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Artikel mit dem Schlagwort ‘Reihenhausgarten’

Der Garten in der unblumigen Jahreszeit

Foto: Unser Novembergarten mit Blick in Richtung Gartenbank

Die Zeit üppig blühender Beete ist lange vorbei. Und ich hab eine Weile gebraucht, mich innerlich mit dem abrupten Ende der bunten Pracht abzufinden und mich wieder an den Anblick eines weitgehend auf seine Grundstrukturen reduzierten Gartens zu gewöhnen.

Die größtenteils eingezogenen Prachtstauden geben nun den Blick frei auf die im Sommer eher unauffälligen Gehölze im Hintergrund und die immergrünen Pflanzen in Bodennähe. Unsere Aufmerksamkeit ist wieder stärker auf die Vielfalt der Laubformen und -farben sowie den Wuchscharakter der noch sichtbaren Pflanzen gerichtet. Daher wird nun die Bedeutung strukturgebender Zierpflanzen für ein ganzjährig interessantes Erscheinungsbild auch des kleinsten Gartens besonders augenfällig.

Foto: Traubenheide »Curly Red« mit Lavendelheide im Vordergrund

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Iris | 24.11.2009 | 10:22 Uhr | Garteneindrücke | 6 Kommentare

Abschied von der Blütenpracht

Foto: Blick aufs Hortensien- und Rhododendronbeet mit Tagetes und Salvien

So sah es vorgestern noch in unserem Garten aus. Doch schon gestern war das Feuer der Salvien erloschen, und nach der letzten Frostnacht machen nun auch die Tagetes schlapp. Normalerweise halten gerade diese einjährigen Sommerblüher länger durch; doch die außergewöhnlich frühen Minusgrade haben ihrer leuchtenden Blütenpracht ein jähes Ende gemacht. Nachher werd ich ihre welken Reste abräumen und sie, wie zuvor bereits den herbstlichen Stauden- und Strauchschnitt, im Komposter recyceln. Danach werden dann wieder verschiedene Schattierungen von Grün und Braun sowie die Blatt- und Gehölzformen das Gartenbild bestimmen. Meine Fuchsien aus dem Vorgarten hab ich schon gestern in den Keller verfrachtet; der Oleander hält es nah am Haus noch ein wenig länger draußen aus, wenn die Nachttemperaturen nicht noch tiefer sinken. Hach ja *seufz*, etwas traurig bin ich schon, dass die leuchtend bunten Blumen sich dieses Jahr schon so früh verabschiedet haben.

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Iris | 15.10.2009 | 10:48 Uhr | Garteneindrücke | 9 Kommentare

Kompostieren im Reihenhausgarten

Gartenecke vor der Terrasse mit offenem randvollen Thermokomposter

Einerseits habe ich viele stark zehrende Prachtstauden in unseren Garten gepflanzt, die zum guten Gedeihen regelmäßig gedüngt werden müssen, andererseits sind qualitativ hochwertige handelsübliche Volldünger ziemlich teuer. Zwar fallen besonders beim Abräumen der Blumenbeete im Herbst große Mengen kompostierbares Schnittgut an; doch da unser Garten sehr klein ist, ist für einen offenen Komposthaufen kein geeigneter Platz vorhanden. Abgesehen davon, dass ich selbst deshalb während der Sommermonate keinen in unserem Garten haben wollte, würde er wohl auch von den Nachbarn kaum geduldet.

Um dennoch jedes Frühjahr genügend kostengünstigen Dünger für unsere paar Quadratmeter Ziergarten zu haben, schafften wir uns vor zwei Jahren einen kleinen Thermokomposter an, den wir lediglich von Oktober bis Ende März in einem Eckbeet vor der Terrasse aufstellen (während der Sommermonate steht dort mein Oleanderkübel, auf einer großen Natursteinplatte, umpflanzt mit Einjährigen). Diesen befülle ich dann zunächst mit dem im Herbst anfallenden Stauden- und Strauchschnitt. Nachdem sich dessen anfängliches Volumen nach einigen Wochen der Rotte wieder etwas verringert hat, ergänze ich das Kompostiergut noch bis Weihnachten mit Küchenabfällen wie rohen Obst- und Gemüseresten, Zwiebel- und Kartoffelschalen sowie Kaffeesatz mitsamt Filterpapier. Um zu verhindern, dass das Rottegut zu nass wird (was zu Fäulnis führen würde), mische ich außerdem Schichtweise Holzwolle und/oder Stroh darunter. Und damit mein Kompost auch wirklich bis zum Frühjahr gebrauchsfertig ist, streue ich außerdem etwa pro 20 cm Material eine Handvoll Kompostbeschleuniger auf.

Je nach Witterung setze ich das Ganze dann etwa in der zweiten Februarhälfte einmal um (was die Rotte noch einmal kräftig beschleunigt) und habe dann pünktlich zu Beginn der Wachstumsphase allerbesten Mulchkompost, der nicht nur meine Pflanzen den Sommer über mit den notwendigen Nährstoffen versorgt, sondern darüber hinaus auch die Struktur des Gartenbodens verbessert, seine Wasserspeicherfähigkeit erhöht sowie die Keimung von Wildkräutern hemmt.

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Iris | 13.10.2009 | 09:14 Uhr | Gewusst wie | 10 Kommentare

Mein Septembergarten 2009

Der Herbst naht mit Riesenschritten. Und bevor nun bald die meisten Gartenpflanzen anfangen zu welken und ihr Laub zu verlieren, hab ich letzte Woche noch mal ein paar Gartenaufnahmen gemacht. Wenn man von der Terrasse aus, durch den Rosenbogen, in Richtung linke untere Gartengrenze guckt, sieht das momentan so aus:

Foto: Terrassenaussicht durch den Rosenbogen auf das linke Gartenbeet

Und wenn man sich, am großen Staudenbeet vor der Terrasse vorbei, zur Bank an der rechten Gartengrenze bewegt, hat man dieses Bild vor Augen:

Foto: Blick auf Gartenbank und Rosenschirm mit blühendem Staudenbeet und Wettermädchen im Vordergrund

Einige der blühenden Rosen, die man da auf der linken Seite sieht, hab ich dann noch mal von der Bank aus, zurück in Richtung Rosenbogen, aus der Nähe fotografiert:

Foto: Blick auf das große Staudenbeet mit Rosenblüten im Vordergrund

Die gelbe Beetrose ‘Amber Queen’ ist meine persönliche Lieblingsrose und hat derzeit ihre dritte diesjährige Blütezeit. Zu ihrer Linken steht seit diesem Sommer die orange-farbene Edelrose ‘Cherry Brandy’, die auch schon einen sehr positiven ersten Eindruck auf mich gemacht hat.

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Iris | 14.09.2009 | 10:12 Uhr | Garteneindrücke | 14 Kommentare

Kein Rasen in kleinen Gärten!

Zunächst mal möchte ich hier ein paar Gründe nennen, die mich dazu bewogen haben, den Rasen aus unserem kleinen Reihenhausgarten zu entfernen:

  • Damit ein Zierrasen wirklich eine Zierde ist, muss er während der Vegetationperiode von März bis November mindestens einmal wöchentlich gemäht werden (und die Entsorgung des anfallenden Rasenschnitts kann gerade auf kleinen Grundstücken schnell zum Problem werden).
  • Zeitgleich müssen die Kanten am Zaun und an den Beet- bzw. Terrassenrändern geschnitten werden.
  • Ein- bis zweimal jährlich muss der Rasen außerdem vertikutiert werden.
  • Dreimal im Jahr muss er gedüngt werden und zwar – sofern man kein Düngemittelexperte ist, der den (hohen) Nährstoffbedarf von Rasen genau kennt und Dünger selbst herstellen kann – mit im Handel erhältlichen Rasendüngern.
  • In sommerlichen Trockenperioden muss man ihn regelmäßig und reichlich beregnen, was nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld kostet.
  • Ständig muss man mühsam das Unkraut zwischen des Rasengräsern jäten, das nicht nur durch Flugpollen, sondern auch durch kriechende Wurzelausläufer aus den Nachbargärten unvermeidlich einwandert.
  • In den Herbst- und Wintermonaten muss die Rasenfläche immer wieder von Laub befreit werden, damit die Gräser darunter nicht vergammeln.

Zusammengefasst lässt sich also feststellen: Rasen ist nicht pflegeleicht! Im Gegenteil, er gehört nach meinen Erfahrungen zu den pflegeintensivsten Gartenanlagen überhaupt. Und dieser ganze Aufwand für ein paar kümmerliche Quadratmeter eintöniges Rasengrün (mehr ist in einem kleinen Garten ja nicht drin), das keinerlei Nahrung für Hummeln, Bienen oder Schmetterlinge bietet und auf dem man nicht mal Ball spielen kann, weil es nur eine Frage der Zeit ist, bis dieser in den Blumenrabatten der Nachbarn landet? Meine Antwort auf diese mir selbst gestellte Frage lautete: Nein, soviel Zeit, Geld und Mühe ist mir eine unnütze Rasenfläche nicht wert. Und es ist mir mittlerweile unverständlich, was die Besitzer kleiner Gärten in Deutschland mehrheitlich dazu motiviert, sich weiterhin einen Rasen zu halten.

Alternativen zur 0815-Rasenanlage?

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Iris | 20.07.2009 | 19:04 Uhr | Gewusst wie | 10 Kommentare
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