direkt zum Seiteninhalt springen »

Artikel mit dem Schlagwort ‘ohne Rasen’

Das Lebensglück Garten ist immer noch da

…wenngleich hier im Blog in den letzten Wochen nichts davon zu sehen war und ich mich auch in anderen Gartenblogs rar gemacht habe. Das liegt aber nicht daran, dass ich keine Lust mehr habe, über mein Gartenglück zu berichten, sondern mir fehlte schlicht die Zeit dazu. Heute will ich mir aber zumindest mal die Zeit nehmen, Euch darüber aufzuklären, was mich so lange vom Bloggen und Kommentieren abgehalten hat, denn mein Zeitmangel wird noch eine ganze Weile anhalten. Das Lebensglück-Garten-Blog werde ich aber dennoch nicht aufgeben, denn danach wird es hier mehr von meinem Gartenglück zu berichten geben als je zuvor. So, nun aber genug der Andeutungen, zur Sache Schätzchen:

Im November letzten Jahres erwarben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich ein 1.342 m² großes, idyllisch gelegenes Baugrundstück in Hanglage (Gefälle 10%), am Rande eines kleinen Dorfes, in der Nähe unseres jetzigen Wohnsitzes. An diesem Ort wollen wir uns einen gemeinsamen Lebenstraum erfüllen: Wir werden dort in den nächsten Monaten ein kleines Häuschen bauen und das Grundstück nach und nach in unseren persönlichen Traumgarten verwandeln. So sah unser Grund und Boden aus, bevor wir uns daran machten, unseren Traum zu verwirklichen:

Foto: Unbearbeitetes Neubaugrundstück März 2011

Zu diesem Zweck entwarf ich während der vergangenen Wintermonate zunächst den Grundriss unseres Hauses und plante gemeinsam mit meinem Lieblingsgärtnergehilfen die Bauweise (Geschosszahl, Dachform, Bodenplatte, Baumaterialien, Dämmung, Energieversorgung u.s.w). Anschließend klärten wir auf dem Bauamt, ob wir für unsere Pläne mit der Erteilung einer Baugenehmigung rechnen können. Nachdem wir dort nicht auf Widerstand stießen, suchten wir uns eine Architektin, die unsere Entwürfe in eine Genehmigunsplanung übersetzte und stellten den Bauantrag. Dieser wurde auch inzwischen genehmigt und so können wir in Kürze mit dem Bau des Hauses beginnen.

Während der formellen Vorlaufphase war ich jedoch nicht untätig. Zwischenzeitlich entwarf ich nämlich die Grundstruktur unseres künftigen Gartens und machte mir auch schon detaillierte Gedanken über die Gestaltung verschiedener Gartenräume und ihrer Bepflanzung. Natürlich plante ich dabei alle meine Lieblingspflanzen aus unserem jetzigen Gästehandtuchgarten ein sowie etliche Sträucher und Stauden, die ich in den nächsten Monaten leicht selbst heranziehen kann. So habe ich z.B. seit Jahresbeginn einen Großteil der Sträucher, die später eine gemischte Blütenhecke zur Grundstückseinfriedung bilden sollen, bereits aus Steckhölzern vorgezogen. Bis zum Herbst werden diese hoffentlich schon groß genug sein, den nächsten Winter im Freien zu überstehen. Auch eine ganze Reihe Bodendecker habe ich bereits geteilt und auf dem neuen Grundstück ausgepflanzt, damit sie dort den Sommer über weiter wachsen, um nächstes Jahr an ihrem endgültigen Standort möglichst schnell die unerwünschten Wildkräuter verdrängen zu können. So, nun will ich Euch aber erst mal einen ersten Überblick über meine Pläne gewähren, damit Ihr eine Vorstellung bekommt, was wir uns vorgenommen haben. Ach übrigens, unser zukünftiger Garten wird zwar nicht gerade klein, aber für Rasen ist da trotzdem kein Platz ;o). Genug der Vorrede, stattdessen hier eine erste Visualisierung unserer Pläne:

Grafik: Grundstücksentwurf 1

  1. Hauptgartenwege (Splitt)
  2. Nebenpfade (Natursteinplatten)
  3. 2 – 3 m hohe gemischte Blütenhecke zur Einfriedung
  4. Vorgarten (weiß-gelbe Bepflanzung; Ostseite)
  5. Gehölzgarten (Großgehölze, Rhododendren und Hortensien, unterpflanzt mit Stauden)
  6. Heidegarten (Bepflanzung: Vorwiegend weiße und rote Winterheide, kleinere Flächen Knospenheide, aufgelockert mit passenden Gehölzen, Findlingen und knorrigen Ästen)
  7. Schmales Schattenbeet (Nordseite des Hauses)
  8. Nutzgarten (traditioneller Bauerngarten)
  9. Beet mit typischen Bauerngartenstauden, Anzuchtgewächshaus und Insektenhotel
  10. Steingarten mit nach Süden abfallenden Aufschüttungen und einem Ziergartenteich, eingefasst durch eine Trockenmauer mit einer Aussparung für eine Wasserzapfstelle.
  11. Prärie-Staudengarten mit hohen, sonnenliebenden Stauden und Ziergräsern, einem Holz-Gerätehaus sowie einem Kompostplatz
  12. Kleiner Rosengarten mit Sitzplatz unter einem Rosenpavillon
  13. Ahornhain, unterpflanzt mit überwiegend heimischen Stauden und einer Buchenlaube am Ende des Hauptweges

Jetzt könnten einige von Euch vielleicht denken: “Hm, und das bisschen Geplane hat Dich die ganze Zeit vom Bloggen abgehalten?” Nein, das allein natürlich nicht. Weil wir jedoch in der Bauzeit des Hauses einen Unterstellplatz für unser Werkzeug und einen Aufenthaltsraum während kurzer Regenschauer brauchen, haben mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich unser Gerätehaus schon vorab aufgebaut. Und ich kann Euch sagen: Auch ein kleines Fundament an einem Hang zu errichten ist gar nicht so einfach und ganz schön zeitraubend, wenn man so was noch nie vorher gemacht hat. Außerdem haben wir einige alte Obstbäume an der oberen Grundstücksgrenze gefällt, zerkleinert und abtransportieren lassen. Und ich habe bereits den Ahornhain bepflanzt sowie einen Teil der Blütenhecke angelegt (sämtliche Gehölze auf dem Grundstück sind übrigens schon namentlich vorbestimmt). Doch davon ein andermal mehr…

Tags:, , , , , ,
Iris | 27.04.2011 | 14:30 Uhr | Garteneindrücke, Gewusst wie | 10 Kommentare

Septemberstimmung 2010

Es aufzuschreiben fällt mir schwer: Herbst ist’s.

Und ich fühle mich derzeit um einen großen Teil der Gartensaison geprellt, denn bis jetzt war dieses Gartenjahr ein Jahr der Extreme: Erst lange zu kalt und zu nass, anschließend unerträglich heiß und trocken, dann wieder wochenlang zu nass und zu kalt, um den Aufenthalt im Garten mal einfach nur genießen zu können.

Zwar stehen in unserem Garten noch etliche Stauden und Einjährige in voller Blüte, doch bei näherem Hinsehen sieht man vielen Pflanzen die Strapazen des vergangenen Sommers an. Es kommt mir vor, als wären sie schon mindestens in Oktoberverfassung.

So richtig begeistern kann mich im Garten momentan nur das Lampenputzergras Hameln – meines Erachtens eines der schönsten Ziergräser überhaupt.

Tags:, , , , , , ,
Iris | 10.09.2010 | 20:13 Uhr | Garteneindrücke | 6 Kommentare

Mein Junigarten 2010

Foto: Terrassenblick in Richtung rechte Gartengrenze

Bevor es heute morgen wieder so richtig hochsommerlich heiß wurde, hab ich mir meine Digicam geschnappt, um vor Monatsende noch schnell ein paar Eindrücke von unserem diesjährigen Junigarten einzufangen.

Foto: Gartenbank mit blühenden Rosen und Brennender Liebe im Vordergrund

Noch vor wenigen Monaten konnte ich mir kaum vorstellen, dass mein Bankplatz zwischen den Rosen je wieder so üppig aussehen könnte. Über diese Wunderkraft des Sommers staune ich immer noch jedes Jahr aufs Neue. Meine Rosen waren nach dem Winter übrigens fast alle bis zum Boden zurückgefroren. Bis auf eine Kletterrose (die allerdings auch längst gegen ein neues Exemplar ausgetauscht ist) haben jedoch alle überlebt und kräftig wieder ausgetrieben.

Foto: Frontansicht vom großen Staudenbeet

Zwar hat das große Staudenbeet seinen Höhepunkt noch nicht erreicht, doch schon jetzt geben die Pflanzen kaum mehr einen Blick auf den Boden frei, und einige ziehen auch bereits mit farbenprächtigen Blüten alle Blicke auf sich.

Blühender dreieckiger Glücksklee neben orangegelben Tagetes und Ringelblumenlaub

Auf meinem Weg zurück unter das schattenspendende Terrassendach fiel mein Blick auf das kleine Terrassenbeet mit dem Oleanderkübel, und ich dachte: “Was für eine außergewöhnlich schöne Farbkombination; die muss ich unbedingt auch noch im Bild festhalten.” Letzten Herbst konnte ich ein paar Knollen dieses dreieckigen Glücksklees (Oxalis triangularis) mit den dunkelpurpurnen Blättern von einer netten Nachbarin abstauben. Da der Klee nicht winterhart ist, setzte ich die Knollen in den Oleanderkübel. So kann ich beide zusammen im Haus überwintern und muss den Oleander nicht jedes Jahr neu unterpflanzen. Den Kübel platziere ich jedes Frühjahr in einem kleinen Beet links vor der Terrasse, wo während der Spätherbst- und Wintermonate immer unser Thermokomposter steht. Um den Kübel herum pflanze ich dann noch ein paar Einjährige. Dieses Jahr hab ich mich für Tagetes patula und Ringelblumen entschieden (die hier auf dem Foto das hellgrüne Laub beisteuern) und finde dieses Arrangement momentan sehr reizvoll.

Tags:, , , , , ,
Iris | 29.06.2010 | 22:48 Uhr | Garteneindrücke | 4 Kommentare
Seiten: 1 2 3 4 »