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Artikel mit dem Schlagwort ‘Schneeglöckchen’

Vorfrühling 2014

Foto: Blühende Krokusse und Schneeglöckchen zwischen Knospenheide und blauem Zwergwacholder im Heidegarten
Eigentlich sind diese Fotos von vorletzter Woche ja schon längst wieder veraltet. Die meisten Krokusse, Schneeglöckchen und Netziris sind nämlich hier zwischenzeitlich schon verblüht. Aber ich bin einfach nicht eher dazu gekommen, die Bilder zu sichten, zuzuschneiden und zu veröffentlichen. Doch es wäre einfach zu schade, die ersten Blütenschätze des Jahres hier nicht zu zeigen, oder? Immerhin haben sie sich die Frühlingsblüher in diesem Jahr besonders zeitig ins Zeug gelegt und mit ihren leuchtenden Farben den Frühling in unseren Garten gebracht.
Foto: Blick von der Terrasse in den oberen Garten mit blühender Schneeheide, blauen Netziris, Schneeglöckchen und Elfenkrokussen im Vordergrund
Die Allerersten des Jahres habe ich in Massen ganz nah ans Haus gepflanzt – im Vorgarten und vor der Terrasse im Heidegarten – damit mein Lieblingsgärtnergehilfe und ich den Vorfrühlingsbeginn auch ja nie verpassen. Auch wenn ihre Pracht nur von kurzer Dauer ist, diese Netziris mit ihrem Wahnsinnsblau sind ‘ne Wucht. Wer bei dem Anblick nicht in Frühlingslaune kommt, dem ist nicht zu helfen. Außerdem haben die zarten Kleinen auch einen Vorteil gegenüber den später und länger blühenden hohen Narzissen oder Tulpen: Ihr ebenfalls kleines, welkendes Laub verschwindet nämlich nach der Blüte recht dezent.
Foto: Nahaufnahme Netziris zwischen roter Winterheide und hellgrünem Zwergwacholder
Natürlich ist diese Zeit auch immer mit den ersten Gartenarbeiten des Jahres verbunden: Die sommerblühenden Sträucher, Gräser und Stauden waren wie immer als Erste dran mit dem Rückschnitt. Außerdem hab ich bereits einige Beete im Bauerngarten für die ersten Gemüsepflanzungen vorbereitet, die Erdbeeren gehackt und gedüngt und meine Begonienknollen eingetopft. Auch ein paar Stauden wurden schon wieder geteilt und die Wildkräuter schlafen natürlich auch nicht mehr und werden in Schach gehalten, wann immer ich ein bisschen Zeit dafür erübrigen kann. Mal sehen, vielleicht kann ich morgen genug Brennesselpflänzchen für eine erste Brühe ernten. Außerdem zeigt mir gerade die Forsythienblüte, dass es höchste Zeit wird für den Rosenschnitt. Es gibt noch viel zu tun. Spätestens bis Anfang Mai sollen dieses Jahr alle Gartenteile vorzeigbar sein, denn dann nimmt unser Garten erstmalig an den Offenen Gärten in Lippe teil. Ich bin jetzt schon gespannt, wer sich für unser grünes Lebenswerk interessieren wird.
Foto: Sonnengelbe Krokusse und Elfenkrokusse zwischen Knospenheide und Zwergwacholder
Das vorerst letzte Foto hier ist zwar nicht besonders spektakulär, aber es musste unbedingt noch mit rein. Es zeigt nämlich meinen Lieblings-Krokushorst. Dieses erste leuchtende Quietschgelb in meinem Garten hat alljährlich eine Wirkung auf mein Gemüt, die ich Euch nicht beschreiben kann.

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Iris | 22.03.2014 | 21:42 Uhr | Garteneindrücke | 7 Kommentare

Galanthus nivalis

So lautet der botanische Name unseres einheimischen Schneeglöckchens. Als ich meinen Lieblingsgärtnergehilfen zum ersten Mal darüber belehrte, meinte der:
“Das klingt eher wie ein Zauberspruch von Harry Potter.”

Foto: Blühende, tropfnasse Schneeglöckchen im Moos mit Schnee im Hintergrund

Das erste voll erblühte Schneeglöckchen an ungeschützter Stelle gilt, neben der Erlen-, Salweiden- und Haselblüte, als Zeigerpflanze für den phänologischen Vorfrühling.

Hans Christian Andersen widmete ihm ein Märchen, viele Dichter preisten es in lyrischen Versen, und Fuchsienrot verfasste kürzlich ein schönes und informatives Blogposting über das Schneeglöckchen.
Nicht nur in England, auch hierzulande gibt es inzwischen nicht wenige GärtnerInnen, die sich selbst als ‘galanthophil’ bezeichnen. In Nettetal am Niederrhein gibt’s sogar einen Schneeglöckchen-Papst. Er heißt Günter Waldorf und betreibt auch eine Website.

Von den rund 20 bekannten Schneeglöckchen-Arten finden sich in unserem Garten gerade mal zwei – nämlich das hier gezeigte einheimische Schneeglöckchen mit dem zauberhaften Namen Galanthus nivalis und Galanthus woronowii, von dem ich kurz nach der Übernahme unseres Garten einige Zwiebeln gesetzt hatte.

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Iris | 10.03.2010 | 10:04 Uhr | Pflanzenportraits | 2 Kommentare