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Artikel mit dem Schlagwort ‘Gartenwege’

Vom Brachland zum Landhausgarten V – Heidegarten

So, und nun verrate ich Euch noch, womit ich beschäftigt war, während mein Lieblingsgärtnergehilfe unseren Bauerngarten vollendete: Im März 2012 sah man mich oft in dieser Körperhaltung. Die ist natürlich nicht gerade entspannend für den Rücken, weswegen ich dann abends meist haltungslos und jammernd auf dem Sofa lag. Tja, so ist das halt bei Gärtners im Frühling.
Foto: Gärtnerin beim Pflastern mit Naturstein
Falls Ihr meint, die abgebildete Tätigkeit hier im Blog schon mal gesehen zu haben, täuscht Ihr Euch nicht. Nur heuer waren’s keine Wege, die ich mit Natursteinen pflasterte; dieses Mal kam am Ende dieser Sitzplatz vor der (glücklicherweise wieder angewachsenen) Sternmagnolie dabei heraus.
Foto: Blick auf den Heidegarten Richtung Sitzplatz
Und weil ich noch einen Sack kleinkörnigen Quellkies vom Teichbau übrig hatte und mal was Neues ausprobieren wollte, hab ich hier zur Abwechslung die oberste Schicht mit Quellkies verfugt.
Foto: Natursteinpflaster mit Kiesfugen
Doch die Fertigstellung des kleinen Sitzplatzes sorgte natürlich nicht einen ganzen Monat lang für meine gebückte Körperhaltung. Nein, das verursachten hauptsächlich die ca. 200 Heidepflanzen (Winter-, Sommer- und Knospenheide in verschiedenen Farben) sowie Begleitgehölze, Stauden und Frühlingsblüher, mit denen ich den Gartenraum bepflanzte, in dem der Sitzplatz sich befindet. Und nicht zu vergessen die diversen Steine, welche von uns im neu entstandenen Heidegarten verteilt wurden – bis auf den großen Findling und die Pflastersteine übrigens alle von uns höchstselbst an den Feldrändern unserer Gegend gesammelt.
Foto: Blick in den Garten von der Terrasse aus
Ob Ihr’s glaubt oder nicht, den dicken Felsbrocken haben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich alleine(!) an Ort und Stelle transportiert und aufgestellt. Technisch standen uns dabei die alten Ägypter Pate ;o). Und damit er da nicht so allein und unverbunden in der Gegend rumsteht, hab ich anschließend noch eine kleine Steinlandschaft drum herum gruppiert.
Foto: Findling mit Mini-Steingarten
Das Gelände für den Heidegarten (der sich übrigens direkt vor der gerade entstehenden Terrasse befindet) hatte ich vorm Bepflanzen hügelig modelliert, weil ich glaube, dass die Heideflächen später so besser wirken. Erdreich war dafür genug vorhanden, denn mein Lieblingsgärtnergehilfe hatte den Boden zuvor mit einem kleinen Sandberg abgemagert, den er flächendeckend untergrub. Ein weiterer Beitrag von ihm waren die Holzhäcksel, mit denen wir den Hauptweg des Heidegartens gefüllt haben, der um den Felsbrocken herum zum Sitzplatz unter der Magnolie führt.
Foto: Blick in den Garten von der Nordseite des Hauses
Zum Schluss besorgten wir uns noch ein paar krumme Äste, für die ich dann passende Plätze suchte, an denen mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich sie dekorativ fanden. Und jetzt warte ich ungeduldig darauf, dass meine Heidepflanzen zu Heideflächen zusammenwachsen.

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Iris | 03.04.2012 | 19:38 Uhr | Dekoration, Garteneindrücke | 15 Kommentare

Vom Brachland zum Landhausgarten IV – Bauerngarten

Nachdem mein Lieblingsgärtnergehilfe im letzten Herbst ja bereits das Wegekreuz für unseren Bauerngarten ausgehoben, eingefasst sowie mit Schotter und einer Schicht Rindenmulch verfüllt hatte, machte er sich Anfang letzten Monats daran, sein Werk in diesem zentralen Teil unseres Gartens zu vollenden: Er ebnete die Gemüsebeete, säuberte sie von Wurzelunkräutern, fasste das leicht erhöhte Kräuterrondell im Zentrum ordentlich mit Natursteinen ein und verlieh dem Bauerngarten schließlich den genau zu ihm passenden Rahmen – so einen herrlich urigen Staketenzaun, wie ich ihn erstmals im Blog von Frau Landgeflüster entdeckt hatte.
Foto: Blick in den Bauerngarten von oben
Isser nich wunderwunderschön? Solch ein Staketenzaun ist nicht nur stilecht, sondern auch praktisch, denn er braucht nie gestrichen zu werden. Unserer ist aus Robinienholz, das noch langlebiger sein soll als Kastanie. Noch besser wird er aussehen, wenn er erst seine graue Patina hat. Aber nach Aussagen von Frau Landgeflüster werden wir darauf nicht allzu lange warten müssen.
Ach so, eins hätte ich fast vergessen zu erwähnen: Für die deckende Füllschicht der Wege erbeutete mein Lieblingsgärtnergehilfe kürzlich frisch gehäckselten Gehölzschnitt aus der umliegenden Wildnis. Und diesen Belag finde ich sogar noch schöner als Rindenmulch, weil er perfekt zum Zaun passt.
Foto: Blick auf das Bauerngartenzentrum von unten
Das Kräuterrondell im Zentrum wurde dann von mir noch mal in ein Kräuterrad verwandelt, indem ich von den Ecken der Gabionensäule ausgehend mit je einer Reihe kleiner Natursteine das runde Beet viertelte. Anschließend wurde die Säule dann noch mit einer eisernen Sonnenuhr gekrönt. Somit ist der flächenmäßig größte Teil des Gartens fertig zum Bepflanzen.
Foto: Blick auf die Gabionensäule mit Sonnenuhr von unten
Ich werde allerdings in dieser Saison noch kein Gemüse anbauen, sondern zunächst Phacelia als Gründüngung aussäen, da mir jetzt in der Endphase des Hausbaus und während des bevorstehenden Umzugs im Sommer die Zeit für die Pflege von Gemüsebeeten fehlt. Dennoch bin ich schon jetzt sehr zufrieden mit dem neu entstandenen Gartenraum und freue mich immer wieder sehr über seinen Anblick.

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Iris | 03.04.2012 | 16:03 Uhr | Dekoration, Garteneindrücke | 5 Kommentare

Vom Brachland zum Landhausgarten II

So, endlich komme ich mal wieder dazu, Euch vom Fortgang unserer Gartenneuanlage zu berichten. Den ganzen November hindurch bis Mitte Dezember verbrachten wir nahezu jede freie Minute in unserem Neubaugarten, denn ich wollte unbedingt vorm Wintereinbruch noch die Blütenhecke zu Ende pflanzen sowie die Obstbäume, Sträucher und Hortensien im Gehölzgarten einsetzen. Doch damit das klappen konnte, mussten wir zunächst einige kräftezehrende Geländevorbereitungen bewältigen.
Foto: Steingarten im November 2011
Zuvor hatten wir bereits die Wege im Steingarten verfüllt und eingefasst, eine der beiden Aufschüttungen mit Felsbrocken bestückt sowie die Granitbank oberhalb des Teiches platziert. Somit ist der größte Teil der Arbeiten in diesem aufwändigsten aller Gartenräume abgeschlossen. Die untere Aufschüttung an der Natursteinmauer wird voraussichtlich erst im Frühjahr “besteint”. Anschließend werden noch Steingartenpflanzen in die Hänge eingesetzt, und dann wird sich dieser Gartenraum in der kommenden Saison hoffentlich in geplanter Pracht entfalten.
Foto: Bauerngarten im November 2011
Während unser künftiges Heim dick eingepackt wurde, legten mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich die Struktur für den großen Bauerngarten in der Mitte unseres Grundstücks an. Doch ehe das Wegekreuz im Gemüsegarten eingemessen und ausgehoben werden konnte, wurde zunächst das Gelände modelliert. Dazu mussten wir jede Menge Erde bewegen, da wir diesen Gartenbereich mit Mutterboden aus dem Bauaushub erhöhten, um das Gefälle abzumildern. Infolgedessen ergab sich am unteren Ende eine etwa 1 m hohe Böschung, die dann ebenfalls noch ordentlich modelliert, gefestigt und mit Bodendeckern bepflanzt werden musste. Mittlerweile hat mein Lieblingsgärtnergehilfe die Wegegräben, die auf dem Foto zu sehen sind, auch schon eingefasst und mit Schotter und Rindenmulch verfüllt. Jedoch habe ich von diesem Bauabschnitt noch keine Aufnahmen gemacht.
Während er unzählige Schubkarren mit Füllmaterial in die Wege karrte, war ich natürlich auch nicht untätig, sondern pflanzte entlang des Bauerngartens ein weiteres Stück meiner Blütenhecke. Außerdem setzte ich links und rechts vom Aufgang eine Eibenhecke und 5 Zwergobststämmchen auf die Böschung, welche diesen Gartenraum von den darunter liegenden Heide- und Geholzgärten abgrenzen. Die Anordnung derselben könnt Ihr Euch ja bei Bedarf noch mal auf meinem Gartenplan angucken.
Foto: Neubau im November 2011
Nachdem wir die Anlage des Bauerngartens abgeschlossen hatten (bis auf eine Treppe hinauf, die wird demnächst gebaut), bepflanzte ich den Gehölzgarten darunter. Alle Großsträucher, Hortensien, Begleitstauden und Zwiebelblüher sind nun drin und die Freiflächen dazwischen mit Rindenmulch abgedeckt. Da unser Haus zwischenzeitlich verputzt worden war und seinen Fassadenanstrich erhalten hatte (nur die weißen Faschen um die Fenster und an den Hausecken fehlen noch), hatte ich freie Bahn und war mit meinen Pflanzen auch keinem mehr im Weg.
Dank des milden Dezemberwetters schaffte ich es vor den Feiertagen sogar noch, die Blütenhecke zur Grundstückseinfriedung komplett fertig zu stellen. Allerdings war das Pflanzen in Teilen des Gehölzgartens und an den Grundstücksgrenzen in Hausnähe wirklich Schwerstarbeit, da ich dort zunächst den von Baufahrzeugen und zeitweise lagerndem Baumaterial völlig verdichteten Boden wieder auflockern musste.

Den Heidegarten bepflanze ich erst im Frühjahr, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Da nicht alle Heidesorten, die ich pflanzen will, unbegrenzt frosthart sind, sollen sie vor ihrem ersten Winter im Garten gut einwachsen. Lediglich die größeren Gehölze, welche die Heideteppiche später auflockern sollen, stehen bereits an Ort und Stelle (Sternmagnolie, Korkenzieherhasel, Zuckerhutfichte). Und auch einen großen Findling, den wir uns als Blickfang für diesen Gartenteil besorgten, haben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich schon an seinen endgültigen Standort transportiert.

So, das war’s für dieses Mal mit meinen Berichten aus unserem Neubaugarten. Fortsetzung folgt, sobald es wieder nennenswerte Fortschritte gibt.

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Iris | 03.01.2012 | 16:22 Uhr | Garteneindrücke | 9 Kommentare
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