Artikel mit dem Schlagwort ‘Gartenszene’
Meine schönsten Clematis

Die Clematis-Hybride ‘Multi Blue’ ( ca. 150 – 350 cm hohe Mutation der Sorte ‘The President’) gehört zu den allerersten Clematis, die ich mir in den Garten geholt habe. Sie ist die robusteste und blühfreudigste von allen meinen Sorten. Das macht sie meiner Meinung nach zu einer idealen Anfängersorte, weil die Wahrscheinlichkeit, von ihr enttäuscht zu werden, ziemlich gering ist.

Bei mir bedeckt sie jedes Jahr binnen weniger Wochen einen der beiden Eisenobelisken vor unserer Terrasse komplett mit ihren unzähligen violettblauen Blüten und sattgrünem, relativ großblättrigem Laub (in der prallen Sonne übrigens, lediglich ihr Fuß ist durch Stauden beschattet). Besonderheit: Für Clematis ungewöhnlich, bringt sie zweimal pro Saison gefüllte Blüten hervor.

Den zweiten Eisenobelisken daneben berankt diese dunkelrote, großblumige Schönheit. Leider weiß ich aber von ihr den Sortennamen nicht, weil mir das Etikett dereinst verlorenging. Erscheinungsbild, Größe und Blütezeit nach könnte es sich um die Clematis-Hybride ‘Niobe’ handeln (150-180 cm). Auch sie zeigte sich dem vollsonnigen Standort bislang gut gewachsen, steht der ‘Multi Blue’ in puncto Wüchsigkeit nicht nach und blüht wie sie zweimal pro Saison üppig und ausdauernd.

Erst letztes Jahr im Frühjahr gepflanzt, zeigt sich die mehrfachblühende Clematis-Hybride ‘Parisienne’ in ihrer zweiten Saison in unserem Garten bereits überraschend wuchs- und blühfreudig. Es handelt sich bei ihr um eine relativ neue Sorte des Züchters Raymond Evison, die sehr kompakt wächst, nur etwa 120 cm hoch wird und sich daher auch hervorragend als Kübelpflanze eignet.

Vom Ständer der Vogeltränke, an dem ich sie emporranken ließ, ist mittlerweile nichts mehr zu sehen. Im Team mit der hinter ihr wachsenden Hortensie ‘Endless Summer’ hat sie diesen zuvor unscheinbaren Platz am Zaun in eine der Gartenecken verwandelt, die meinem Lieblingsgärtnergehilfen und mir nun ganz besonders gefallen.
Schlagworte: Blau, Blüten, Gartenszene, Kletterpflanzen, Makro, Rot, Ziergarten, ZiergehölzeIris | 08.07.2010 | 16:26 Uhr | Pflanzenportraits | 3 Kommentare
Mein Junigarten 2010

Bevor es heute morgen wieder so richtig hochsommerlich heiß wurde, hab ich mir meine Digicam geschnappt, um vor Monatsende noch schnell ein paar Eindrücke von unserem diesjährigen Junigarten einzufangen.

Noch vor wenigen Monaten konnte ich mir kaum vorstellen, dass mein Bankplatz zwischen den Rosen je wieder so üppig aussehen könnte. Über diese Wunderkraft des Sommers staune ich immer noch jedes Jahr aufs Neue. Meine Rosen waren nach dem Winter übrigens fast alle bis zum Boden zurückgefroren. Bis auf eine Kletterrose (die allerdings auch längst gegen ein neues Exemplar ausgetauscht ist) haben jedoch alle überlebt und kräftig wieder ausgetrieben.

Zwar hat das große Staudenbeet seinen Höhepunkt noch nicht erreicht, doch schon jetzt geben die Pflanzen kaum mehr einen Blick auf den Boden frei, und einige ziehen auch bereits mit farbenprächtigen Blüten alle Blicke auf sich.

Auf meinem Weg zurück unter das schattenspendende Terrassendach fiel mein Blick auf das kleine Terrassenbeet mit dem Oleanderkübel, und ich dachte: “Was für eine außergewöhnlich schöne Farbkombination; die muss ich unbedingt auch noch im Bild festhalten.” Letzten Herbst konnte ich ein paar Knollen dieses dreieckigen Glücksklees (Oxalis triangularis) mit den dunkelvioletten Blättern von einer netten Nachbarin abstauben. Da der Klee nicht winterhart ist, setzte ich die Knollen in den Oleanderkübel. So kann ich beide zusammen im Haus überwintern und muss den Oleander nicht jedes Jahr neu unterpflanzen. Den Kübel platziere ich jedes Frühjahr in einem kleinen Beet links vor der Terrasse, wo während der Spätherbst- und Wintermonate immer unser Thermokomposter steht. Um den Kübel herum pflanze ich dann noch ein paar Einjährige. Dieses Jahr hab ich mich für Tagetes patula und Ringelblumen entschieden (die hier auf dem Foto das hellgrüne Laub beisteuern) und finde dieses Arrangement momentan sehr reizvoll.
Schlagworte: Dreieckiger Glücksklee, Gartenszene, ohne Rasen, Reihenhausgarten, Rosen, Sommer, StaudenbeetIris | 29.06.2010 | 22:48 Uhr | Garteneindrücke | 4 Kommentare
Der erste Schnee dieses Winters
Nun hat es auch hier in Lippe endlich geschneit. Darauf hatte ich in den letzten Wochen schon ungeduldig gewartet, denn ich war gespannt, wie sich unser Garten, nach unserer diesjährigen Umgestaltungsaktion, im Winterkleid macht. Als ich heute Mittag dick eingemummelt, mit der Digicam bewaffnet aus der Terrassentür trat und in Richtung rechte untere Gartengrenze schaute, bot sich mir dieser Anblick:

So sah es auf der linken Seite aus:

Und so von der gegenüberliegenden Seite in Richtung Terrasse:

Na, was sagt Ihr? Also ich finde, unser rasenloser Garten sieht sogar im verschneiten Zustand interessanter aus als vorher.
Btw: Gut, dass ich meine Adventsdeko auf der Terrasse vorgestern schon fotografiert hatte, um sie hier vorzuzeigen. Seit heute ist sie nämlich teilweise unsichtbar; fügt sich aber dafür nahtlos in die verschneite Gartenlandschaft ein ;o).

Iris | 18.12.2009 | 16:10 Uhr | Dekoration, Garteneindrücke | 5 Kommentare
Herbstlaub – Segen oder Ärgernis?
Derzeit kann man sich als Gartenbesitzer über die hemmungslose Entblätterung umliegender Bäume und -sträucher und das entsprechend massenhaft anfallende Herbstlaub ärgern, welches man in Sisyphos-Manier zusammenharkt, -fegt oder -bläst und anschließend säckeweise zum nächsten Kompostwerk kutschiert.
Wie gesagt, kann man. Muss man aber nicht. Ich z.B. hab mich heute morgen gefreut, dass ich diese schöne rote Blätterdecke aus dem Herbstlaub einer benachbarten Blutpflaume in unseren Vorgarten legen konnte, auf der das Restgrün und -gelb der Pflanzen noch mal so richtig schön zur Geltung kommt. Nicht nur, dass sie das Beet noch ein letztes Mal in diesem Jahr farblich hervorhebt, die darin überwiegend wachsenden Waldstauden und -gehölze wissen eine derartige Winterdecke sicher auch zu schätzen. Doch weil Herbstlaub nährstoffarm ist und daher normalerweise nur langsam verrottet, hab ich beim Verteilen einige Hände Hornspäne mit untergemischt.
Auch im hinteren Garten kann ich – seit wir keinen Rasen mehr haben – recht gelassen mit dem herbstlichen Falllaub umgehen: Das meiste lasse ich einfach da liegen, wo es hinfällt. Nur von den immergrünen Polsterstauden, die unter einer geschlossenen Laubdecke faulen könnten, sammle ich es von Zeit zu Zeit ab und verteile es zwischen Sträuchern und eingezogenen Stauden.
Schlagworte: Flächenkompostierung, Gartenboden, Gartengestaltung, Gartenszene, Herbst, Laub, ohne Rasen, Vorgarten, WinterschutzIris | 06.11.2009 | 18:50 Uhr | Garteneindrücke | 6 Kommentare
Abschied von der Blütenpracht
So sah es vorgestern noch in unserem Garten aus. Doch schon gestern war das Feuer der Salvien erloschen, und nach der letzten Frostnacht machen nun auch die Tagetes schlapp. Normalerweise halten gerade diese einjährigen Sommerblüher länger durch; doch die außergewöhnlich frühen Minusgrade haben ihrer leuchtenden Blütenpracht ein jähes Ende gemacht. Nachher werd ich ihre welken Reste abräumen und sie, wie zuvor bereits den herbstlichen Stauden- und Strauchschnitt, im Komposter recyceln. Danach werden dann wieder verschiedene Schattierungen von Grün und Braun sowie die Blatt- und Gehölzformen das Gartenbild bestimmen. Meine Fuchsien aus dem Vorgarten hab ich schon gestern in den Keller verfrachtet; der Oleander hält es nah am Haus noch ein wenig länger draußen aus, wenn die Nachttemperaturen nicht noch tiefer sinken. Hach ja *seufz*, etwas traurig bin ich schon, dass die leuchtend bunten Blumen sich dieses Jahr schon so früh verabschiedet haben.
Schlagworte: Frost, Gartenszene, Herbst, kleiner Garten, ReihenhausgartenIris | 15.10.2009 | 10:48 Uhr | Garteneindrücke | 9 Kommentare