieler Passanten auf sich. Wen wundert’s, bringen sie doch die Staudenbeete den ganzen Spätsommer hindurch regelrecht zum Glühen. Und auf unserem guten Gartenboden in sonniger Lage sind sie obendrein total unkompliziert und gesund.
Helenium-Hybriden gibt es in unzähligen Sorten und vielen Farbvariationen zwischen Hellgelb und Dunkelrot. In meinen Staudenbeeten stehen derzeit drei verschiedene: ‘Rubinzwerg’, die kleinste und frühestblühende, ‘Rotgold’, mehrfarbig blühend, sowie eine spät und einfarbig gelb blühende Sorte, die auch meine höchste ist. Von Letzterer weiß ich allerdings den Namen nicht, da ich sie (als meine erste Sonnenbraut) einst von einem Verwandten abstaubte, den es nicht sonderlich interessiert, wie die Blumen in seinem Garten heißen. Bei mir beginnt ihre Blütezeit allerdings deshalb so spät, weil ich sie im Juni immer um zwei Drittel zurückschneide, damit sie sich stärker verzweigt und nicht so hoch wird. So ist sie standfester und nimmt ihren Nachbarn nicht das ganze Licht. Weitere positive Nebenwirkung: Durch die vielen neuen Seitentriebe, die beim Remontieren entstehen, kriegt sie noch mehr Blüten.
Weiterführende Links zum Thema Sonnenbraut:
- Die Staude des Jahres 2008 beim Bund deutscher Staudengärtner.
- Helenium – Staude des Jahres 2008 im Staudenzeit-Blog.
- Foto-Portraits zahlreicher Helenium-Hybriden von Hartmut Rieger.
Iris | 29.09.2009 | 10:25 Uhr | Pflanzenportraits, Tiere im Garten | 1 Kommentar
28. Sep Elke Heidenreich und ihr widerspenstiger Garten
Die Kodderschnauze von Elke Heidenreich hab ich schon gemocht, als sie noch als Quasselstrippe Else Stratmann aus dem Radio kam. Obwohl ich nicht immer einig mit ihr war, bewunderte ich doch stets den Schneid, mit dem sie geradeheraus sagt, was sie denkt. Und nachdem ich vor kurzem Elke Heidenreichs Liebeserklärung an ihren Garten gelesen hatte, war sie mir noch ein bisschen sympathischer.
Beim Lesen der folgenden Passage musste ich unwillkürlich schmunzeln:
Abends starrte ich sehnsüchtig auf die Fotos englischer Landhausgärten und las in unseren schönen Gartenbüchern, dass der Garten etwas über den Gärtner aussagt. “Der äußere Garten”, stand da, “ist der Spiegel des inneren Gartens”, und so kunterbunt wollte ich doch nie sein!
Und ich dachte: “Eigenwillig, widerspenstig, stur – und ob dieser Garten zur Gärtnerin passt!” ;o)
Schlagworte: Elke Heidenreich, GartengestaltungIris | 28.09.2009 | 17:55 Uhr | Surftipps | 3 Kommentare