Artikel mit dem Schlagwort ‘Zierpflanzen’
Rosenportrait ‘Aspirin’

Die ‘Aspirin-Rose’ ist die schönste, blühfreudigste und gesündeste weiße Rose, die ich kenne. Wie die ‘Westerland’ steht sie nun das zweite Jahr in unserem Garten und wird von mir (angebunden an einem Rankgitter) als buschige Beetrose im Vordergrund des großen Staudenbeetes eingesetzt. Ihre zahlreich vorhandenen Blüten gehören zu den hitze- und regenbeständigsten in meinem Garten und sind auch noch selbstreinigend. Das Einzige, was ihr m.E. zu einer wirklichen Traumrose fehlt, ist der Duft.

Die ADR-Rose ‘Aspirin’ aus der Rosenzüchtung Tantau kann mit ihren zahlreichen weichen, 60 – 80 cm langen Blütentrieben sowohl als Beetrose, wie auch als Bodendeckerrose eingesetzt werden. Sie blüht mehrfach, in großen Büscheln und außerordentlich üppig. Bei kühler Witterung sind ihre stark gefüllten Blüten von der Mitte her Zartrosé überhaucht, was ihre ohnehin romantische Anmutung noch verstärkt. Ihr Name wurde ihr von der Bayer AG, anlässlich des 100. Geburtstags ihres gleichnamigen Medikaments verliehen.
Schlagworte: Blüten, Makro, Rose, Rosen, Weiß, Ziergarten, ZierpflanzenIris | 06.07.2010 | 20:22 Uhr | Pflanzenportraits | 2 Kommentare
Rosenportrait ‘Apricot Clementine’

Die meisten Vorzüge meiner Zwergrose ‘Apricot Clementine’ hatte ich hier vorletzten Sommer schon mal beschrieben. Sie steht immer noch dort, wo ich sie bei ihrem Einzug hingepflanzt hab – nämlich direkt mittig vor unserer Terrasse, so dass man ihre Blütenpracht jederzeit aus der Nähe betrachten kann. Und das finde ich immer noch so lohnenswert wie damals. Als weiteren Pluspunkt konnte ich ihr zwischenzeitlich ihre hervorragende Frosthärte gutschreiben. Zwar war auch sie, wie fast alle meine Rosen, im letzten Winter bis zum Boden zurückgefroren, doch sie trieb kräftig wieder aus und hat nun wieder ihre normalen Ausmaße. Jetzt blüht sie, als wäre nichts gewesen.

Abschließend noch ein paar Informationen zu Herkunft und Habitus:
Die Patio-/Zwergrose ‘Apricot Clementine’ aus der Rosenzüchtung Tantau wird circa 40-60 cm hoch und 30 cm breit, blüht mit einer kurzen Pause den ganzen Sommer und Frühherbst durch und bleibt dabei durchgehend so kompakt und standfest, dass sie als einzige meiner Rosen noch nie gestützt werden musste. Ihr sanfter Rosenduft ist allerdings so schwach, dass er nur in unmittelbarer Blütennähe wahrgenommen werden kann. Aufgrund dieser Eigenschaften könnte ich sie mir auch sehr gut in einem Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse vorstellen.
Iris | 03.07.2010 | 12:14 Uhr | Pflanzenportraits | 4 Kommentare
Meine schönste Rose: ‘Amber Queen’

Es war Liebe auf den ersten Blick. Und obwohl in den Jahren, seit ich diesen Garten habe, noch etliche Rosen nach ihr hier einzogen, ist die Beetrose ‘Amber Queen’ nach wie vor meine liebste. Das Bernsteingelb ihrer zahlreichen edel geformten Blüten finde ich einfach umwerfend schön. Es gibt nichts, was ich an ihr bemängeln könnte: Sie überstand selbst die härtesten beiden Winter, die wir hier seit Jahrzehnten hatten, wird so gut wie nie krank, und wenn ihre überreiche Blüte erst mal eingesetzt hat, hört sie bis zum Wintereinbruch nicht mehr auf. Darüber hinaus gehören ihre Blüten (neben denen der ‘Aspirin’) zu den regen- und hitzeunanfälligsten von allen meinen Rosen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man ihre Triebe an einer Rankhilfe anbindet, denn diese sind zu dünn, um ihre großen, stark gefüllten Blütenbüschel allein zu tragen – schon gar nicht, wenn sie nass sind.
Nebenbei: Nicht nur ich bin so absolut begeistert von dieser Rose. Für keine andere hab ich bislang so viele bewundernde Komplimente von Passanten und Besuchern unseres Gartens eingeheimst wie für sie.

Die Beetrose ‘Amber Queen’ aus dem Hause Harkness gehört zu den Floribundarosen und entstand aus einer Kreuzung von ‘Southampton’ und ‘Typhoon’. Sie wird nur etwa 50-60 cm hoch, wächst breitbuschig und ihre Blüten verströmen einen sanften, angenehmen Duft. In Österreich wird sie auch unter ihrem Zweitnamen ‘Prinz Eugen von Savoyen’ gehandelt.
Schlagworte: Blüten, Gelb, Makro, Rose, Rosengarten, ZierpflanzenIris | 01.07.2010 | 18:27 Uhr | Pflanzenportraits | 9 Kommentare
Staudenstars im Junigarten

Unter dieser Überschrift muss natürlich zuallererst meine Lieblings-Prachtstaude, die Brennende Liebe (Lychnis chalcedonica) genannt werden. Ursprünglich aus Russland stammend, gehört sie schon seit Langem zu den beliebtesten Bauerngartenstauden im mitteleuropäischen Raum. Diese zur Familie der Nelkengewächse zählende, bis 1 Meter hoch werdende, horstige Pflanze bildet ab Juni mit ihren feuerroten Blüten den unübersehbaren Mittelpunkt meiner Staudenbeete. Zu ihren Vorzügen zählen außer der Leuchtkraft ihre unkomplizierte Kultur, Standfestigkeit und eine lange Blütezeit. Außerdem ist sie kaum krankheitsanfällig und absolut winterhart.
Mich spricht ja gerade das leuchtende Rot der bekanntesten Sorte besonders an, und ihre Nachbarn in unserem Garten sind farblich auch durchaus imstande, neben ihr zu bestehen. Doch auch wer es nicht ganz so auffällig mag, muss auf diese äußerst robuste Zierpflanze nicht verzichten, denn es gibt sie auch weißblühend.

Die zweite ausdauernde Sommerblüherin, die ich hier vorstellen will, ist eine diesjährige Neuerwerbung, das Mädchenauge ‘Early Sunrise’ (Coreopsis grandiflora). Auch diese mehrjährige Staude ist wie die Brennende Liebe horstbildend und standfest, wird aber nur etwa 50 cm hoch, was sie zu einer idealen Vordergrundpflanze im Staudenbeet macht. Sie besticht schon in ihrer ersten Saison in unserem Garten durch überreiche Blütenfülle und wächst, im Gegensatz zu meiner anderen Mädchenaugensorte (Coreopsis lanceolata ‘Sterntaler’), außerdem sehr kompakt.

Eine weitere schon von Weitem sichtbare Prachtstaude in meinem großen Staudenbeet ist der blaue Rittersporn (Delphinium), eine der bekanntesten Bauerngartenstauden aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Zwar sind die Belladonna-Hybriden, zu der auch meine Sorte ‘Piccolo’ zählt, die kleineren Vertreter ihrer Art, doch mit seinen ca. 80 cm ist er in unserem kleinen Garten dennoch nicht zu übersehen. Weil ich blauen Rittersporn schon seit jeher besonders mag, nehme ich auch in Kauf, dass ich auf seinen Austrieb immer ein besonders wachsames Auge haben muss, da die Pflanze zu den Leibspeisen der Nacktschnecken zählt. In der Anfangszeit unseres Gartens wuchs hier auch noch eine weitere Sorte, eine sehr hohe dunkelblaue Pacific-Hybride, die mir jedoch letztes Jahr ausgewintert ist.

Im Vordergrund des großen Staudenbeetes begeistern mich derzeit außerdem zwei mittlerweile stattliche Steppensalbei (Salvia nemorosa). Die genaue Sorte ist mir leider nicht bekannt (irgendwann zu Beginn meiner Gärtnerinnenkarriere mal im Baumarkt mitgenommen und zu der Zeit noch nicht auf Sortennamen geachtet). Salbei zählt wie auch der Lavendel ursprünglich eigentlich zu den Gewürz- und Heilkräutern und begnügt sich auch wie er mit mäßig trockenem Boden in voller Sonne. Nicht nur ich habe mich im Laufe der Zeit immer mehr in diese dankbaren und pflegeleichten Pflanzen verliebt, auch die Bienen fliegen massenhaft auf ihn. Ich schätze an ihm besonders seine kompakte Wuchsform und die zuverlässige Nachblüte, welche der ersten an Üppigkeit kaum nachsteht. Besonders schön sieht er übrigens in direkter Nachbarschaft von gelbblühenden Stauden wie Mädchenauge oder Sonnenhut aus. Doch auch als Rosenkavalier wird er von Gärtnern geschätzt.

Last but not least soll an dieser Stelle auch mein Lieblings-Bodendecker, die Hängepolster-Glockenblume ‘Blauranke’ (Campanula poscharskyana) nicht fehlen. Mittlerweile schlängeln sich ihre langen, blütenübersäten Ranken an etlichen Stellen durch unseren Garten und lassen dort Wildkräutersamen keinen Raum zum Keimen. Hier bei uns habe ich diese Staude als absolut unverwüstlichen Allrounder erlebt. Egal ob unter Sträuchern, zwischen anderen starkwüchsigen Bodendeckern oder inmitten hoher Prachtstauden – sie schlängelt sich überall durch oder kriecht malerisch an allem hoch, was etwas Halt bietet und erfreut uns bis zum Frosteinbruch mit ihren violettblauen Blütenmassen. Darüber hinaus lässt sie sich problemlos durch Teilung vermehren (meine mittlerweile ca. 20 Exemplare stammen alle von nur zwei Ursprungspflanzen ab) und ist daher ein nahezu perfekter und preiswerter Lückenfüller. Allerdings sollte man das Teilen am besten im Frühling machen, bevor sie ihre langen Ranken entwickelt hat, denn diese sind sehr bruchempfindlich. Zwar ist die sie nicht die einzige Glockenblumenart in unserem Garten (insgesamt sind’s sechs verschiedene), aber mir ist sie mit Abstand die liebste.
Schlagworte: Brennende Liebe, Glockenblume, Mädchenauge, Rittersporn, Salbei, Sommer, Stauden, ZierpflanzenIris | 30.06.2010 | 16:14 Uhr | Pflanzenportraits | 5 Kommentare
Welche sind Deine Lieblings-Zierpflanzen?
Da nun wieder die Jahreszeit angebrochen ist, in der sich in den Gärten nicht mehr viel Bloggenswertes ereignet, hab ich mir ein mal ein kleines Blog-Stöckchen zum Thema Lieblings-Zierpflanzen ausgedacht, mit dem ich ein paar ausgewählte Gartenblogger bewerfen will. Und zwar hab ich mir Folgendes überlegt:
Jeder, den dieses Stöckchen trifft, stellt in einem Blogposting seine Lieblingspflanzen aus 10 hier genannten Pflanzenkategorien vor und begründet kurz, warum er gerade diese Pflanzen so besonders schätzt. Anschließend wirft er das Stöckchen 3 anderen Bloggern zu. Als Anschauungsbeispiel mache ich hier mal den Anfang:
Mein(e) Lieblings-
- Frühlingszwiebelblüher: Krokusse, weil sie die ersten im Jahr sind, die wieder Buntheit in die Beete bringen.
- Prachtstaude: Brennende Liebe, weil sie in einem einmaligen Feuerrot blüht und Rot meine Lieblingsfarbe ist.
- Bodendecker: Glockenblume Blauranke, weil sie anspruchslos und sehr vital ist, aber dabei eine ordentlich kompakte Wuchsform behält, schönes dichtes Laub hat und von Ende Mai bis zum Dauerfrost unermüdlich neue Blüten in einem herrlichen Violettblau hervorbringt, das mit so ziemlich allem harmoniert.
- Blütenstrauch: Forsythie, denn wenn ihre goldgelben Blütenberge erscheinen, ist der Frühling endlich da :o).
- Rose: Amber Queen, weil sie in meinem Garten einfach die Allerschönste ist.
- Kletterpflanze: Clematis Multi Blue, weil sie die robusteste meiner Clematis-Sorten ist und mindestens zweimal jährlich ihre üppige, lang andauernde Blütenpracht entfaltet.
- Baum: Trauerweide; zwar wächst keine in unserem Garten, weil der zu klein und zu trocken dafür ist, aber ihre Geborgenheit vermittelnde Krone hab ich schon seit meiner Kindheit immer von allen am meisten gemocht.
- Immergrüne: Efeu, weil ich sein klassisch-elegantes Laub einfach schön finde, er überall schnell und zuverlässig Unkrautwuchs unterdrückt und man ihn so vielseitig verwenden kann (z.B. als Beigrün in Sträußen, Gestecken und Blumenkästen).
- Einjährige: Tagetes, weil sie von allen einjährigen Sommerblühern, die ich kenne, am ausdauerndsten und üppigsten blühen und es sie inzwischen in so vielen Blütenfarben, -formen und -größen gibt, dass sie sowohl im Pflanzkasten als auch im Beet mit fast allem zu kombinieren sind.
- Kübelpflanze: Weißer Oleander, weil mir seine mediterrane Anmutung gefällt und er in einem unbeheizten Zimmer relativ leicht zu überwintern ist.
Folgenden 3 Gartenbloggern werfe ich mein Stöckchen als erstes zu:
- Ingrid in ihren Wolkenkuckucksgarten
- Claudia in das wilde Gartenblog
- Frau Landgeflüster in ihr Gartengeflüster
Wer jetzt nicht von mir getroffen wurde, auch nicht auf einen Wurf aus anderer Richtung warten aber trotzdem mitmachen will, darf sich das Stöckchen natürlich gern auch einfach so mitnehmen.
Schlagworte: Ziergarten, ZierpflanzenIris | 14.11.2009 | 16:53 Uhr | Verschiedenes | 13 Kommentare