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Artikel mit dem Schlagwort ‘Tulpe’

In einem Meer von Frühlingsblumen schwelgen

Foto: Kleiner weißer Pavillon und Zierbrunnen inmitten von Frühlingsblumen

Das war ein von mir langgehegter Wunsch für ein traumhaftes Frühlingswochenende. Um mir diesen Wunsch zu erfüllen, brach mein Lieblingsgärtnergehilfe mit mir am frühen Samstagmorgen zu einem Ort auf, zu dem vermutlich jeder Blumenfreund einmal in seinem Leben pilgern möchte – dem Keukenhof in Holland.

Foto: Weiße Reiterstatue mit blühendem Kirschblütenzweig, orangenen Tulpen und gelben Nazissen im Vordergrund

Nach viereinhalbstündiger Autofahrt erreichten wir am späten Vormittag Lisse, eine kleine niederländische Gemeinde zwischen Leiden und Haarlem. Welche weltberühmte Attraktion Reisende dort erwartet, konnte man schon anhand der buntgestreiften Zwiebelblumenfelder drum herum und dem betörenden Duft erahnen, der einen umgibt. Nie zuvor hab ich sooooo viele Frühlingsblumen auf einmal gesehen.

Foto: Mit rosa und violetten Hyazinthen, Tulpen und Persischen Fritillarien Ton in Ton bepflanztes Beet unter Bäumen

Gut, der Ticketpreis für eine Tageskarte und die Parkgebühren, die man den Gästen des Blumenparadieses Keukenhof abverlangt, sind ganz schön happig: 14,- Euro pro Erwachsener und 6,- Euro pro Auto. Doch darauf waren wir vorbereitet, und das war uns der Besuch dieser weltweit einzigartigen Frühblüherausstellung auch wert. Unsere Verpflegung hatten wir uns aber immerhin von Zuhause mitgebracht. Denn man kennt das ja: Wo sich viele Menschen tummeln und die Nachfrage entsprechend hoch ist, sind es auch die Preise.

Foto: In Knallfarben Tulpen-, Narzissen-, und Hyazinthenbeete rund um schwarzweiß-gemusterte Kopfskulpturen

Die Vielfalt und Üppigkeit an Formen, Farben und Frühlingsdüften, in die wir dann auf dem Keukenhof eintauchen durften, übertraf meine Erwartungen allerdings bei Weitem. Präsentiert werden unschätzbar viele Frühlingszwiebelblüher in immer wieder anderen Kombinationen und Anmutungen: Von wild natürlich bis streng geometrisch, romantisch verspielt, klassisch barock oder gradlinig modern, für jede erdenkliche Gartensituation und jeden Stil wird Blumenfreunden eine Fülle von Ideen geboten. Uns haben besonders die unterpflanzten blühenden Kirschbäume am Flüsschen gefallen, das sich durch den Park schlängelt.

Foto: Blick durch einen kleinen blühenden Kirschbaum auf Tulpen-, Narzissen- und Hyazinthenbeete am Wasser

Für mich in diesem Ausmaß unerwartet war leider auch die Dreistigkeit und die ‘Nach-mir-die-Sintflut-Mentalität’ etlicher Besucher, die anscheinend der Ansicht waren, die unübersehbar ausgeschilderten Regeln der Ausrichter würden für sie nicht gelten. So empfand ich – trotz all der botanischen Schönheit, die uns umgab – die durch den Park strömenden Menschenmassen nach einer Weile doch als eine sich stetig steigernde Zumutung. Mein Lieblingsgärtnergehilfe kann das ganz gut ausblenden, sagt er. Mir gelingt das leider nicht so gut. Ich fühl mich inmitten solcher Menschenmassen ziemlich schnell unwohl und eingeengt. Und obwohl wir noch längst nicht alles gesehen hatten, ließ sich nach etwa vierstündiger Wanderung durch die Anlagen mein kontinuierlich stärker werdendes Fluchtbedürfnis nicht mehr unterdrücken, sodass wir dann den Park verließen.

Foto: Langes, geschwungenes Beet mit in Streifen nebenbeinander gepflanzten Narzissen, Tulpen und Hyazinthen in bunten Farben

Damit sich die relativ lange Anreise für uns dennoch richtig lohnen würde, hatten wir uns schon vorher vorgenommen, nach der Keukenhof-Besichtigung noch ans Meer zu fahren. Das bietet sich an, da Lisse nur wenige Autominuten von der Nordseeküste entfernt liegt. Bei einem ausgiebigen Picknick und einem barfüßigen Spaziergang am Sandstrand konnten wir dann wieder entspannt aufatmen und uns vom Stress der Massen erholen. Zupass kam uns dabei natürlich auch das sonnige, mildwarme Wetter an diesem Bilderbuchfrühlingstag, und Dank Eyjafjallajökull waren am strahlendblauen, wolkenlosen Himmel nicht mal Kondensstreifen zu sehen. Fotografiert hab ich am Meer allerdings nicht mehr. Erstens war meine Speicherkarte bereits voll, und zweitens können Fotos imo nicht mal annähernd die besondere Atmosphäre dieser endlos scheinenden Weite wiedergeben. Letztendlich sieht man auf Meerfotos ja doch immer nur drei Streifen – Sand, Meer, Himmel. Doch wir konnten von diesem wunderbaren Nachmittag am Strand noch einige schöne Eindrücke mit auf die Heimreise nehmen, die in unserer Erinnerung noch lange lebendig bleiben und die ewige Sehnsucht nach dem Meer weiter nähren.

Foto: Wasserfontäne und Trauerweide am Wasser mit knallroten Tulpen und Zweigen im Vordergrund

Meine Fotoausbeute vom Keukenhof ist allerdings so reichlich ausgefallen, dass mir die Auswahl repräsentativer Bilder für diesen Blog-Bericht schwer gefallen ist. Ich hoffe, ich habe ein paar ausgesucht, die Euch zumindest einen kleinen Eindruck von der einzigartigen Blumenpracht vermitteln können, die dort alljährlich so viele Menschen aus aller Welt anlockt.

Foto: Flächiges Blumenbeet aus in Gruppen geplanzten Tulpen mit unterschiedlichen Farben und Blühzeiten

Der Besuch auf dem Keukenhof lohnt sich übrigens auch in den nächsten Wochen noch. Denn wir haben da noch reichlich Gehölze, Tulpen und andere Frühlingsblüher gesehen, deren Blütezeit erst noch bevorsteht.

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Iris | 19.04.2010 | 14:11 Uhr | Öffentliche Gärten | 5 Kommentare

Erste Gartenwochen 2009

Foto: Orangegelbe Tulpenblüte

Obwohl im Garten, infolge unserer kürzlichen radikalen Umgestaltungsmaßnahmen, derzeit noch mehr zu tun ist, als letztes Jahr um diese Zeit, genieße ich die wiederkehrenden Farben und die frischen Frühlingsbrisen, die mir bei der Arbeit draußen um die Nase wehen, sehr.

Doch nicht alle meine Gartenzöglinge haben es bis hierhin geschafft. Einer meiner Rittersporne und ein gelbroter Ginster sind dem außergewöhnlich harten Winter zum Opfer gefallen. Auch aus den Nachbargärten wurden Verluste gemeldet: Einige der großen Buddleja in unserem Reihenhausblock sowie zwei Pampasgräser hat Gevatter Frost wahrscheinlich endgültig dahingerafft. Jedenfalls sind an ihnen bis dato keine Lebenszeichen mehr zu erkennen. Und die meisten Kirschlorbeersträucher hier in der Gegend sehen derzeit noch ziemlich erbärmlich aus, werden sich aber vermutlich wieder berappeln.
Doch ich habe für die diesjährigen Nektarsammler zumindest einen kleinen Ausgleich geschaffen. Es gibt nämlich in meinen neu angelegten Blumenbeeten auch einige Neuzuwächse, u.a. einen Sommerflieder (Buddleja davidii Ellen’s Blue). Und ich freu mich jetzt schon auf die vielen Schmetterlinge, die er mir hoffentlich im Sommer vor die Linse locken wird ;o).

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Iris | 16.04.2009 | 18:55 Uhr | Garteneindrücke, Pflanzenportraits | Kommentare deaktiviert