Artikel mit dem Schlagwort ‘Gartengestaltung’
Vom Brachland zum Landhausgarten II
So, endlich komme ich mal wieder dazu, Euch vom Fortgang unserer Gartenneuanlage zu berichten. Den ganzen November hindurch bis Mitte Dezember verbrachten wir nahezu jede freie Minute in unserem Neubaugarten, denn ich wollte unbedingt vorm Wintereinbruch noch die Blütenhecke zu Ende pflanzen sowie die Obstbäume, Sträucher und Hortensien im Gehölzgarten einsetzen. Doch damit das klappen konnte, mussten wir zunächst einige kräftezehrende Geländevorbereitungen bewältigen.

Zuvor hatten wir bereits die Wege im Steingarten verfüllt und eingefasst, eine der beiden Aufschüttungen mit Felsbrocken bestückt sowie die Granitbank oberhalb des Teiches platziert. Somit ist der größte Teil der Arbeiten in diesem aufwändigsten aller Gartenräume abgeschlossen. Die untere Aufschüttung an der Natursteinmauer wird voraussichtlich erst im Frühjahr “besteint”. Anschließend werden noch Steingartenpflanzen in die Hänge eingesetzt, und dann wird sich dieser Gartenraum in der kommenden Saison hoffentlich in geplanter Pracht entfalten.

Während unser künftiges Heim dick eingepackt wurde, legten mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich die Struktur für den großen Bauerngarten in der Mitte unseres Grundstücks an. Doch ehe das Wegekreuz im Gemüsegarten eingemessen und ausgehoben werden konnte, wurde zunächst das Gelände modelliert. Dazu mussten wir jede Menge Erde bewegen, da wir diesen Gartenbereich mit Mutterboden aus dem Bauaushub erhöhten, um das Gefälle abzumildern. Infolgedessen ergab sich am unteren Ende eine etwa 1 m hohe Böschung, die dann ebenfalls noch ordentlich modelliert, gefestigt und mit Bodendeckern bepflanzt werden musste. Mittlerweile hat mein Lieblingsgärtnergehilfe die Wegegräben, die auf dem Foto zu sehen sind, auch schon eingefasst und mit Schotter und Rindenmulch verfüllt. Jedoch habe ich von diesem Bauabschnitt noch keine Aufnahmen gemacht.
Während er unzählige Schubkarren mit Füllmaterial in die Wege karrte, war ich natürlich auch nicht untätig, sondern pflanzte entlang des Bauerngartens ein weiteres Stück meiner Blütenhecke. Außerdem setzte ich links und rechts vom Aufgang eine Eibenhecke und 5 Zwergobststämmchen auf die Böschung, welche diesen Gartenraum von den darunter liegenden Heide- und Geholzgärten abgrenzen. Die Anordnung derselben könnt Ihr Euch ja bei Bedarf noch mal auf meinem Gartenplan angucken.

Nachdem wir die Anlage des Bauerngartens abgeschlossen hatten (bis auf eine Treppe hinauf, die wird demnächst gebaut), bepflanzte ich den Gehölzgarten darunter. Alle Großsträucher, Hortensien, Begleitstauden und Zwiebelblüher sind nun drin und die Freiflächen dazwischen mit Rindenmulch abgedeckt. Da unser Haus zwischenzeitlich verputzt worden war und seinen Fassadenanstrich erhalten hatte (nur die weißen Faschen um die Fenster und an den Hausecken fehlen noch), hatte ich freie Bahn und war mit meinen Pflanzen auch keinem mehr im Weg.
Dank des milden Dezemberwetters schaffte ich es vor den Feiertagen sogar noch, die Blütenhecke zur Grundstückseinfriedung komplett fertig zu stellen. Allerdings war das Pflanzen in Teilen des Gehölzgartens und an den Grundstücksgrenzen in Hausnähe wirklich Schwerstarbeit, da ich dort zunächst den von Baufahrzeugen und zeitweise lagerndem Baumaterial völlig verdichteten Boden wieder auflockern musste.
Den Heidegarten bepflanze ich erst im Frühjahr, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Da nicht alle Heidesorten, die ich pflanzen will, unbegrenzt frosthart sind, sollen sie vor ihrem ersten Winter im Garten gut einwachsen. Lediglich die größeren Gehölze, welche die Heideteppiche später auflockern sollen, stehen bereits an Ort und Stelle (Sternmagnolie, Korkenzieherhasel, Zuckerhutfichte). Und auch einen großen Findling, den wir uns als Blickfang für diesen Gartenteil besorgten, haben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich schon an seinen endgültigen Standort transportiert.
So, das war’s für dieses Mal mit meinen Berichten aus unserem Neubaugarten. Fortsetzung folgt, sobald es wieder nennenswerte Fortschritte gibt.
Schlagworte: Bauerngarten, Gartengestaltung, Gartenneuanlage, Gartenwege, Gehölzgarten, Landhausgarten, Steingarten, StrauchheckeIris | 03.01.2012 | 16:22 Uhr | Garteneindrücke | 5 Kommentare
Vom Brachland zum Landhausgarten
Ich hab’s Euch ja gesagt, dass das Blog hier aufgrund unseres Bauprojektes vorerst auf Sparflamme weiterläuft. Allerdings ist die letzte lange Funkstille nicht ausschließlich unserem Neubau und dem damit verbundenen chronischen Zeitmangel geschuldet, muss ich zugeben. Sie hat auch damit zu tun, dass ich so ungern Unfertiges vorzeige. Doch da es nach meinem Gefühl nun doch allmählich Zeit für ein Blog-Lebenszeichen wurde, hab ich mich dazu durchgerungen, hier zumindest mal wieder ein paar Eindrücke von unseren zwischenzeitlichen Fortschritten zu zeigen.

Also zunächst mal gibt es hier inzwischen einen vielfältig bepflanzten Naturgartenteil, der einmal ein Waldgärtchen werden soll, wenn er groß ist.

Wie man sieht, waren mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich außerdem sehr beschäftigt mit der Anlage des Steingartens, dessen Einfassung in Form einer Trockenmauer wir nun endlich vollendet haben.

Ferner wurde dieser Gartenraum mit einem kleinen Folienteich ausgestattet, in den ich auch schon einige Schwertlilien gepflanzt habe – passend zum Bartirisbeet darunter.

Den größten Teil der ca. 30 Bartiris (14 Sorten) hab ich mir übrigens, durch Teilung der Rhizome im Frühjahr, selbst herangezogen. Im Hintergrund sieht man den Rankpavillon im Rosengarten, welcher ebenfalls bereits voll eingerichtet ist. 26 Rosen aller Arten haben dort ihren Platz gefunden, und die meisten davon sind sogar schon erkennbar angewachsen. Begleitet werden sie von 5 großblumigen Clematis-Hybriden, einem Rotdorn-Stämmchen sowie zahlreichen selbstgezogenen Stauden.

Im Bauerngartenteil steht bislang nicht nur das Gewächshaus, auch das Blumenbeet dahinter ist schon vollständig mit typischen Bauerngartenpflanzen bestellt. Allerdings macht das bis dato noch keinen großen Eindruck – wie das halt bei Stauden-Neuanlagen so ist. Frühestens im nächsten Jahr kann ich Euch zeigen, wie ich mir das vorgestellt hab.

Apropos Anlaufzeit von Staudenpflanzungen: Die Böschung vor dem Gartenhaus hat sich in den letzten Monaten seit der Erstbepflanzung schon erstaunlich üppig entwickelt, findet Ihr nicht? Ich freu mich jetzt schon drauf, wenn die Polsterstauden im nächsten Frühjahr zu ihrer ersten Hauptblüte auftrumpfen. Um meine Vorfreude auf den Frühling noch etwas zu steigern, hab ich in die fertigen Gartenbereiche auch schon mehrere Hundert Blumenzwiebeln eingebuddelt.

Fast hätt ich’s vergessen: Nicht ganz unwichtig ist natürlich auch der Baufortschritt an unserem Wohnhaus ;o). In aller Kürze (immerhin ist das hier ein Garten- und kein Baublog): Unser Rohbau steht und ist regendicht. Somit haben wir unser primäres Etappenziel für dieses Jahr erreicht.
Fortsetzung folgt…
Schlagworte: Bauerngarten, Gartengestaltung, Gartenneuanlage, Gewächshaus, Landhausgarten, Rosengarten, Steingarten, Trockenmauer, WaldgartenIris | 25.10.2011 | 23:25 Uhr | Garteneindrücke | 4 Kommentare
Bau eines Natursteinweges für den Rosengarten
Und weiter geht’s mit den Berichten aus unserem Neubaugarten:
Während der letzten zwei Wochen war ich die meiste Zeit mit dem Bau eines Natursteinweges für unseren künftigen Rosengarten beschäftigt. Gemacht hatte ich so was zwar vorher noch nie, aber einmal ist schließlich für alles das erste Mal ;o).
Ich begann meine neue Aufgabe mit der Anlage eines ordentlichen Wegebetts. Dazu markierte ich mir zunächst mittels Tonkinstäben und Gartenschnur die geplante Wegführung. Anschließend hob ich spatentief die Erde aus meinem Weg aus und stampfte den Grund darunter ordentlich fest. Um ein späteres Auflaufen unerwünschter Wurzelunkräuter zu verhindern, legte ich die Gräben noch mit Unkrautvlies aus. Aufgefüllt wurde das Ganze dann mit etwa 20 cm Schotter, der ebenfalls wieder verdichtet wurde. Obendrauf kam noch eine ca. 5 cm hohe Sandschicht, die ich mit einem Holzbrett zu einer planen Oberfläche glattstrich. Und fertig war meine Puzzlefläche.

In den folgenden Tagen erfuhr ich zwei Dinge über mich: Erstens, dass Puzzeln wohl niemals zu meinen bevorzugten Hobbys zählen wird; zweitens machten mir allabendlich quälende Hand- und Kreuzschmerzen bewusst, dass ich so was niemals beruflich machen könnte. Das Einklopfen der Steine in das Wegebett ist echt ein Knochenjob, der auf Dauer über meine Kräfte ginge.

Nachdem ich endlich alle Teile meines Steinpuzzles gefunden und verlegt hatte, ging es ans Verfugen. Dazu vermengte ich Pflanzerde und Sand zu gleichen Teilen und fegte und schwemmte das Gemisch mehrmals hintereinander in die Fugen ein, bis alle Lücken gefüllt waren.

Falls sich jetzt jemand fragen sollte, wieso ich Pflanzerde unter den Fugensand mischte, hier die Erklärung: Da ich von vornherein keine Hoffnung darauf verschwendete, dass meine Pflasterfugen lange ‘jungfräulich’, sprich bewuchsfrei bleiben würden, wollte ich zumindest selbst beeinflussen, welche Pflanzen sich in den Fugen breitmachen. Meine Wahl fiel auf das heimische Pfriemen-Mastkraut (Sagina subulata), auch als Sternmoos gehandelt – was irreführend ist, da es sich erstens nicht um ein Moos handelt und es zweitens ein echtes Moos gleichen Namens gibt. Es bleibt sehr flach und gilt als trittfest. Außerdem ist es immergrün und soll auch recht frosthart und robust sein. Doch es entwickelt sich nicht besonders gut in purem Sand.

Und so sieht nun das vorläufige Ergebnis aus. Der linke Weg führt übrigens zu einem Rundbeet, in dessen Zentrum bei unserem Einzug ein Terracotta-Putto auf einer Terracotta-Säule Platz nehmen wird, der rechte geht in einen Rindenmulch-Weg über, der durch unseren kleinen Waldgarten führt, und der mittlere führt geradewegs zum Plateau, auf dem unser Rosenpavillon aufgebaut wird. Rechts und links entlang der Wege werden später die Rankgitter mit meinen Beetrosen platziert.
Iris | 05.08.2011 | 22:12 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 14 Kommentare
Hausgarten.net wirbt für Insektenschutz
Ich sollte Marcel vom Hausgarten.net wohl bei Gelegenheit mal dezent auf meinen Geburtstag aufmerksam machen, denn er hat offenbar ein gutes Gespür für Geschenke, die GärtnerInnen wirklich Freude machen ;o). Gestern überraschte er mich z.B. mit einem Paket, dessen Inhalt nicht nur bei mir gut ankam, sondern vermutlich auch den Bienen und Schmetterlingen in unserem neuen Garten sehr gelegen kommt – nämlich je ein Bienen- und ein Schmetterlingshaus aus FSC-Holz.

Herzlichen Dank dafür, lieber Marcel!
Zwar ist in unserem neu entstehenden Bauerngarten eh schon ein großes Insektenhotel fest eingeplant. Doch es kann ja auf keinen Fall schaden, schon mal ein paar kleine Nützlingsdomizile bereitzustellen, bis das große fertig ist ;o).
Verbunden war dieses schöne und nützliche Geschenk lediglich mit der unaufdringlich formulierten Bitte, in meinem Blog über aktive Nützlingsförderung zu berichten sowie auf das Themen-Special Insektenschutz auf Hausgarten.net und insbesondere auf das dortige Nützlinge-Forum aufmerksam zu machen. Ersteres mache ich hier ja ohnehin schon des öfteren, weil auch mir dieses Thema sehr am Herzen liegt. Und Letzteres ist auch keine Zumutung für mich – auch wenn ich selbst mich in den letzten Jahren eher selten in Foren äußere – denn die dortige Community macht auf mich einen sympathischen Eindruck und die angesprochenen Themen sind durchaus interessant und informativ. Auch das themenverwandte Biogarten-Forum bietet mittlerweile eine Fülle von hilfreichen Informationen zur Gestaltung eines insektenfreundlichen Gartens.
Schlagworte: Biogarten, Forum, Gartengestaltung, Insektenhotel, Nützlinge, Nützlingsförderung, Schmetterlingsgarten, Werbung, WildbienenIris | 01.07.2011 | 11:42 Uhr | Dekoration, Surftipps, Tiere im Garten | 6 Kommentare
Pflanzplanung für den Gehölzgarten

In unserem neuen Garten wird es hinter dem Carport und links vor der Terrasse einen pflegeleichten Gartenraum geben, der überwiegend mit Gehölzen bepflanzt wird. Daher lautet sein Arbeitstitel ‘der Gehölzgarten’ (Nr. 5 auf dem Gartenplan). Dort werden viele meiner bisherigen Wunschsträucher einziehen, für die ich in unserem Gästehandtuchgarten keinen Platz hatte. Namentlich sind das Edel-Goldregen ‘Vossii’, Zierapfel ‘Evereste’, Blutpflaume ‘Nigra’, Winterkirsche subhirtella ‘Autumnalis’, Rotdorn ‘Paul’s Scarlett’, Kupfer-Felsenbirne ‘Lamarckii’. Diese Großstrauchgruppe soll uns nicht nur zu Beginn der Gartensaison mit ihrem Blütenreichtum und zum Ausklang mit farbenprächtigem Herbstlaub erfreuen, sondern auch meinen Bauern-, Rispen- und Teller-Hortensien den nötigen Halbschatten spenden. In der Unterpflanzung dieses Teilbereichs will ich außerdem meine inzwischen recht umfangreiche Heuchera-Sammlung unterbringen. Aufgelockert werden die Heuchera-Gruppierungen dann wahrscheinlich noch mit ein paar Farnen und Schattengräsern.
Im vorderen Gehölzgarten finden meine Mahonien Platz, die ich als niedrige Hecke an den Weg entlang des Hauses pflanzen will, eine geschenkte Harlekinweide am efeuberankten Mülltonnenquartier hinterm Carport sowie zwei Zwerg-Federbuschsträucher am Weg dorthin.
Nach oben zum Bauerngarten wird das Ganze schließlich durch eine Reihe Zwerg-Obststämmchen abgegrenzt, die mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich auch mit zunehmenden Alter noch selbst abernten können. Was im Gehölzgarten zwischen der Unterpflanzung noch an nacktem Boden übrig bleibt, wird zur Unterdrückung von Wildkrautbewuchs großzügig mit Holzhäckseln abgedeckt.
Übrigens, die Lücke an der Ecke zwischen den Federbuschsträuchern und der Harlekinweide wird natürlich auch nicht leer bleiben. An dieser Stelle ist jedoch keine fixe Bepflanzung geplant, sondern dort wird voraussichtlich meine Pflanzenwiege stehen, die dann stets zur Jahreszeit passend bepflanzt wird.
Schlagworte: Blütensträucher, Gartengestaltung, Großsträucher, Herbstfärbung, Neubaugarten, Ziergehölze, Zwerg-ObstIris | 30.06.2011 | 14:07 Uhr | Gewusst wie | 6 Kommentare