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Artikel mit dem Schlagwort ‘Frühlingsgeophyten’

Ein Spätling legt den Turbo ein

Nachdem der diesjährige Vorfrühling sich hier nur ganz kurz blicken ließ, um die Schneeglöckchen und Krokusse zu wecken, kehrte der Winter noch einmal zurück, bedeckte die Frühlingsboten nochmals mit einer dicken Schneedecke und vergraulte meine Gartenlust mit eisigem Ostwind.
Foto: Heidegarten mit ersten Frühlingszwiebelblühern zwischen blühender Winterheide
Seit die sehnsüchtig erwartete Frühlingssonne sie Anfang der Woche wieder zum Vorschein brachte, absolvieren sie ihr Frühlingsprogramm bei rasch steigenden Temperaturen wie im Zeitraffer. Die Schneeglöckchen, Krokusse und Zwergiris, die Ihr hier im Heidegarten seht, sind alle schon wieder verblüht. Für Gartenlust fehlt mir zurzeit die Muße. Um mich herum explodiert derzeit die Natur geradezu, und wie die Frühlingsblüher muss nun auch den Turbo einlegen, ehe die überall sprießenden Wildkräuter meine Pflanzenschätze überwuchern und ich sie nicht mehr wiederfinde. Von unseren zwischenzeitlichen Fortschritten im Landhausgarten werde ich berichten, sobald dieser Turbo-Spätling mir zeitlich wieder etwas Luft lässt.

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Iris | 21.04.2013 | 21:21 Uhr | Garteneindrücke | 2 Kommentare

Blau und Gelb sind DIE Farben des April

Fotocollage: Blaue Hornveilchen, Immergrün, Vergissmeinnicht, Schneestolz, Veilchen, Anemone Blanda, Traubenhyzinthen, Blaukissen und Gedenkemein

Zumindest dominieren diese beiden Blütenfarben die längste Zeit des Monats in meinem Garten. Erst seit ein paar Tagen blühen immer mehr rote Tulpen auf und übernehmen als Signalfarbe Nummer 1 nun den Rang der allmählich welkenden Narzissen.

Fotocollage: Gelbe Tulpen, Narzissen, Primeln, Hornveilchen, Golderdbeere, Mahonien und Forsythien

Und Jahr für Jahr werden es mehr Tulpen und Narzissen, da ich von Anfang an nur Frühlingszwiebelblüher gepflanzt habe, die gut verwildern und sich außerdem in einer mehrjährigen Sichtung von Frühlingsgeophyten (Prof. Dr. Volkmar Seyfang, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, 1996 bis 2001) als besonders blühfreudig erwiesen haben. Diese zeit- und geldsparende Sortenauswahl war mir wichtig, weil ich zwar auch schon im Frühling auf üppig blühende Blumenbeete schauen, dafür aber nicht jeden Herbst neue Blumenzwiebeln einsetzen will.

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Iris | 26.04.2010 | 11:21 Uhr | Garteneindrücke, Pflanzenportraits | 10 Kommentare

In einem Meer von Frühlingsblumen schwelgen

Foto: Kleiner weißer Pavillon und Zierbrunnen inmitten von Frühlingsblumen

Das war ein von mir langgehegter Wunsch für ein traumhaftes Frühlingswochenende. Um mir diesen Wunsch zu erfüllen, brach mein Lieblingsgärtnergehilfe mit mir am frühen Samstagmorgen zu einem Ort auf, zu dem vermutlich jeder Blumenfreund einmal in seinem Leben pilgern möchte – dem Keukenhof in Holland.

Foto: Weiße Reiterstatue mit blühendem Kirschblütenzweig, orangenen Tulpen und gelben Nazissen im Vordergrund

Nach viereinhalbstündiger Autofahrt erreichten wir am späten Vormittag Lisse, eine kleine niederländische Gemeinde zwischen Leiden und Haarlem. Welche weltberühmte Attraktion Reisende dort erwartet, konnte man schon anhand der buntgestreiften Zwiebelblumenfelder drum herum und dem betörenden Duft erahnen, der einen umgibt. Nie zuvor hab ich sooooo viele Frühlingsblumen auf einmal gesehen.

Foto: Mit rosa und violetten Hyazinthen, Tulpen und Persischen Fritillarien Ton in Ton bepflanztes Beet unter Bäumen

Gut, der Ticketpreis für eine Tageskarte und die Parkgebühren, die man den Gästen des Blumenparadieses Keukenhof abverlangt, sind ganz schön happig: 14,- Euro pro Erwachsener und 6,- Euro pro Auto. Doch darauf waren wir vorbereitet, und das war uns der Besuch dieser weltweit einzigartigen Frühblüherausstellung auch wert. Unsere Verpflegung hatten wir uns aber immerhin von Zuhause mitgebracht. Denn man kennt das ja: Wo sich viele Menschen tummeln und die Nachfrage entsprechend hoch ist, sind es auch die Preise.

Foto: In Knallfarben Tulpen-, Narzissen-, und Hyazinthenbeete rund um schwarzweiß-gemusterte Kopfskulpturen

Die Vielfalt und Üppigkeit an Formen, Farben und Frühlingsdüften, in die wir dann auf dem Keukenhof eintauchen durften, übertraf meine Erwartungen allerdings bei Weitem. Präsentiert werden unschätzbar viele Frühlingszwiebelblüher in immer wieder anderen Kombinationen und Anmutungen: Von wild natürlich bis streng geometrisch, romantisch verspielt, klassisch barock oder gradlinig modern, für jede erdenkliche Gartensituation und jeden Stil wird Blumenfreunden eine Fülle von Ideen geboten. Uns haben besonders die unterpflanzten blühenden Kirschbäume am Flüsschen gefallen, das sich durch den Park schlängelt.

Foto: Blick durch einen kleinen blühenden Kirschbaum auf Tulpen-, Narzissen- und Hyazinthenbeete am Wasser

Für mich in diesem Ausmaß unerwartet war leider auch die Dreistigkeit und die ‘Nach-mir-die-Sintflut-Mentalität’ etlicher Besucher, die anscheinend der Ansicht waren, die unübersehbar ausgeschilderten Regeln der Ausrichter würden für sie nicht gelten. So empfand ich – trotz all der botanischen Schönheit, die uns umgab – die durch den Park strömenden Menschenmassen nach einer Weile doch als eine sich stetig steigernde Zumutung. Mein Lieblingsgärtnergehilfe kann das ganz gut ausblenden, sagt er. Mir gelingt das leider nicht so gut. Ich fühl mich inmitten solcher Menschenmassen ziemlich schnell unwohl und eingeengt. Und obwohl wir noch längst nicht alles gesehen hatten, ließ sich nach etwa vierstündiger Wanderung durch die Anlagen mein kontinuierlich stärker werdendes Fluchtbedürfnis nicht mehr unterdrücken, sodass wir dann den Park verließen.

Foto: Langes, geschwungenes Beet mit in Streifen nebenbeinander gepflanzten Narzissen, Tulpen und Hyazinthen in bunten Farben

Damit sich die relativ lange Anreise für uns dennoch richtig lohnen würde, hatten wir uns schon vorher vorgenommen, nach der Keukenhof-Besichtigung noch ans Meer zu fahren. Das bietet sich an, da Lisse nur wenige Autominuten von der Nordseeküste entfernt liegt. Bei einem ausgiebigen Picknick und einem barfüßigen Spaziergang am Sandstrand konnten wir dann wieder entspannt aufatmen und uns vom Stress der Massen erholen. Zupass kam uns dabei natürlich auch das sonnige, mildwarme Wetter an diesem Bilderbuchfrühlingstag, und Dank Eyjafjallajökull waren am strahlendblauen, wolkenlosen Himmel nicht mal Kondensstreifen zu sehen. Fotografiert hab ich am Meer allerdings nicht mehr. Erstens war meine Speicherkarte bereits voll, und zweitens können Fotos imo nicht mal annähernd die besondere Atmosphäre dieser endlos scheinenden Weite wiedergeben. Letztendlich sieht man auf Meerfotos ja doch immer nur drei Streifen – Sand, Meer, Himmel. Doch wir konnten von diesem wunderbaren Nachmittag am Strand noch einige schöne Eindrücke mit auf die Heimreise nehmen, die in unserer Erinnerung noch lange lebendig bleiben und die ewige Sehnsucht nach dem Meer weiter nähren.

Foto: Wasserfontäne und Trauerweide am Wasser mit knallroten Tulpen und Zweigen im Vordergrund

Meine Fotoausbeute vom Keukenhof ist allerdings so reichlich ausgefallen, dass mir die Auswahl repräsentativer Bilder für diesen Blog-Bericht schwer gefallen ist. Ich hoffe, ich habe ein paar ausgesucht, die Euch zumindest einen kleinen Eindruck von der einzigartigen Blumenpracht vermitteln können, die dort alljährlich so viele Menschen aus aller Welt anlockt.

Foto: Flächiges Blumenbeet aus in Gruppen geplanzten Tulpen mit unterschiedlichen Farben und Blühzeiten

Der Besuch auf dem Keukenhof lohnt sich übrigens auch in den nächsten Wochen noch. Denn wir haben da noch reichlich Gehölze, Tulpen und andere Frühlingsblüher gesehen, deren Blütezeit erst noch bevorsteht.

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Iris | 19.04.2010 | 14:11 Uhr | Öffentliche Gärten | 5 Kommentare
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