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Artikel mit dem Schlagwort ‘Gerätehaus’

Aufbau eines Gerätehauses II

So, nun sollt Ihr das Häuschen, für dessen Fundamentbau mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich so viel Zeit und Mühe aufwendeten, auch endlich zu sehen kriegen:

Foto: Die ersten montierten Bretter auf dem Betonfundament

Auf die Platte, fertig, los!

Foto: Die vier Eckpfosten und drei Reihen Bretter an allen Wänden stehen

Beim Aufbau des Holzbausatzes hättet Ihr auch live zugucken können, so schnell ging das – trotz der total unverständlichen Montageanleitung.

Foto: Bis auf die Vorderseite mit Tür und Fenster stehen alle Wände

An dieser Stelle mussten wir den Aufbau kurz unterbrechen und nach Hause fahren, um den Türsturz nachzusägen. Der passte nicht ganz.

Foto: Das fertige Holzhaus

Trotzdem wurden wir kurz vorm Dunkelwerden fertig.

Foto: Das fertige Holzhaus mit rot-weißem Schutzanstrich und zu zwei Dritteln mit schwarzer Dachpappe eingedeckt

Nachdem wir die Holzhütte mit einem dreimaligen Schutzanstrich in meiner Wunschfarbkombination versehen hatten, mussten wir beim Anbringen der Dachpappe leider feststellen, dass diese an einigen Stellen eingerissen war. Also mussten wir den Schaden zunächst reklamieren und uns eine Bahn nachliefern lassen, bevor wir das Dach fertigstellen konnten.

Foto: Das fast fertige Gerätehaus mit der fertigen ebenen Schotterfläche dahinter

Zwischenzeitlich hob mein Lieblingsgärtnergehilfe schon mal eine ebene Fläche hinter dem Gartenhaus aus und füllte sie mit Schotter auf. Dort soll später eine weiße Holzbank Platz finden, von der aus man einen schönen Ausblick auf das Prärie-Staudenbeet hat. Darüber hinaus dient die Fläche als bequem mit der Schubkarre befahrbare Verbindung zwischen dem Hauptgartenweg und dem Pfad zum Kompostplatz hinter dem Gerätehaus.

Foto: Hecke, Spaliere und Brombeere vor dem Gartenhaus

Vor die hohe Böschung vorm Gerätehaus pflanzte ich eine Scharlachdornhecke. Außerdem montierten wir an der vorderen Längsseite zwei weiße Rankgitter, an die ich eine Brombeere pflanzte, die erstens die fensterlose Holzwand beleben und uns zweitens später leckere Beeren liefern soll (z.B. für Brombeer-Pfannkuchen – mmh).

Foto: Ich beim Bepflanzen der Böschung

Und natürlich musste die Böschung auch noch bepflanzt werden – nicht nur der Optik wegen sondern auch, damit die Wurzeln irgendwann dem Boden Halt geben. Dazu verwendete ich Ableger von den Polsterstauden aus meinem Noch-Garten. In die Pflanzlücken drückte ich erst mal selbst gesammelte Feldsteine ins Erdreich. Und auch für einen Trittpfad zum Beernten der Brombeere reichten die Steine noch. Mal gucken, wie mir das gefällt, wenn es eingewachsen ist. Das zeig ich Euch dann noch mal. btw: Wie Ihr seht, war inzwischen auch das Dach vollständig gedeckt.

Foto: Weißer Holzblumenkasten vorm Gerätehaus

Unter dem Fenster fehlte noch was, fand ich. Und wie es der Zufall so wollte, entdeckte ich bei ebay einen sehr günstigen Pflanzkasten aus unbehandeltem Holz inklusive Balkonkasteneinsatz. Den strich ich dann ein paar Mal mit der übrig gebliebenen weißen Holzschutzfarbe und bepflanzte ihn mit Stauden aus meinem Garten und überwinterten Pelargonien – et voilà, so sieht das doch schon gleich kompletter aus.

Foto: Frontansicht auf die Böschung

Hier kann man noch mal gut erkennen, wie hoch wir die Böschung vor dem Gartenhaus aufschütten mussten, um ein einigermaßen solides ebenes Fundament zu bekommen. Die kleinen Pflänzchen darauf musste ich übrigens in den letzten Wochen fast täglich sprengen (und trotzdem sind mir einige vertrocknet).

Foto: Blick durch einen Baggerarm an der Baugrube auf das Gartenhaus im Hintergrund

So, das kleine steht, jetzt ist das große dran…

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Iris | 19.05.2011 | 17:15 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 7 Kommentare

Aufbau eines Gerätehauses I

Vorab: Ich bitte zu entschuldigen, dass die Fotos zur Illustration meiner Berichte von unserem Neubaugrundstück nicht immer in der Qualität vorliegen, wie sie die Stammleser dieses Blogs gewohnt sind. Es ließ sich leider nicht immer bewerkstelligen, alle Arbeiten bei bestem Fotografierlicht zu erledigen ;o).

Wie ich ja bereits in meinem ersten Blog-Artikel zum Bau unseres neuen Eigenheims erwähnte, begannen wir unser Bauvorhaben im letzten Monat mit der Errichtung eines Gartengerätehauses. Dies schien uns sinnvoll, weil wir für die eigentliche Bauphase einen Unterstellplatz für unsere Werkzeuge und einen Aufenthaltsraum für kurzzeitige Regenpausen brauchten. Und da in meinem Gartenentwurf ohnehin ein Schuppen für das Gartenwerkzeug eingeplant war, konnten wir zusätzliche Kosten für das Ausleihen eines Bauwagens o.ä. einsparen, indem wir den Gerätehausaufbau vorzogen (btw: Es wird sich noch an anderen Stellen zeigen, wie nützlich ein einigermaßen vollständiger Gartenplan vor Baubeginn ist).

Bei dem zu errichtenden Gerätehaus handelte es sich um einen Bausatz aus unbehandeltem Fichtenholz, mit einer Wandstärke von 19 mm und einem Sockelmaß von 2,40 m x 3,00 m, das wir nach dem Aufbau selbst mit einem farblich zum Wohnhaus passenden Schutzanstrich versehen wollten. Doch wie sich herausstellte, mussten wir uns bereits vor der Montage der Hütte unserer ersten großen Herausforderung stellen. Das Gerätehaus sollte nämlich im oberen Drittel unseres Grundstücks Platz finden, und da haben wir ein ganz ordentliches Gefälle. Unsere Aufgabe bestand also zunächst darin, ein ebenes Fundament am Hang zu errichten – und zwar eins, das unser Haus genau an der Stelle halten würde, wo wir es hinstellten. Dazu fragten wir unseren guten Nachbarn, einen erfahrenen Maurer um Rat und setzten diesen dann in die Tat um. Klingt eigentlich einfach, oder? Stellte sich aber für uns Bau-Greenhorns dann doch als einigermaßen aufwendig und knifflig heraus. Daher beschränke ich mich in diesem Blogposting auch erst mal nur auf den Aufbau der Gartenhaus-Bodenplatte. Und so lief der ab:

Foto: Abstecken der Bodenplatte mit Tonkinstäben und Schnur

Zu Beginn maßen mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich den Grundriss (+10 cm Zugabe nach allen Seiten) ein und steckten ihn mittels Tonkinstäben und Gartenschnur ab.

Foto: Setzen von Rasenkantensteinen als Fundamentrahmen

Entlang dieser ‘Richtschnüre’ hoben wir anschließend einen kleinen Graben (etwa eineinhalb Spaten breit) aus, in den wir einen wasserwaagerechten Fundamentrahmen aus Rasenkantensteinen setzen. Dabei stellten wir fest, dass wir an der Vorderseite eigentlich gar keinen Boden hätten ausheben müssen, damit die Kantsteine hinten ebenerdig abschlossen. Also schippten wir vorne eben wieder Erde an und verdichteten diese (wer keine Arbeit hat, macht sich welche ;o). Währenddessen stellten wir fest, dass wir später vor dem Gerätehaus zusätzlich noch eine ziemlich hohe Böschung würden aufhäufen müssen, damit das Ganze wirklich hält.

Foto: Ich beim Aufschütten der Böschung

Hier der Beweis, dass ich beim Aufschütten der Böschung auch tatsächlich kräftig mitgeschippt habe – von wegen Männerarbeit ;o).

Foto: Fundmentrahmen mit einem Teil der aufgeschütteten Böschung

Auf dem Foto kann man leider gar nicht so gut erkennen, wie viel Erde wir bis dahin schon bewegt hatten. Alles konnten wir zu dem Zeitpunkt allerdings auch noch nicht zuschütten, denn unser Fundamentrahmen musste ja noch mit Beton verbunden und stabilisiert werden. Und wie wir das gemacht haben, sieht man hier:

Foto: Rückenstütze aus Beton (Ecke)

Der kleine Fundamentgraben wurde innen und außen mit einer etwa 5 cm hohen Betonschicht aufgefüllt. Zusätzlich wurden an sämtlichen Verbindungsstellen der Rasenkantensteine sowie an den Ecken innen und außen dicke Betonbatzen angepappt.

Bevor wir unser Fundament dann innen einebneten, verdichteten und mit Schotter auffüllten, sah das Ganze so aus:

Foto: Betongestützter Fundamentrahmen

Nun hab ich allerdings schon etwas vorgegriffen. Denn bevor der Schotter hineinkam, schoben wir einen anderen Arbeitsschritt dazwischen, der jemandem, der den Gesamtentwurf unseres Gartens nicht kennt, ziemlich unsinnig vorkommen muss. Wir bestellten nämlich erstmal eine Fuhre Schotter, um damit eine LKW-Fahrspur zum oberen Grundstücksdrittel zu bauen.

Foto: Ich beim Schotter feststampfen

Anschließend ließen wir uns wieder mehrere Fuhren Schotter liefern und am Ende dieser Spur abschütten. Zugegeben: Für die paar Karren Schotter, die wir fürs Gartenhausfundament brauchten, wäre das natürlich ein viel zu großer Aufwand gewesen. Da aber unsere Hauptgartenwege ebenfalls als Schotterwege geplant sind, der Sitzplatz unter dem Rosenpavillon mit Schotter angelegt werden soll und auch die Trockenmauer, die den Steingarten einfassen soll, ein Schotterfundament braucht, konnten wir auf diese Weise, gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen und uns einen mühsamen Transport von tonnenweise Schotter bergauf ersparen.

Foto: Schotter und Natursteine; im Hintergrund das Gerätehausfundment

Apropos Trockenmauer: Die dafür benötigten Natursteine ließen wir uns natürlich ebenfalls in einem Abwasch dort ablagern, wo sie später gebraucht werden (hier zeigt sich wieder, wie zeit- und kraftsparend ein rechtzeitiger Gartenplan sein kann ;o).

Foto: Betongestützter Fundmentrahmen

Nachdem wir Schotter auf dem oberen Teil des Grundstücks hatten, füllten wir unseren Fundamentrahmen größtenteils damit auf. Ganz zum Schluss kam dann noch eine Schicht feiner Splitt obendrauf, weil sich darauf die Waschbetonplatten besser ausrichten ließen, welche den Abschluss der Bodenplatte bilden (die hat übrigens mein Lieblingsgärtnergehilfe ganz allein verlegt – und zwar hundertprozentig in Waage ;o).
Unter der blauen Plane da liegt schon das Holz für unser Gerätehaus. Und wie wir das ratzfatz binnen eines Tages aufstellten, davon erzähle ich Euch das nächste Mal.

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Iris | 16.05.2011 | 16:36 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 5 Kommentare